Oberadens Spielertrainer Mats Yannick Roth: "Entscheidung nicht in Frage gestellt"

Oberadens Spielertrainer Mats-Yannick Roth

Auch die heimischen Handballer kapitulieren vor dem Coronavirus. Die Saison ist ausgesetzt und wird eventuell ganz abgebrochen. Unsere Sportredaktion sucht in der unfreiwilligen wie unumgänglichen Pause den Draht zu den Protagonisten. Heute im Gespräch: Mats-Yannick Roth, Spielertrainer des Verbandsligisten SuS Oberaden.

Herr Roth, wie haben Sie mit ihrer Mannschaft die Unterbrechung aufgenommen? 

Wir bedauern es sehr, dass wir unserem Hobby, in das wir so viel Zeit und Leidenschaft investieren, erst einmal nicht mehr nachgehen können. Die Richtigkeit dieser Entscheidung wird dabei überhaupt nicht infrage gestellt. 

In der Verbandsliga lief es zuletzt ziemlich durchwachsen. Platz neun mit 16:22 Punkten lautete die Bilanz nach 19 Spielen als Oberliga-Absteiger. Wie bewerten Sie die Saison 2019/2020? 

Der reine Blick auf die Tabelle stimmt niemanden bei uns zufrieden. Es müssen aber die Umstände berücksichtigt werden, die nun einmal nicht wegzudiskutieren sind. Als Oberliga-Absteiger haben uns fünf Spieler verlassen bei nur einem Neuzugang und wir müssen beruflich bedingt häufig auf drei, vier Stammspieler verzichten. Eine geregelte Vorbereitung auf die Spiele war in vielen Fällen nur schwer möglich, so dass mich einige Resultate noch positiv überrascht haben. 

Welche Entwicklungen haben Sie im Laufe der Saison ausgemacht? 

Es rücken bei uns viele Spieler in den Fokus, die im Jahr zuvor vielleicht noch nicht so im Mittelpunkt standen und nun viel mehr gefordert sind. Dass so ein Prozess nicht ohne Rückschläge vor sich geht, war uns klar. Zum anderen haben wir unser Spiel als Mannschaft etwas verändert. In den Spielen, in denen wir erfolgreich waren, haben wir von unserer Disziplin und der richtigen Balance gelebt. Es geht bei uns nur im Kollektiv, weil mit Ausnahmen die großen Einzelkönner fehlen. 

Klassenerhalt wohl trotz Abbruchs wegen Coronavirus

Wie sollte es weitergehen? Bei einem Saisonabbruch bliebe der SuS wohl in der Liga...

Ich bin mir sicher, dass wir auf sportlichem Wege den Klassenerhalt in der Verbandsliga schaffen. Von daher hoffe ich darauf, dass es irgendwie weitergeht. Alleine, weil ich Lust auf ein paar Spiele mit den Jungs habe. 

Was war in der Saison 2019/2020 das beste Erlebnis mit ihrer Mannschaft?

Der Sieg in Riemke war besonders wichtig für uns. Nach toller erster Halbzeit haben wir frühzeitig zwei Rote Karten gesehen und mussten uns mit acht Mann durchbeißen. Am Ende hat es zu einem 30:29 gereicht und wir waren alle total erleichtert. 

Auf einer Skala von 1 bis 10:

Wie bewerten Sie die bislang gespielte Saison? Mit einer 4.

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