SuS Oberaden gegen TuRa Bergkamen im Derby der Favorit

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Vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen kassierte der HC TuRa im Derby gegen Oberaden. Den letzten Punktgewinn gab es im September vergangenen Jahres beim 29:29 am Friedrichsberg (Spielszene mit Damian Nowaczyk und Mats Yannick Roth).

Bergkamen - Den Verbandsliga-Handballern des SuS Oberaden und des HC TuRa Bergkamen ist nach dem Wechsel von der Ruhrgebiets- in die Ostwestfalenstaffel nur eines geblieben: das Derby. So stehen sich am Freitagabend (20 Uhr, Römerberg) die ewigen Rivalen der Stadt wieder gegenüber. Wie immer geht es nicht nur um zwei Punkte sondern auch um das Prestige und die vorübergehende Vorherrschaft im Kreis Unna.

Der Trend lässt auf ein spannendes Spiel hoffen. Sowohl die gastgebenden „Cobras“ als auch der HC TuRa haben ihre letzten Ligaspiele gewonnen. Die Oberadener haben dabei mit den Kantersiegen gegen SpVg. Steinhagen (42:31) und HSG Hüllhorst (34:21) besondere Duftmarken gesetzt können.

Aber auch die Rot-Weißen holten gegen die HSG Altenbeken/Buke (25:22) und HSG Porta Westfalica (24:23) zuletzt wichtige Siege und haben sich im Mittelfeld der Liga stabilisiert.

Ob es für die TuRaner ein Nachteil sein wird, zuletzt spielfrei gehabt zu haben, bleibt abzuwarten. Trainer Thomas Rycharski sieht’s eher anders: „Es kann auch ein Vorteil sein. Wir sind natürlich jetzt ausgeruht und frisch.“

Die jüngere Derbygeschichte spricht für die Gastgeber: Von den letzten fünf Begegnungen entschieden die Grün-Weißen vier für sich. Lediglich die Hinrundenpartie der letzten Saison endete unentschieden (29:29).

Die Vergangenheit interessiert SuS-Spielertrainer Alexandros Katsigiannis vor dem Duell allerdings herzlich wenig. Und auf Bergkamener Seite haben die „Cobras“ mit ihren zuletzt gezeigten Leistungen Eindruck geschunden.

Dass der HC TuRa mit zwei Pleiten in die Spielzeit gestartet ist, spielt derweil für Oberadens Katsigiannis keine große Rolle. Hauptaugenmerk liegt vor allem auf der linken Angriffsseite mit Kapitän Damian Nowaczyk und Shooter Pascal Terbeck, die sich in der Vergangenheit schon einige heiße Duelle mit den Oberadenern lieferten.

Aber auch vor Mittelmann Niklas Domanski, Kreisläufer Philipp Ostermann sowie den jungen aufstrebenden Neuzugängen der Bergkamener sei sein Team gewarnt, versicherte SuS-Spielertrainer Katsigiannis. Sein Gegenüber Thomas Rycharski macht deutlich, dass Oberaden insgesamt sehr gut besetzt ist. Der Rückraum um die Stennei-Brüder, Lauber, Katsigiannis und Fehring habe zuletzt starke Leistungen gezeigt, auch die guten Torhüterleistungen habe er zuletzt registriert, sagt Rycharski.

Personell sieht es auf Oberadener Seite sehr angenehm aus. Die zuletzt fehlenden Linksaußen Thorben Roßfeldt und Co-Trainer Stephan Schichler kehren zurück in den Kader, verletzt ist derzeit niemand beim SuS.

Beim HC TuRa werden weiterhin die verletzten Lukas Altenberg im Rückraum und Kevin Saarbeck am Kreis fehlen. Hinzu kommt Linkshänder Mirko Kauer, der nach einer Operation längerfritig ausfallen wird.

Das sagen die Trainer:

Alexandros Katisgiannis (SuS Oberaden): Wir wollen an unsere guten Leistungen aus den Vorwochen anzuknüpfen. Das Tempospiel, unsere mannschaftliche Geschlossenheit und diese große Lust auf Handball hat uns zuletzt stark gemacht. Bringen wir das auch gegen TuRa auf die Platte, bin ich guter Dinge. Die Zielsetzung in so einem Derby ist doch klar: Wir wollen die Punkte zu Hause behalten und unsere Position in der Liga festigen.“

Thomas Rycharski (TuRa Bergkamen): „Oberaden ist für mich der Favorit. Für mich gehören sie sogar zu den Aufstiegskandidaten. Wenn der SuS wieder eine Serie startet ähnlich wie im letzten Jahr, kann es ganz weit nach oben gehen“, meinte Coach Rycharski. Für das direkte Duell stellte er aber gleichzeitig klar: „Wir fahren an den Römerberg, um etwas mitzunehmen, das ist doch klar. Wir schauen mal, was wir da reißen können.“

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