Nagel-Team bekämpft „Heeren-Phobie“ – TV-Frauen bleiben in Verfolgerrolle

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Marcel Bade erzielte sieben Treffer für den TV Werne.

Werne - Der TV Werne bleibt erster Verfolger des Kreisliga-Spitzenreiters VfL Kamen. Mit zwei Punkten Rückstand wartet die Sieben von Trainer Ingo Nagel weiter auf den ersten Patzer des Tabellenführers. Auch die Bezirksliga-Damen des TV Werne bleiben dem Spitzenreiter auf den Fersen.

Kreisliga (Hellweg), Männer: HC Heeren II – TV Werne 25:29 (13:14). Drei Jahre lang gab es für den TV Werne in Heeren nichts zu holen. Gestern sah es eine Viertelstunde lang danach aus, als würde diese Serie noch länger Bestand haben. „Da hat man gesehen, was eine Heeren-Phobie ausmachen kann“, sah Nagel seine Mannschaft zunächst ganz schwach. Nach sechs Minuten stand es 1:4, nach 18 Minuten sogar 4:10. „Da war die Körpersprache danieder“, bemerkte Nagel. Der Trainer nahm die Auszeit und stellte um, zunächst auf eine 5:1-Deckung, dann auch im Angriff auf 4:2. Die Maßnahmen fruchteten. Unter anderem mit sechs Treffern in Folge schaften die Werner es, bis zur Pause sogar mit 14:13 in Führung zu gehen. David Leidecker als Spitze der 5:1-Verteidigung erhielt vom Trainer nachher ein Sonderlob.

In der zweiten Hälfte verlief die Partie zunächst knapp mit wechselnden Führungen. Der TV hielt in der Schlussphase aber die Konzentration höher als der Gegner. In der 52. Minute beim Stand von 24:22 bauten die Werner den Vorsprung auf vier Tore aus.

TV Werne: Wulfert (1.-15.), Rensmann (15.-60.) – Bade (7/3), Berg (3), Brocke (3), Gröblinghoff (4), Gründken (1), Havers, Jäger (1), Leidecker (3), Müller, Nadrowski (4), Wierling (3)

Bezirksliga 4, Frauen: DJK Oespel-Kley II – TV Werne 24:31 (10:19). Den Sieg gegen den Tabellensechsten errangen die Damen von Trainer Hansjoachim Nickolay gestern weitgehend ungefährdet.

So durchbrachen die Wernerinnen auch zum ersten Mal in dieser Saison die Grenze von 30 erzielten Treffern. „Das hat mich gefreut. Aber Ellena Weißgerber muss jetzt eine Kiste geben“, gewährte Nickolay einen Einblick in die mannschaftlichen Rituale. Weißgerber hatte Tor Nummer 30 erzielt.

Von Beginn an bestimmte der TV das Spiel. Schnell lag Werne mit 10:2 in Führung und gab den großen Vorsprung auch lange Zeit nicht mehr her. „In der ersten Hälfte hat alles geklappt“, erklärte der Trainer, der mit Angriff wie Deckung gleichermaßen zufrieden war. Zur Pause führte seine Manschaft mit 19:10.

Nach dem Wechsel stellte Oespel um. Ellena Weißgerber und Stefanie Goletz mussten sich nun einer doppelten Manndeckung erwehren. Das brachte die Gäste etwas aus dem Rhythmus, so dass sie den Vorsprung nicht weiter ausbauten. „Da hätten wir etwas weniger statisch, etwas schneller spielen müssen“, analysierte Nickolay. Trotzdem verwalteten seine Spielerinnen das Ergebnis. Erst in den letzte zehn Minuten, als Werne beim Stand von 29:18 viel auswechselte, verkürzten die Gastgeberinnen.

TV Werne: Leder – Dröge (7), Goletz (7), Klaes, A. Majchrzak (3), Rosigkeit (4), Siebel, Skaletz (1), Weißgerber (9/4), Wolf, Stengl

Von Thomas Münzer

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