Nachholspiel von Eintracht Werne vor der Spruchkammer

Werne - Die Nachholpartie der Fußball-Kreisliga A1 vom vergangenen Dienstag zwischen BV 09 Hamm und Eintracht Werne (2:0) wird ein Nachspiel vor der Spruchkammer haben. Schiedsrichter Marcel Stöppel hat den Spielbericht dorthin weitergeleitet. Grund: Sein Disput mit dem Werner Trainer Jörg Fiebig.

Der Hintergrund: Der Schiedsrichter hatte während der Partie auf der gegenüber liegenden Seite zur Eintracht-Bank Ärger mit einem Zuschauer und diesen deshalb des Platzes verwiesen.

Nach Spielende ließ Stöppel den Werner Trainer zu sich in die Kabine bitten und habe ihn, Fiebig, nach dem Namen des Zuschauers gefragt. „Weiß ich nicht, habe ich ihm gesagt. Und dann meinte er, man habe ihm gesagt, der (Zuschauer) heiße auch Fiebig“, sagt Jörg Fiebig. Noch einmal habe der Schiedsrichter gefragt, wer das gewesen sei, und erneut ein „Weiß ich nicht“ als Antwort erhalten.

 „Und dann sagt er mir, wenn ich ihm den Namen nicht sage, dann trägt er mich in den Spielbericht ein“, erzählt Jörg Fiebig, und: „Okay, habe ich gesagt, wenn sie das für richtig halten, tun sie das. Ich habe nichts gemacht. Dann sehen wir uns eben vor der Spruchkammer wieder.“

Im Spielbericht habe schließlich gestanden, er habe den Schiedsrichter angeschrien. „Stimmt nicht“, sagt der Eintracht-Trainer, „ich bin lauter geworden, ja, aber angeschrien habe ich ihn nicht.“ Für Jörg Fiebig ist das Verhalten Stöppels schlichtweg auch eine Erpressung, um an den Namen des Zuschauers zu kommen.

Wichtigere Dinge hätten statt dessen im Spielbericht gefehlt, sagt Fiebig: „Zum Beispiel die fünf oder sechs Gelben Karten. Die hat er gar nicht eingetragen, obwohl die wichtig sind.“ Schließlich wird dadurch die Gelbsperren-Statistik verfälscht. Außerdem hatten beide Mannschaften je drei Spieler eingewechselt, jeweils zwei Wechsel sind aber nur im Spielbericht festgehalten.

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