Neuer Teilnehmerrekord bei der Winter Bike Trophy beim RSC Werne

+
Mit viel Spaß waren die Teilnehmer der zweiten Etappe der Westfalen Winter Bike Trophy in Werne unterwegs. 

Werne - Ein eisiger Wind fegt über die Hügel, doch trotzdem zog es 1026 sportbegeisterte Mountainbiker nach Werne: Der RSC Werne erlebte im zehnten Jahr der Westfalen Winter Bike Trophy einen neuen Teilnehmerrekord. „Schuld“ ist wohl das trockene Wetter und die neue Anziehungskraft des Sports.

Waren in den vergangenen Jahren mit rund 700 bis 800 Startern auch schon viele Teilnehmer dabei gewesen, legte die Zahl bei diesem Durchgang mit den trockenen Bedingungen noch mal zu. 

Gleichzeitig erwarteten die Teilnehmer in diesem Jahr aber auch neue Strecken. Über 32 oder 53 Kilometer durch den Wald nach Cappenberg und mit der längeren Schleife an Bork und Wethmar vorbei zurück zum Startpunkt am Anne-Frank-Gymnasium in Werne. Und der Kontrollpunkt befand sich diesmal nicht am Sportplatz in Cappenberg, sondern in der Nähe des Schlosses in einer kleinen Gartenanlage. 

Die war zwischenzeitlich gut besucht und platzte fast aus allen Nähten. Klarer Anziehungsmagnet waren heißer Tee und Brühe, sowie das kleine Feuerchen in der Eisenschale, an dem sich so mancher Teilnehmer die Füße wärmen musste. 

Westfalen Winterbike Trophy 2018 RSC Werne

„Die Rückmeldungen, die wir bislang bekommen haben, waren positiv. Es fanden alle sehr gut. Und auch der Kontrollfahrer hat uns keine Mängel gemeldet“, stellte Peter Dercken vom RSC Werne zufrieden fest. Die Verpflegung war für die Fahrer ohnehin gesichert, zurück am Anne-Frank-Gymnasium gab es in der Mensa Erbsensuppe, Kaffee oder Kuchen für die Teilnehmer. 

Ein wichtiger Service war aber wieder genauso heiß begehrt. Vor der Kärcher-Station bildeten sich wieder Schlangen, die Männer im Friesennerz säuberten die verdreckten Räder in Sekundenschnelle, das wollte sich kaum jemand entgehen lassen nach der Tour durch den Matsch – das Anstehen war in der Januar-Sonne erträglich. 

Die Matschspritzer auf Kleidung und im Gesicht blieben auch in diesem Jahr nicht aus, trotz der trockenen Bedingungen. „Es ist einfach eine schöne Veranstaltung hier, diesmal musste man sich aber im Vergleich zur Tour in Capelle nicht so stark konzentrieren“, berichtete ein Teilnehmer, der extra aus Dortmund angereist war und jede Station der Westfalen Winterbike Trophy mitnehmen will. 

Mit zwölf Teilnehmern wurde auch die in diesem Jahr erstmals angebotene geführte Kidstour gut angenommen. Angeführt von Vereinsmitglied Michael Queller machten sich die Kinder auf die 32-Kilometer-Tour durch den Wald nach Cappenberg. „Richtig cool“, lautete der entsprechende Kommentar im Ziel. „Bei der Jugend kommt das Mountainbiken wirklich gut an“, stellte auch Dercken entsprechend den Trend fest. 

Teilnehmerstärkste Gruppe war in diesem Jahr die RSG Warendorf mit 21 Teilnehmern, gefolgt vom RC Sprinter Waltrop mit 16 Teilnehmern und dem SC Capelle und Dicke Scheibe Hohenlimburg mit jeweils 15 Teilnehmern.

Interview mit Peter Dercken (RSC Werne) 

Zwischenzeitlich gab es lange Schlangen an der Anmeldung, überall waren vor der Mensa Mountainbikes verteilt – aufgehangen, eingeschoben oder auf dem Boden. Orgachef Peter Dercken vom RSC Werne sah seinen Verein im Gespräch aber gut gerüstet für den Teilnehmeransturm. Eine andere Sache war für den Verein schon deutlich ärgerlicher.

1026 Teilnehmer bedeuten einen neuen Teilnehmerrekord. Wie war das als Verein zu stemmen? 

Dercken: Nach den Zahlen in Capelle sind wir auch so von 1000 Teilnehmern ausgegangen oder haben zumindest damit kalkuliert. Wir haben das mit 80 Helfern aber gut auffangen können, das ist schon klasse, andere Vereine könnten eine solche Veranstaltung überhaupt nicht stemmen. 

In diesem Jahr gab es neue Strecken für die Teilnehmer, hat alles reibungslos geklappt? 

Dercken: Der Kontrollfahrer hat in puncto Sicherheit und Ausschilderung keine Mängel festgestellt. Für uns war aber an diesem Wochenende sehr ärgerlich, dass wir viele Schilder neu aufhängen mussten. Und es gab in Cappenberg im Wald einige Baumstämme, die auf die Strecke gelegt worden sind.

Die Probleme konnten aber rechtzeitig behoben werden? 

Dercken: Ja, wir haben extra ein Team um Frederik Volmerg, Frank Volmerg und Markus Fleige, die die Strecken vor dem Start nochmal abfahren und kontrollieren. Wir haben am Freitag beschildert und mussten bereits am Samstag im Stadtwald nochmal alles neu beschildern, weil alle Schilder weg waren und am Sonntagmorgen nochmal das gleiche Spiel. Das ist schon sehr ärgerlich und kostet uns natürlich auch ordentlich Geld für die Schilder. 

Ist sowas aus den vergangenen Jahren schon bekannt? 

Dercken: So etwas kennt man von anderen Vereinen und ihren Veranstaltungen auch, dass Schilder verschwinden oder umgedreht werden, dafür gibt es extra die Kontrollteams. Dass jetzt aber an zwei Tagen hintereinander im Stadtwald alle Schilder weg waren, das ist schon auffällig und einfach ärgerlich. Vielleicht müssen wir im nächsten Jahr später beschildern.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare