RV von Nagel bei der Voltigier-“WM“

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Bei der Westfalenmeisterschaft: Theo Hölscher, das Pferd Don't worry und Ann-Kathrin Henkel.

Herbern - Am Wochenende treffen sich in Herford auf der Anlage des RVF von Lützow die besten Voltigierer aus ganz Westfalen, um ihre neuen Meister zu suchen. Mit dabei sind auch bekannte heimische Gesichter, zum Beispiel aus Herbern mit der dreimaligen Westfalenmeisterin Eva Rotert.

Das Team Herbern 1 des RV von Nagel Herbern ist ein alter Hase bei den Westfalenmeisterschaften der Voltigierer – dennoch ist es für sie in der Besetzung Ann-Kathrin Henkel, Amara Samuel, Eva Rotert, Inga Espeter, Alina Hohenhövel und Johanna Rolf der Saisonhöhepunkt. Seit 2004 ist die Mannschaft konstanter Teilnehmer an dem Wettbewerb und hofft diesmal auf eine vordere Platzierung. Sie sind wieder bei dem Wettbewerb der Voltigiergruppen der Klasse S dabei. Ebenfalls wieder am Start: Longenführer Theo Hölscher und ihr Pferd Don’t worry.

Für sie beginnt der Wettkampf am Samstag um 9 Uhr mit der ersten Wertungsprüfung, der Pflicht. Um 14.30 Uhr folgt am selben Tag noch die Kür. Wenn die Herberner auch unter den sechs besten Teams nach dem ersten Tag landen, sind sie für den Start in der abschließenden Kür am Sonntag um 16.15 Uhr qualifiziert.

Im Einzel treten Eva Rotert, dreimalige Westfalenmeisterin in den Jahren 2009 bis 2011, und Miriam Freund mit dem Pferd Gold-Feuer und Longenführer Theo Hölscher an. Für sie geht es am Samstag um 11 Uhr mit dem Pflichtprogramm los – Rotert als achte Starterin, Freund als Neunte. Um 15.35 Uhr folgt dann die Kür, am Sonntag sind dann noch Technik (11 Uhr) und nochmals eine Kür (15 Uhr) dran. Am Sonntag sind dann auch nur noch die besten Vierzehn der 25 Teilnehmer dabei. Dorthin will es aber auch Eva Rotert schaffen. „Klar ist das nochmal ein Traum Westfalenmeisterin zu werden, aber mit den ganzen Bundeskader-Athleten in Westfalen wird es nicht einfacher. Ein Platz auf dem Treppchen wäre schon schön“, erklärt sie.

Zu diesen Bundeskader-Athleten gehört auch Christine Kuhirt. Die in Werne lebende Top-Voltigiererin geht für den RV Herne an den Start. Doch nicht wie geplant mit ihrem Championatspferd Fuzzy, mit dem sie nach dem Nationenpreis in Verden Ende Juni für die Europameisterschaft der Voltigierer in Aachen Ende August nominiert wurde. Aufgrund der aufgetretenen Pferdeherpes-Fälle im Kreis Herford verbot der Tierarzt des Bundeskaders, Dr. Augusto Fernandez, die Teilnahme der Championatspferde und damit auch die Teilnahme von Kuhirts Toppferd Fuzzy. „Das Risiko ist vier Wochen vor der EM einfach zu groß, es würde die Vorbereitung stören“, zeigte Kuhirt Verständnis für die Entscheidung. Sie wird mit einem anderen Pferd ihres Heimatvereins aus Herne an den Start gehen, die bisherigen zwei Trainingseinheiten waren vielversprechend. „Ansonsten würde ich auch nicht an den Start gehen“, stellt sie klar. Doch so kann sie ihre Abläufe nochmal proben rund einen Monat vor ihrer EM-Premiere in Aachen. Auch ihr lädierter Knöchel behindert sie kaum noch. - lel

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