Holger Möllers geht in sein letztes Derby "ohne Wehmut"

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Holger Möllers steht am Sonntag vor seinem vorerst letzten Derby.

Herbern - Für Holger Möllers, Trainer des SV Herbern, wird das Derby gegen den Werner SC am 20. Spieltag das vorerst letzte sein, da er am Saisonende den SVH verlassen wird.

Wehmut befällt ihn aber nicht, auch wenn er sagt, dass Duelle mit dem Sport Club immer ganz besondere sind.  

„Neiiin, pfff ... Das ist bei mir komplett außen vor. Das beschäftigt mich nicht. Von den Jungs soll auch keiner kommen und sagen: Der Sieg ist für den Trainer... Es geht dabei nicht um mich. Die spielen in erster Linie mal für sich“, sagt Holger Möllers mit anfänglichem Zögern.

 Und sollte es mit einem Erfolg im Landesliga-Derby am Sonntag gegen den WSC nicht klappen: „Die Welt geht für mich persönlich davon auch nicht unter.“ 

„Trotzdem“, sagt der SVH-Trainer, „ist es ein besonderes Spiel, alleine durch die räumliche Nähe. Und ich habe noch vor Augen, wie wir uns im Hinspiel präsentiert haben. Das schleppe ich seit einem halben Jahr mit mir herum.“ 

Das 3:1 (2:0) im vergangenen September im Lindert vor 850 Zuschauern spiegelt den damaligen Leistungsstand. Der WSC verteidigte mit dem fünften Sieg im fünften Spiel die Tabellenführung, der SVH belegte nach einer Runderneuerung im vergangenen Sommer mit nur einem Erfolg Rang elf in der Tabelle. Die Wende kam für Möllers mit der „fünften Jahreszeit“ in Werne.

"Da muss irgendetwas in ihrem Bier gewesen sein"

 „Seit Sim Jü haben die Werner kein Spiel mehr gewonnen und wir keines mehr verloren“, weiß der SVH-Trainer und legt nach: „Da muss bei den Jungs irgendwas im Bier gewesen sein...“ 

So erklärt sich auch, dass der SVH als Fünfter nun einen Platz vor dem Derbykonkurrenten platziert ist. Das sein Werner Trainerkollege Lars Müller den SV Herbern in einem WA-Beitrag zu den Kandidaten auf den Westfalenliga-Aufstieg zählt, nimmt Möllers gelassen: „Ich denke, dass er damit eher seine Spieler motivieren will.“ 

So ganz abwegig erscheint das Szenario aber auch dem SVH-Trainer nicht: „Wir müssen nicht, aber wir würden uns nicht dagegen wehren“, sagt er. Wichtig für ihn: „In den vergangenen Jahren sind wir auch immer gut gestartet, dann hatte ich immer das Gefühl, dass eine gewisse Selbstzufriedenheit bei uns eintritt. Daraus haben wir gelernt – und das ist bei uns jetzt nicht mehr der Fall.“

Das ist eine Ansage an die Mitbewerber, ebenso wie die Erkenntnis, sein Team sei „bockstark“. Der SVH strotzt momentan vor Selbstvertrauen. Für Möllers ist das Derby nicht Bestandteil eines richtungsweisenden Dreier-Pakets mit den direkt folgenden Spielen gegen Spitzenreiter Westfalia Kinderhaus und dem Tabellendritten SV Mesum. 

„Wir konzentrieren uns ausschließlich auf das Derby“, sagt er, „dann erst schauen wir auf Kinderhaus.“ Ein Dreier gegen den Sport Club würde aber eine neue Ausgangsposition schaffen. Möllers: „Sollten wir gegen Werne gewinnen, dann haben die einen ganz anderen Druck. Kinderhaus muss aufsteigen.“

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