LippeBaskets holen sich den Big Point in Iserlohn

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Cajus Cramer war der Matchwinner in Iserlohn.

Werne - Die LippeBaskets Werne haben am Samstag in der Oberliga gegen die Iserlohn Kangaroos II auch ihr fünftes Saisonspiel gewonnen. Beim Aufsteiger siegte das Team von Christoph Henke mit 91:72 (14:14, 24:19, 28:25, 25:14) und führt gemeinsam mit dem ebenfalls unbesiegten SSV Hamm die Tabelle an.

Bevor diese beiden Teams am 14. November aufeinandertreffen, haben die Werner mit dem Vorletzten, TG Witten, noch eine Pflichtaufgabe zu lösen.

In Iserlohn sicherte sich das Werner Team durch einen 20:5-Schlussspurt in den letzten fünf Minuten das klare Ergebnis. „Es war auf jeden Fall ein Big Point für uns. Ich glaube, dass sie vielen Gegnern vor allem in eigener Halle noch Probleme bereiten werden“, meinte Baskets-Trainer Christoph Henke, der sehr zufrieden damit war, „wie wir das gelöst haben und wie teamorientiert wir das gespielt haben.“

Gleichwohl besaßen die LippeBaskets in Cajus Cramer den überragenden Mann des Spiels. Der Shooting Guard kam dabei auf 32 Punkte (vier Dreier). Auch Spielmacher Basti Voigt (14 Punkte) ragte aus der geschlossen guten Formation her. „Bei ihm ist der Knoten wohl geplatzt“, freute Henke sich mit dem 19-Jährigen.

Die Werner benötigten allerdings eine gewisse Anlaufzeit, um richtig in die Partie zu kommen. Sie ließen sich vor allem im ersten Viertel von der hektischen Spielweise der jungen Iserlohner Mannschaft anstecken. „Immer dann, wenn wir geduldig gespielt haben, dann haben wir gut ausgesehen“, meinte Henke, doch das klappte auch im zweiten Viertel nur phasenweise. Immerhin setzten sich die Gäste zwischen der 22. und 24. Minute erstmals auf mehr als zehn Punkte ab (48:37).

Aber die Iserlohner Pro B-Reserve profitierte in dieser Phase – und zunächst auch nach der großen Halbzeitpause – von einigen überaus talentierten Einzelspielern, die mit mutigen Würfen zum Teil weit jenseits der Dreier-Linie ihr Team im Spiel hielten und so den Abstand bis zum Ende der 34. Minute noch bei fünf Punkten hielten (71:66).

Henke: „Es hat sich für uns abgezeichnet, dass die mit ihren Würfen nicht gewinnen können. Denn bei ihnen war nichts sauber herausgespielt, und die Würfe wurden mit Dauer des Spiels immer hektischer und unpräziser.“ Davon profitierten die Werner. In der Defensive machten die Großen alles klar: Brachhaus, Tübel und Kussel ersetzten den verletzten Yannick Brüggemann im Kollektiv und entnervten vor allem den überaus talentierten Zweinullfünf-Center Gabriel de Oliveira. Der verabschiedete sich in der Schlussphase entnervt mit dem fünften Foul plus einem Technischen auf die Sünderbank.

Die Ballgewinne hinten nutzten die Werner nicht nur in dieser Phase über ihre „kleinen“ und schnellen Spieler zu Fastbreaks. Da gingen vor allem Cramer und Voigt immer wieder mutig zum Korb und zogen viele Fouls.

Am kommenden Samstag gegen Witten könnte sich ein ähnliches Spiel entwickeln, zumal Yannick Brüggemann auch da fehlen wird und die LippeBaskets gegen den Center-Hünen Veith im Kollektiv verteidigen müssen. Die Wittener verloren am Samstag nur mit zwei Punkten (53:55) beim Werner Verfolger TVE Barop. „Sicher ein Warnhinweis zur rechten Zeit. Witten kann an guten Tagen gegen alle gut mithalten“, sagt Christoph Henke, aber auch: „Wir sind selbstbewusst genug zu sagen, dass wir ungeschlagen nach Hamm fahren werden.“

LippeBaskets: Weidlich 1, Altmeyer, Cramer 32/4, Tübel 2, Keilinghaus 10, Kussel, Meinert 5/1, König 5, Brachhaus 15, Docenko 8, Voigt 14, Pavleski 5 - gu

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