Nullnummer auf Augenhöhe bringt Herbern nicht voran

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Intensiv war es zwischen dem SV Herbern und Roxel.

Herbern – Der SV Herbern bleibt in der Fußball-Landesliga (4) seit acht Spieltagen ungeschlagen, kommt in der Tabelle dem Spitzenquartett aber nicht unbedingt näher. Bei ungemütlichen Bedingungen kommt das Team von Holger Möllers am Siepen nicht über ein 0:0 gegen den BSV Roxel hinaus.

 Fünf Punkte beträgt der Abstand des Tabellenfünften bis nach vorne zum Werner SC. Allerdings zeigen die Herberner eine prima Leistung, denn sie müssen für den einen Punkt hart arbeiten. Am Ende steht zum dritten Mal in Folge hinten die Null und seit nunmehr 352 Minuten und dem frühen 0:1 gegen Ahaus (3.) hat es beim SVH nicht mehr entscheidend eingeschlagen. 

Zwar holt Torhüter Jens Haarseim gestern den Ball zweimal aus dem Netz, dies aber nach Abseitspositionen der Schützen. „Es war ein intensives, schnelles Spiel mit vielen Zweikämpfen und bis auf die Abseitstore haben wir nicht viel zugelassen“, sagt SVH-Trainer Holger Möllers. Auf der Gegenseite war es nicht anders: „Roxel hat gut gepresst und auch wenig zugelassen. Das war auf Augenhöhe“, sagt Möllers. Und so arbeiten sich der Fünfte und der Sechste der Tabelle auf gutem Niveau weitestgehend im Mittelfeld aneinander ab.

 Die große Chance, dem Spiel die gewünschte Richtung zu geben, haben die Herberner in der 13. Minute nach einem Roxeler Ballverlust im Mittelfeld. Joe Breloh geht über rechts auf und davon und muss in der Mitte nur noch seinen frei mitgelaufenen Kollegen Scholtysik anspielen, trifft aber überhastet nur die Beine des anlaufenenden Innenverteidigers Lasse Saerbeck. „Das hatten wir vorher noch besprochen. Da muss er einfach abwarten, was der Verteidiger macht. Das war viel zu schnell gespielt“, meint Holger Möllers. 

Die nächste sehenswerte Angriffsaktion gibt es erst wieder in der 33. Minute. Nach einer weiten Flanke von Eric Sabe von der rechten Seite versucht sich Whitson Fereira Dos Santos mit einem Fallrückzieher, schießt aber neben das Tor. Nach dem Seitenwechsel kommen die Herberner mit Schwung aus der Kabine, doch es hapert am letzten Pass. Der Druck der Gastgeber wächst und bei einer Ecke von Scholtysik hat Keeper Hunnewinkel Probleme und klärt mit einer Hand. Plötzlich ist auch Roxel im Spiel. 

Pietsch prüft Haarseim mit einer verunglückten Flanke von links, dann köpft Lahav nach einem Eckball einen Meter drüber und schließlich rutscht der Ball auf dem regennassen Geläuf durch auf Kottenstedde. Der taucht frei vor Haarseim auf und umkurvt den Keeper, von hinten aber kommt Julius Höring und läuft den Ball noch ab und rettet (70.). 

Beide Teams tragen das Visier inzwischen offen und die nächste Chance bietet sich wieder dem SVH: Luis Krampe ist frei durch, doch Keeper Hunnewinkel fischt ihm die Kugel vom Fuß. Auf der Gegenseite taucht der eingewechselte Endrit Sojeva frei vor Haarseim auf, stolpert den Ball mit rechts aber links am Pfosten vorbei ins Aus. Dann ist auch Dubicki frei durch, befindet sich aber im Abseits. „Das war am Ende ein Spiel auf des Messers Schneide“, sagt Holger Möllers, „das hätte in beide Richtungen gehen können.“ 

SV Herbern: Haarseim – Just, Richter, Höring, E. Sabe (84. Vogt) – Dubicki, Airton – Krampe (75. Sobbe), Breloh (86. Amoev), Scholtysik (89. Lünemann) – Whitson

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