Niederlage gegen Wulfen: Für die LippeBaskets wird es enger

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Am Ball vorbeigegriffen: Yannick Brüggemann (links) und seine Teamkollegen verpassten gegen Wulfen einen wichtigen Erfolg im Abstiegskampf. 

Werne - Neun Siege, so hat Trainer Christoph Henke vorgerechnet, benötigen die LippeBaskets, um auch in der kommenden Saison in der 2. Regionalliga zu spielen. Nach der verdienten 83:90-Niederlage gegen den BSV Wulfen bleibt es bei sechs und es sind nur noch fünf Spiele, um dieses Ziel zu erreichen.

2. Regionalliga (2): LippeBaskets Werne - BSV Wulfen 83:90 (23:19, 18:24, 10:17, 32:30). Zumindest ist das Polster der Werner gegenüber Bochum (61:71 gegen Paderborn) weiterhin vier Punkte dick. Im ersten Viertel sieht es noch nach einem Duell auf Augenhöhe aus, wie es Trainer Henke erwartet. 17:17 steht es nach neun Minuten, dann schießt Jan König sein Team mit zwei Freiwürfen, einem Korbleger und einem Dreier auf 23:19 zur ersten kleinen Pause davon. 

Auch im zweiten Viertel sieht es anfangs gut aus für die Werner, die durch einen Dreier von Center Robin Brachhaus in der 17. Minute noch einmal mit 35:33 in Führung gehen. Doch bereits in den Minuten zuvor wird das Spiel der Gäste immer sicherer und vor allem in der Defensive immer gefestigter. Für die Wende sorgt kurz vor dem Seitenwechsel Jonas Kleinert, der acht Punkte in Folge erzielt – darunter zwei Dreier. So geht sein Team mit einer kleinen Führung ins dritte Viertel (42:41). 

Diese bauen Gorontzi und Gashi schnell auf 51:41 aus. Mit ihrer intensiven Defensivarbeit setzen die Gäste die LippeBaskets im Abschluss immer stärker unter Druck – mit dem Resultat, dass der Abschluss immer unpräziser wird. Erst nach viereinhalb Minuten treffen die Werner wieder: König verkürzt von der Freiwurflinie auf 43:51. Auf den ersten Korb aus dem Spiel heraus durch Wiedey zum 47:54 müssen die Heimfans noch einmal fast zwei Minuten warten. 

Dennoch lebt auch in der ersten Phase des Schlussviertels die Hoffnung auf eine Wende. Denn Cajus Cramer, mit 21 Punkten Topscorer des Spiels, verkürzt mit einem Dreier auf 56:64. Aber Wulfens Leitwolf Kreshnik Gashi stellt im Gegenzug trotz Bedrängnis aus der Ecke heraus das Ergebnis auf 56:67 – und wenig später mit einem weiteren Dreier auf 58:72. Wulfen zieht gegen nun desolat auftretende Gastgeber auf 17 Punkte weg (82:65), weil Jonas Kleinert zweimal beim erfolgreichen Korbleger gefoult wird und die Bonuswürfe beide versenkt. 

So ist klar: Vorjahres-Vizemeister Wulfen sichert sich mit dem neunten Saisonsieg vorzeitig den Klassenerhalt. Für die Werner ist es die vierte Niederlage im fünften Spiel seit dem Jahreswechsel. Nächster Gegner ist auswärts der Tabellenzweite SVD 49 Dortmund. In den letzten drei Minuten – da ist das Spiel längst entschieden – kommt noch einmal Bewegung in die Partie. Hin und her geht’s. 18 Punkte gehen bis zur Schlusssirene noch für die Ergebniskosmetik auf das Konto der LippeBaskets, weil die Wulfener ihre Verteidigung einstellen. 

LippeBaskets: Wiedey 4, N. Tilkiaridis 3/1, Cramer 21/2, Leidag 5, Keilinghaus 15, Meinert, König 18/2, Brachhaus 12/1, Barkowski, Brüggemann 4, Küper, Voigt 

Spielfilm: 2:0, 4:9, 11:11, 17:17, 23:19 – 25:28, 35:33, 41:43 – 43:54, 51:60 – 56:64, 58:72, 65:76, 65:82, 71:88, 83:90

Trainerstimmen

Marsha Owusu Gyamfi (BSV): Wir haben heute sehr gut als Team gespielt und haben verdient gewonnen. Wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen und ziemlich gut verteidigt. Das war die beste Defensivleistung der letzten Wochen. Ich freue mich sehr, vor allem für die Spieler. Eine persönlich Anmerkung noch: Ich komme immer wieder sehr gerne hier her und Christoph macht einen tollen Job. Ich hoffe, dass die Werner sportlich in der Liga bleiben und die dafür nötigen Punkte holen.

Christoph Henke (LBW): Das bessere Team hat heute gewonnen. Es war auffällig, dass wir nicht gut waren im Zusammenspiel. Ich hab’s früh gespürt, so richtig gemerkt haben wir das im dritten Viertel, in dem wir nur zehn Punkte gemacht haben. Wir waren als Team nicht gut, Wulfen hat das hervorragend gemacht. Wir ärgern uns über unsere eigene Leistung. In den letzten fünf Saisonspielen müssen wir als Team viel besser auftreten. Entscheidend ist, dass gegen uns 90 stehen. Defensiv müssen wir uns also deutlich steigern. Mich hat das Comeback von Basti (Voigt) gefreut. Wir wollen ihn da hin kriegen, dass er im Saisonendspurt genügend Selbstvertrauen hat und uns helfen kann.

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