Werner erfolgreich in der „ADAC Rallye Trophy“

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Rafael Klein und sein BMW 325i. Beide sind 25 Jahre alt.

WERNE - Wenn Rafael Klein aus Werne mit seinem alten BMW 325i (Baujahr 1989) samt Startnummer durch die Lippestadt fährt, gibt es nicht selten verwunderte Blicke.

„Sicherlich fragen sich einige, warum so ein lautes und buntes Auto durch Werne fährt“, meint der 25 Jahre alte Industriemeister.

Mit seinem Gefährt, einem sogenannten Youngtimer, nimmt er in diesem Jahr erstmals an einer „ADAC Rallye Trophy“ teil. Und das sehr erfolgreich. Vor der letzten Rallye Köln-Ahrweiler liegt der Werner auf dem fünften Platz. „Das ist besser als ich gedacht habe. Vielleicht gelingt mir am Wochenende sogar noch der Sprung auf Platz vier“, sagt Rafael Klein. Dabei muss aber auch die Technik mitspielen. Und natürlich auch sein Fahrkönnen, denn jeder kleinste Fehler führt bei den anspruchsvollen Teilprüfungen zum Ausfall. „Es wird wieder ein Ritt auf der Rasierklinge“, scherzt er.

Rafael Klein fährt keine Rennen. Bei der Youngtimer Rallye Trophy fahren die rund 90 Teilnehmer viele Kilometer durch den „normalen“ Straßenverkehr. Erst bei den 13 Teilprüfungen, die sich bei Köln-Ahrweiler über 140 Kilometer erstrecken, wird es ernst und die Stoppuhr kommt ins Spiel. Dann wird auf abgesperrten Wald- und Feldwegen um die Wette gerast, Rundkurse in Industriegebieten absolviert, Serpentinen gemeistert oder – wie zum Abschluss der Rallyeserie in der Eifel – über die Nordschleife des Nürbürgrings in Gegenrichtung „gebrettert“. Klein weiß: „Dann zählt’s!“

Angefangen hat er im Alter von 16 Jahren mit Autocross – unter anderem auch bei den Rennen in Herbern. Er landete einige Klassensiege und vordere Platzierungen. „Irgendwann habe ich dann eine neue Herausforderung gesucht, diese und vor allem einen Sponsor für die Rallyeserie gefunden“, berichtet Klein, der zunächst als Beifahrer seines Cousins hinein- schnupperte und seit 2013 selbst am Steuer die ersten Erfahrungen sammelte.

„Mein Ziel, in diesem Jahr vorne mitzufahren, habe ich erreicht“, so der Rallye-Fahrer weiter. Seinen ersten Klassensieg auf neuem Terrain hat er längst eingeheimst, obwohl sein Fahrzeug denen der Kontrahenten eigentlich unterlegen ist. „Mein Auto hat 180 PS, die der anderen Teilnehmer meistens mehr als 230“, erklärt Rafael Klein.

Seinen weißen Youngtimer hat er als normales „Basismodell“ erworben, anschließend nach und nach zu einem Rallyefahrzeug umgebaut sowie fortlaufend verbessert. „Auch die Ratschläge der anderen Fahrer helfen“, berichtet er von einer guten Atmosphäre unter den Teilnehmern.

Bei der Rallye Köln-Ahrweiler hofft er, am Sonntag bei der Siegerehrung weit vorne zu landen. Dann ist die Saison abgeschlossen, die kalte Jahreszeit rückt näher. „Winterzeit ist Schrauberzeit“, sagt Rafael Klein, der seinen BMW dann schon für die neue Serie im Jahr 2015 vorbereiten wird.

„Ich will in dieser Klasse bleiben, da ich mich fahrerisch noch verbessern kann“, sagt der Fahrer aus Werne. So wird man auch in Zukunft das bunte und laute Auto durch die Lippestadt fahren sehen. Und das nicht nur aus eigenem Antrieb. Klein: „Ein Dankeschön an Helfer, Unterstützer und Sponsoren hat hoffentlich auch Platz in dem Bericht...“ - awa

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