BC Soest setzt gegen Werne auf Kassim Mbamba

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Der Soester Kassim Mbamba, hier für (TV) Werne in einem Erstregionalliga-Match gegen die Iserlohn Kangaroos.

WERNE - Die Oberliga-Basketballer der LippeBaskets müssen sich am Samstag auf ein hartes Match einstellen. Denn Gastgeber BC 70 Soest leidet immer noch unter der „Kirmes-Pleite“.

Mit 61:77 hatte das Team von Klaus Vatter in Werne verloren – angeblich zu sehr geschwächt durch die Feierlichkeiten anlässlich der Allerheiligen-Kirmes. Mit 90 Prozent Leistung, so Vatter, sei ein Spiel in Werne nicht zu gewinnen.

Dass er den engagierten Auftritt der jungen Werner hingegen nicht würdigte, ärgert diese auch noch ein wenig. Und so wird das Feld in der Sporthalle des Aldegrever-Gymnasiums heute Abend ab 19.30 Uhr glühen.

Die Soester nutzen für dieses Revanchespiel auch die Routine eines ehemaligen Werners: Kassim Mbamba hat Urlaub und steht für zwei Spiele zur Verfügung. „Wir wollen Platz drei erreichen und müssen dafür die nächsten beiden Spiele gegen die Verfolger aus Werne und Gerthe gewinnen“, sagt Klaus Vatter, der nach der Niederlage bei den Astrostars Bochum II fordert: „Wir müssen jetzt wie eine Spitzenmannschaft reagieren.“

Mbambas Einsatz macht die Aufgabe für die LippeBaskets nicht leichter, denn er soll auch Entlastung für Spielmacher Valiantsin Ihnatchyk bringen. Das Zusammenspiel habe im Dienstag-Training sehr gut ausgesehen, freute sich der Soester Trainer.

Im Hinspiel hatten die Werner den ehemaligen weißrussischen Junioren-Nationalspieler mit harter Verteidigung gut unter Kontrolle – am Ende aber auch Foulprobleme. „Ausschalten geht nicht. Er ist ein Point Guard, wie er nicht in diese Liga gehört. Er verliert nicht die Ruhe“, lobt auch Baskets-Trainer Toni Bevanda den Soester Strategen.

Die Gastgeber werden gegen Werne wahrscheinlich in Bestbesetzung antreten; alle Spieler bis auf die Dauerverletzten sind an Bord. Einzig der Einsatz von Stani Grzyb ist wegen einer Erkältung fraglich. Ziel der Soester bleibt immer noch Rang zwei – bei zwei Punkten Rückstand auf die AstroStars Bochum durchaus realistisch.

„Ein Guter geht, ein Guter kommt“

Die Werner sind nach zuletzt zwei Siegen wieder gefestigt. Fehlen wird bei ihnen nur Stefan Pavleski aus beruflichen Gründen. Er dürfte auch am 14. März im Heimspiel gegen TVE Dortmund-Barop nicht dabei sein.

Die Trainerentscheidung in dieser Woche ist von der Mannschaft überaus positiv aufgenommen worden. „Wir wussten ja, dass es nur für eine Saison ist. Aber wir sehen das trotzdem auch mit einem weinenden Auge. Es ist total schade, dass Toni aufhört, denn er ist ein super Trainer, der uns richtig weitergebracht hat und bei dem es auch richtig Spaß macht“, sagt Cajus Cramer.

Allerdings sei das Jammern auf hohem Niveau, denn: „Christoph Henke ist ein guter Trainer und ein prima Typ. Er ist eine gute Wahl“, sagt Cramer, der als Jugendspieler unter Toni Bevandas Nachfolger trainiert hatte. Cramers Fazit: „Ein Guter geht, ein Guter kommt.“ - gu

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