Nach toller Vorbereitung folgt für den SV Herbern gegen Borken der Realitätscheck

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Oscar Franco Cabrera (rechts) steigt am Abend erstmals nach seiner Rückkehr nach Herbern wieder ins Training ein.

Herbern – Eine Vorbereitung mit einem herausragenden Ergebnis zum Abschluss in der Generalprobe mit dem 6:1-Erfolg beim Westfalenligisten SuS Neuenkirchen geht am Sonntag beim SV Herbern mit dem Landesliga-Meisterschaftsspiel gegen die SG Borken zu Ende.

Damit steigt auch die Anspannung und es folgt der Realitätscheck, was die guten Ergebnisse wert sind. „Man weiß ja nicht so richtig, wo man steht. Wir wollen aber unser Spiel durchziehen und erstmal ergebnisorientiert spielen“, sagt  Holger Möllers als Trainer des fünftplatzierten SV Herbern, der nach seinem angekündigten Aufhören nach der laufenden Saison letztmals die Blau-Gelben für die kommenden Aufgaben präpariert hatte.

 Das heißt, dass sein Team frühzeitig den Gegner unter Druck setzen will wie schon in der Vorbereitung gegen Kaiserau nach der Pause und in Neuenkirchen praktiziert, um so zu schnellen Ballgewinnen zu kommen. Einer, der als „Ball-Staubsauger“ in der Vorbereitung im zentralen defensiven Mittelfeld diesbezüglich auch Maßstäbe gesetzt hat, ist Johannes Richter.

 Im Vergleich zum 2:2 im Hinspiel Ende August vergangenen Jahres sieht Möllers sein Team „einen Schritt weiter“. Am 3. Spieltag war für die Gastgeber Bastian Bone mit beiden Toren der bestimmende Spieler – der Torjäger hat dabei zehn der 20 Saisontore für Borken erzielt.

Zunächst "Larifari" im Training am Dienstag

 „Wir wollen die Borkener soweit wie möglich von unserem Tor weg halten. Dann kommt auch Bone nicht in die Situationen, in denen er gefährlich werden kann“, erklärt Möllers. Der Coach hat zudem unter der Woche im Training versucht, sein Team auf eine höhere Intensität und Körperlichkeit im kommenden Meisterschaftsspiel im Vergleich zu den Tests vorzubereiten. „Dabei fing es am Dienstag im Training mit Larifari nach dem Neuenkirchen-Spiel an. Da musste ich erst einmal dazwischen gehen“, berichtet Möllers. 

Auch in personeller Sicht hat sich Vergleich zum Hinspiel einiges getan. Neu dabei ist Angreifer Julian Trapp, der mit fünf Toren aus den jüngsten beiden Tests in toller Verfassung ist und dem komplett in der Vorbereitung fehlenden Top-Angreifer Whitson vergessen gemacht hat. 

Der mit sieben Toren beste Herberner Angreifer hat sich für den 24. Februar nun einen Rückflug aus Brasilien reserviert und hofft aber darauf, einen günstigen früheren Flug zu bekommen. Ausfallen wird mit Luis Krampe ein weiterer Offensivspieler mit bislang sechs Saisontreffern, der mit einen Muskelfaserriss vier bis sechs Wochen pausieren muss.

 „Wir haben aber einen breiten Kader“, sagt Holger Möllers. Zudem fehlt der Langzeitverletzte Michael Schulte sowie Dominick Lünemann mit wieder aufgetretenen Problemen im Hüftbeuger. Der routinierte Abwehrspieler Dennis Idczak ist zudem im Urlaub. 

Erstmals mit der Mannschaft  wird am Abend Spanien-Rückkehrer Oscar Franco Cabrera trainieren. „Er hat zwar bis vor zwei Wochen dort noch in der Liga gespielt und ist fit. Er wird wahrscheinlich mit auf der Bank sitzen, aber mehr kann ich den anderen gegenüber nicht rechtfertigen, die die gesamte Vorbereitung mitgemacht haben“, erklärt Möllers.

 Seit Dienstag ist zudem mit Ahmed Schett ein weiterer Rückkehrer im Training. Der Mittelfeldspieler hatte zuletzt etwa ein Jahr lang in den Vereinigten Staaten studiert. „Er muss sich aber erst einmal ganz hinten anstellen. Ich denke, dass dauert noch acht Wochen, bis er wieder fit ist – und dann muss er erst einmal jemanden aus der Startelf verdrängen“, relativiert Möllers.

Im Tor stehen wird zudem Leo Fenker, der als Stand by-Torwart in der gesamten Vorbereitung die verletzten Jens Haarseim und Sven Freitag ersetzte. Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasenplatz Siepenweg

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