LippeBaskets gewinnen Verlängerungs-Krimi

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Der frühere Werner Nils Jambon (links) und Michael Kussel haben den Ball fest im Blick.

Werne - Die LippeBaskets haben nach der ersten Saisonniederlage in Hamm sofort wieder in die Spur gefunden. Das Team von Christoph Henke erkämpft sich gegen den SVD Dortmund II einen 85:79-Erfolg nach Verlängerung (17:14, 19:20, 17:20, 17:16, 13:9) und festigt damit den zweiten Tabellenplatz.

Während Spitzenreiter SSV Hamm seine Auswärtsaufgabe bei den AstroStars Bochum III mit einem 56:46-Erfolg löste, lichtet sich das Feld der Verfolger, den neben dem SVD verlor am Samstag auch der TVE Barop überraschend in eigener Halle gegen den ASC Dortmund mit 88:91. Barop ist am kommenden Samstag Gastgeber der LippeBaskets in der dritten Runde um den WBV-Pokal.

„Ich hätte es mir gerne doch ein bisschen leichter gewünscht“, meinte Christoph Henke, und: „Die Dortmunder haben das mit aller Routine und aller Ruhe gemacht und immer wieder versucht, unsere Schwachpunkte zu nutzen.“

Beim SVD bildeten gegen die LippeBaskets drei hochdekorierte Routiniers das tragende Gerüst für ein recht junges Team: Peter Radegast, 45 Jahre alt, Kai Friedrich, 46, und Nils Jambon, 45, hatten sichtlich ihren Spaß, die jungen Wilden der LippeBaskets mit ihrer Routine einzubremsen.

Als im Sinn des Wortes herausragende Spieler gaben sie der Zonenverteidigung für lange Zeit Halt. Waren die Probleme der Werner gegen die Hammer Zone vor Wochenfrist noch entscheidend, „haben wir das heute viel besser gemacht. Wir haben’s ja auch die ganze Woche trainiert.“

Dabei fanden die Werner ein probates Mittel: Die Attacke auf den Korb. „Es war entscheidend, dass wir so gut penetriert haben. Da waren wir dann auch nicht so abhängig von den Würfen von außen“, meinte Henke.

Dessen Team lieferte sich mit den Dortmundern ein interessantes Duell mit wechselnder Führung, in den sich kein Team deutlicher als mit vier Punkten absetzte (54:58 durch Friedrich, 32. Minute). „Unser Fehler war, dass wir zu ungeduldig verteidigt haben“, sah Henke durchaus die Chance zur vorzeitigen Entscheidung.

Die bot sich den Wernern auch in den letzten Sekunden der Partie. 70:67 führten die Gastgeber 22 Sekunden vor dem Ende, dann traf Keuthen mit einem freien Dreier zum 70:70-Ausgleich. „Vielleicht hätten wir bei drei Punkten vor taktisch foulen sollen. Ich hatte darauf vertraut, dass wir das verteidigen können, kriegen dann aber den offenen Dreier. Beim nächsten Mal entscheide ich mich sicher anders“, zog auch Henke Lehren aus der Partie.

So aber hatten seine Jungs nach einer Auszeit dennoch Ballbesitz für die restliche Zeit, doch schoss Voigt zwei Sekunden vor dem Ende von außen hinter das Brett.

Die Verlängerung eröffnete Center Robin Brachhaus mit einem Dreier zum 73:70, Cajus Cramer legte mit zwei Freiwürfen zum 75:70 nach. In der Folge suchten die Gastgeber immer wieder den Weg zum Korb, brachten den SVD in Not. Friedrich und Günther kassierten das fünfte Foul, Jambon und Radegast waren mit vier belastet.

Gut, dass die Werner am Schluss auch an der Linie ihre Sicherheit fanden und die Dortmunder so auf Abstand hielten. Von elf Freiwürfen in der Verlängerung verwandelten sie acht (72,7 %). Zuvor lag die Quote bei gerade einmal 47,8 Prozent (11 von 23).

LippeBaskets: Wiedey (4), Altmeyer (2), Cramer (21/1), Tübel (2), Docenko (4), Pavleski (6), Meinert (10/1), König (20/1), Brachhaus (10/1), Kussel, Keilinghaus, Voigt (6)

Spielfilm: 2:0, 7:7, 11:7, 11:12, 17:14 – 19:16, 23:25, 29:27, 30:30, 36:34 – 39:42, 50:50, 54:53 – 54:58, 67:64, 70:70 – 75:70, 82:78, 85:79

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