Oberliga-Frauen des TV Werne vor dem Abstieg - WSC-Männer verlieren gegen das Schlusslicht

+
Die Werner Frauen haben erneut verloren. 

Die Oberliga-Volleyballerinnen des TV Werne haben eine weitere Niederlage kassiert – der Abstieg zeichnet sich immer mehr ab. Die Landesliga-Männer des Werner SC verloren ebenfalls deutlich – gegen das Schlusslicht.

Von Juri Kollhoff

Oberliga 2 (Frauen): VfL Ahaus – TV Werne 3:1 (25:23, 13:25, 25:23, 25:20). Die Oberliga-Volleyballerinnen des TV Werne mussten auch gegen den VfL Ahaus eine 1:3-Niederlage hinnehmen. Damit scheint das Schicksal für den Aufsteiger besiegelt, auch wenn Coach Thomas Kubiak betont, dass er mit seiner Mannschaft weiterhin alles versucht, um den drohenden Abstieg abzuwenden. 

Mit nur noch fünf ausstehenden Partien bei sieben Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz ist das aber eine große Herausforderung. „Wie schon gegen Gladbeck konnten wir uns nach einem sehr guten Spiel nicht belohnen“, erklärte Kubiak. Bezeichnend für die Partie war, dass der TV Werne in vier Sätzen zwar mehr Punkte als sein Gegner erzielen konnte, aber dennoch drei Mal entscheidend knapp die Sätze verlor. 

So steht die Mannschaft nach einer soliden Leistung wieder mit leeren Händen da. Wie so oft war das Problem, dass das Team um Kapitänin Annika Böhle in den entscheidenden Momenten im Angriff nicht konsequent genug agierte, zeitweise auch ideenlos und nicht mutig genug spielte. Dass die Mannschaft das Zeug für die Oberliga hat, zeigte sich im zweiten Durchgang, den der TVW deutlich mit 25:13 gewann. Ahaus spielte nicht besser, aber abgezockter und cleverer, wodurch die Gastgeberinnen den knappen ersten und dritten Durchgang 25:23 gewann.

 Im vierten Satz lag Werne schon abgeschlagen 20:10 zurück. Spielerisch funktionierte nicht mehr viel, aber dank starker Aufschläge von Mira Struwe konnte Werne nochmal zu einer Aufholjagd ansetzen. Um die entscheidende Wende herbeizuführen, reichte es aber nicht mehr aus.

 Ahaus brachte seinen Vorsprung über die Ziellinie und konnte damit seinerseits einen wichtigen Befreiungsschlag gegen den Abstieg setzen. „Wir haben dieses wichtige Spiel für den Klassenerhalt gegen einen direkten Konkurrenten verloren. Die Liga zu halten, wird jetzt noch schwieriger, aber wir werden weiterhin alles versuchen“, sagte Kubiak trotzig.

 Landesliga 5, Männer: SVE Grumme II – Werner SC 3:1 (27:25, 24:26, 25:16, 25:20). Die Volleyballer des Werner SC wurden ihrer Favoritenrolle gegen den Tabellenletzten Grumme II nicht gerecht. 

Dass in dieser Saison nichts normal läuft, hatte Coach Bronek Bakiewicz bereits angekündigt. Und so kam es, wie es kommen musste. Der Werner SC unterlag sang- und klanglos 1:3. Betrachtet man die Voraussetzungen für diese Begegnung, dann erscheint das Ergebnis aber nicht mehr ganz so überraschend.

 Nach verletzungs- und krankheitsbedingten Absagen von Philipp Jankowski, Bernhard Kruse, Tristan Mai und Peter Pourie blieben Coach Bakiewicz nur sieben Spieler. Da Kapitän Philipp Zurwieden noch als Trainer der Reserve des TV Werne im Einsatz war, konnte er erst im Laufe des Spiels eingreifen. Dafür kamen die beiden jungen Talente John Haase und Jan Lizon vom WSC II mit. 

Mangels Alternativen stellte sich die Start-Sechs von alleine auf. An die Leistung der Vorwoche knüpfte der Sport Club zu keinem Zeitpunkt an. Die Annahme und das Zuspiel waren zwar gut, aber im Angriff konnte sich der Werner SC einfach nicht entfalten. So entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe mit langen Ballwechseln. 

Besonders ärgerlich war, dass der WSC seine beiden Satzbälle im ersten Durchgang nicht nutzte. Bakiewicz stellte in der Folge das Spielsystem auf 4:2 um, damit Zuspieler Hoppe auch als Angreifer fungieren konnte. Der Plan schien zu funktionieren. Werne zog davon und erspielte sich einen deutlichen Vorsprung. Der war aufgrund von Unkonzentriertheiten jedoch nicht von langer Dauer, sodass es wieder spannend wurde. Werne setzte sich diesmal aber knapp durch.

 Die Eigenfehler häuften sich nun allerdings, das Fehlen der Stammkräfte war kaum zu kaschieren. Falsche Entscheidungen im Angriff und Nachlässigkeiten in der Verteidigung brachten Bochum-Grumme auf die Siegesstraße. 

Auch Kapitän Zurwieden konnte das Blatt nicht mehr wenden, als er Mitte des vierten Satzes eintraf. „Eine bittere Niederlage, da wir dieses Spiel in Normalbesetzung locker gewinnen“, sagte Bakiewicz. „Einziger Lichtblick waren die Auftritte von Jan und John. Die Jungs brauchen zwar noch etwas Zeit, um sich an das höhere Niveau zu gewöhnen, aber sie sind auf einem guten Weg.“ 

Werner SC: Berges, S. Hoppe, C. Hoppe, Linker, Franek, R. Zurwieden, Haase, Lizon, P. Zurwieden

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare