39. Lenklarer Reitertage vor dem großen Finale

Oliver Schaal überzeugt bei seinem "absoluten Heimspiel"

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Oliver Schaal überzeugte mit Calvin.

Werne - Oliver Schaal vom RV St. Georg Werne hat am Donnerstag mit seinem achtjährigen Vorzeigepferd Calvin die zweite Abteilung des M**-Springens gewonnen. Nur der Südkoreaner Kyujin Lee vom Stall Nieberg war 31 Hunderstel schneller. Mit Dolla wurde Schaal zudem Dritter in der 1. Abteilung.

 Als vorletzter Starter legte Marco Lilienbecker (Voßwinkel) mit Cronos L bei strahlendem Sonnenschein in 59.98 Sekunden die zweitschnellste Zeit der insgesamt 64 Starter vor. Damit hatte er den Ehrgeiz von Schaal geweckt. „Er muss immer kämpfen“, sagte Schaal über sein bestes Pferd Calvin. Der gab mit dem sprunggewaltigen Holsteiner mächtig Gas und verpasste nur knapp die Bestzeit.

 Der Applaus des Heimpublikums war dem 53-Jährigen dennoch sicher. Denn Schaal lebte und arbeitete 25 Jahre lang auf dem Hof Gripshöver. Für Hausherrin Irmgard Gripshöver war dabei immer klar: „Der Oli gehört zur Familie.“ 

Und Schaal spricht auch von einem „absoluten Heimspiel“. Vor etwas mehr als zwei Jahren wechselte der erfolgreiche Reiter an das Landgestüt Marbach – nur etwa 20 Kilometer von seinem Heimatort auf der Schwäbischen Alb entfernt. In Offenhausen, einer Nebenstelle des Haupt- und Landegestüts Baden-Württemberg, bildete Schaal junge Hengste, Auszubildende sowie Bereiter aus. 

Auch nach seiner Rückkehr nach Westfalen, er hat nun auf dem Hof von Hermann Vogt in Drensteinfurt eine weitere sportliche und berufliche Heimat gefunden, ist er noch an vier Werktagen pro Monat am Landgestüt tätig. 94 Reiterpaare gingen anschließend mittags in den Parcours, 102 sogar in dem bis zum Abend dauernden Vergleich. Bei der ersten dieser beiden Prüfungen, einem M*-Springen, legte Gastgeber Lutz Gripshöver mit Bordeaux die fünftschnellste fehlerlose Zeit hin. Damit wurde er Zweiter in der zweiten des in drei Abteilungen gewerteten Springens.

39.Lenklarer Reitertage am Donnerstag

 Gripshöver war auch mit dem 13-jährigen Balous Bellini fehlerfrei als Fünfter der zweiten Abteilung platziert. Hauke Bintig, Tobias Vollmer und Stephan Naber (ebenfalls alle RV St. Georg Werne) waren unter den besten Zehn der drei Abteilungen zu finden. Die abschließende M**-Prüfung wurde zum Privatduell zwischen Hans-Thorben Rüder (Fermarnscher Ringreiterverein) und Steffen Bröckmann (Nordbögge-Lerche). Der von der Ostsee-Insel stammende Rüder siegte in dem mit zahlreichen prominenten Reiten wie Toni Haßmann (u.a. dreifacher Sieger im Großen Preis von Werne), Johannes Ehning oder Christian Kukuk, sportlich hochdekorierter Bereiter am Gestüt von Ludger Beerbaum, gespickten Wettkampf in zwei Abteilungen. Zweimal wurde Bröckmann dahinter fehlerlos Zweiter. Stephan Naber vom RV St. Georg zeigte ebenfalls ganz starke Leistungen und wurde in der ersten Abteilung mit Cörby und in der zweiten mit Condord jeweils Vierter. Sein Vereinskamerad Tobias Vollmer schaffte es in der 3. Abteilung außerdem auf Platz sechs. 

Finale am Osterwochenende bei Traumwetter und mit Top-Reitern

Nach der Pause am  Karfreitag geht es am Samstag, Ostersonntag und Ostermontag ins große Turnierfinale – und die Vorhersagen versprechen den mutmaßlich Tausenden Zuschauern Traumwetter bei strahlendem Sonnenschein. 

39. Lenklarer Reitertage Teil 2 - Jungpferde

Für den Großen Preis, der erstmals in der Geschichte des Turniers als Springen der schweren Klasse mit vier Sternen ausgeritten wird und der am Montag ab 15.30 Uhr der Abschluss des Turniers bildet, sind etwa 60 Nennungen eingegangen – auch die des vierfachen Olympiasiegers Ludger Beerbaum. „Das ist genau die passende Anzahl für den Turnierabschluss, zumal ja auch viele, viele Top-Leute antreten wollen“, sagt Lutz Gripshöver. 

Lokalmatador und Gastgeber Lutz Gripshöver: „Wir werden auch im Championat großartigen Sport sehen"

Schließlich geht es in diesem Springen um insgesamt 40 000 Euro, von denen 12 500 an den Gewinner ausgezahlt werden. Zum Vergleich: Jens Baackmann bekam als Sieger in 2018 gut 2 500 von den insgesamt ausgelobten 10 000 Euro ab. Die werden nun beim erstmals ausgetragenen Championat aufgerufen, das am Ostersonntag das Publikum anlocken soll. Die Stars sind schon da. 

Lenklarer Reitertage 2018 - Das Finale 

„Wir werden auch im Championat großartigen Sport sehen“, sagt Gripshöver, der ebenfalls mehrfach in den Top-Prüfungen an den Start gehen wird. 84 Startplätze sind hierfür gebucht – und es wird schon im Umlauf spannend. Denn die Anzahl der Starter in der folgenden Siegerrunde ist auf zwölf begrenzt. Insgesamt haben 16 Frauen und Männer aus dem RV St. Georg für die schweren Springen genannt – auch das ist eine beachtenswerte Zahl, die den hohen Ausbildungsstand spiegelt.

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