Nils Venneker fehlt dem SV Herbern zwei Wochen lang im Abstiegskampf

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Nils Venneker (links) fehlt dem SV Herbern zwei Spiele.

HERBERN - Es war ein Wochenende so ganz und gar nicht nach dem Geschmack des SV Herbern.

Auf eigenem Platz eine 0:3-Heimniederlage gegen den Titelanwärter SV Mesum kassiert und durch den Sieg des Konkurrenten Hammer SpVg II beträgt der Abstand zum ersten Abstiegsplatz nur noch einen Punkt. Da auch der bis dahin punktgleiche SV Dorsten-Hardt mit 2:1 gegen Resse gewann, ist der SV Herbern nun das letzte Team über den Strich. „Aber es hat sich im Grunde nichts verändert. Wir müssen nur genauso viele Punkte wie Hamm und Stuckenbusch holen – dann bleiben wir drin“, sagt SVH-Trainer Christian Bentrup.

Nicht nur die verdiente Niederlage trübte die Stimmung ein; auch der Auswahl des Dauer(b)renners Nils Venneker nach einer Notbremse gegen Ganske, die zudem zum 0:2 führte, schlug den Herbernern auf den Magen (77.).

„Noch ärgerlicher als die Rote Karte ist, dass Nils in den kommenden Wochen fehlen wird. Das ist eine unnötige Aktion im Strafraum, weil der Gegner ja so oder so eine Großchance hat“, meint Bentrup. Venneker absolvierte bislang 20 Einsätze und stand 1713 Minuten dabei auf dem Platz – solche Daten weist in dieser Saison keiner seiner Teamkollegen auf.

In den kommenden zwei Spielen bei Preußen Lengerich und daheim gegen Westfalia Gemen muss der Innenverteidiger nun zuschauen. Keine Option für die Position in der Defensive ist der junge Spanier Gonzalo Redondo Conde. Der frühere Seniorenspieler des Bezirksligisten TuS Ascheberg spielt seit der Rückrunde in der A-Jugend des SVH und gab am Sonntag in der Schlussphase sein Senioren-Debüt in Herbern. „Er steckt ja noch mit der A-Jugend im Abstiegskampf“, erklärt Bentrup.

Tim Bröer zurück im Kader

Immerhin ist bereits in der kommenden Woche der für eine Partie nach seinem Handspiel gesperrte Tim Bröer wieder dabei. Vielleicht kommt mit dem schnellen Außenbahnspieler eine Belebung in die Offensive des SVH. Denn der hat erst 26 Tore erzielt – der drittschlechteste Wert der Liga. Bezeichnend ist auch, dass mit Sebastian Schütte (sechs Tore) immer noch ein Spieler die interne Torschützenliste anführt, der seit Dezember wegen einer Verletzung kein Tor mehr erzielt hat. Auch gegen Mesum gab es in den 90 Minuten nur zwei richtig gute Chancen – zumindest am vergangenen Sonntag zu wenig, um etwas Zählbares zu holen.

Leicht wird es am Sonntag beim Tabellenfünfen Preußen Lengerich auch nicht. Nach der 0:1-Niederlage in Gemen geht es für die Münsterländer vermutlich um die letzte Chance, noch ins Aufstiegsrennen eingreifen zu können.

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