Ralf Cramer beerbt Carsten Drücker:

Neuer Jugendfußball-Leiter des Werner SC setzt auf Nachhaltigkeit

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Ralf Cramer (links), neuer Jugendfußball-Leiter beim Werner SC, und sein Vorgänger Carsten Drücker.

Werne – Stell dir vor, du bist frisch im neuen Amt – und hast erst einmal nichts zu tun. So ungefähr geht es Ralf Cramer, dem neuen Jugendfußballobmann des Werner SC angesichts der Komplettabsagen des Spiel- und Trainingsbetriebes wegen der Corona-Pandemie.

 „Das muss man so hinnehmen und ist auch vernünftig“, erklärt der 51-Jährige. Der Logistiker bei Ikea denkt als Nachfolger von Carsten Drücker aktuell sowieso lieber darüber nach, wie die Abteilung perspektivisch unter seiner Leitung aufgestellt werden soll. „Ich mache das zum Glück auch nicht alleine“, sagt Cramer, dessen Sohn Beene in der D-Jugend und dessen Tochter Jula bei den B-Mädchen spielen. 

Eigentlich wollte Cramer sich bei den WSC-Altherren einbringen. „Als Carsten gesagt hat, dass die Jugend wichtiger ist, zumal ich ja zwei Kinder dort spielen habe, bin ich ins Grübeln gekommen“, sagt Cramer. Und so entschloss er sich, den Jugendleiter der Nachwuchskicker zu übernehmen. Nun wollte er in einem Gespräch Dirk Röder und Jens Viefhues davon überzeugen, sich statt seiner bei den Altherren zu engagieren: „Sie sagten, dass sie lieber mich in der Jugendarbeit unterstützen. Die Alten Herren bekommen das auch alleine hin. Meine Antwort war: Wie schön ist das denn?“ 

Nun hat sich Cramer, der in seiner aktiven Zeit beim WSC-Vorgängerverein Sportfreunde 67 kickte, anschließend zu GS Cappenberg wechselte und zu den Altherren des Sport Clubs zurückkehrte, einige Ziele gesetzt. „Uns Dreien liegt es extrem am Herzen, dass der Mädchenbereich aufrecht erhalten bleibt“, sagt Cramer. Darüber hinaus soll der Übergang aus der Jugend in den Seniorenbereich mit den zwei Teams in der Landesliga und Kreisliga B „vernünftig hinbekommen“ werden. 

„Wir haben auch mit Stan Overmann (Vorsitzender der Fußballabteilung) und mit Lars Müller (Trainer der Landesliga-Mannschaft) gesprochen, wie wir es schaffen, die jetzige A-Jugend in den Spielbetrieb zu integrieren“, sagt Cramer. Denn gerade nach dem Abitur und durch das Studium würden viele junge Talente verloren gehen. 

Auch sollen die Nachwuchsteams von der A-Jugend bis zu den Minikickern nachhaltig gestärkt werden. „Es geht nicht um den Aufstieg in die Bezirksliga. Wir wollen das Angebot auf unserer Anlage so attraktiv gestalten, dass die Kinder und Jugendlichen Fußball spielen statt andere Dinge zu machen wie etwa auf der Couch Chips essen“, führt der einstige Jugendtrainer des Werner SC aus.

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