Trainingslager eines C-Ligisten

Marokko war für den SV Stockum II eine Reise wert

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Erinnerungsfoto: Die Reserveteams der AS Sané und des SV Stockum II vor dem Vergleich im Stade Boubker Ammar.

Stockum/Rabat - Als C-Kreisligist in der Winterpause ein Trainingslager im Ausland abhalten – was viele für eine Schnapsidee halten mögen, war für Zakaria Slimani, Trainer des SV Stockum II, ein voller Erfolg.

Vier Tage lang trainierten er und seine Mannschaft in Marroko, genossen aber auch die Kultur und das Land. „Es war ziemlich gut und hat wirklich viel Spaß gemacht“, bekräftigte auch der Geschäftsführer des SV Stockum, Yassine Najih, der ebenfalls auf der Reise in die marrokanische Hauptstadt Rabat mit dabei war. 

Auf dem Programm stand unter anderem das Testspiel gegen eine Mannschaft des marokkanischen Klubs AS Salé, der in der 2. Liga (Botola 2) aktuell auf Platz sieben liegt. Gespielt wurde am Freitag gegen die Reserve des Vereins, der – 1928 gegründet – auf eine lange Tradition zurückblickt und in der Liga auf deutschem Oberliga-Niveau kickt. 

„Die Jungs haben ein wirklich gutes Spiel gemacht. Man hat gemerkt, dass jeder noch ein einmal eine Schüppe draufgelegt hat“, lobt Trainer Slimani, der mit dem Team am Morgen noch ein Training absolviert hatte. Letztendlich verlor das Team mit 1:4, für einen C-Ligisten ist das jedoch ein achtbares Ergebnis.

 Gespielt wurde im Stade Boubker Ammar, das ein Fassungsvermögen von 10 000 Zuschauern hat. Mit organisiert hat das Slimanis Schwiegervater. Doch bei der Reise stand nicht nur der Fußball im Fokus. Salé ist eine Nachbarstadt der Hauptstadt Rabat, getrennt sind beide durch einen Fluss. 

Trainer Zakaria Slimani gibt Anweisungen

Für die Stockumer Truppe ging es am Samstag bei ausnahmsweise sonnigem Wetter und angenehmen 18 Grad dann noch mit Holzbooten über den Fluss zurück nach Rabat. „Wir haben uns auch noch Moscheen angeschaut, die eine schöne Architektur hatten. Da waren einige schon sehr beeindruckt“, beschreibt Slimani. 

Auch Casablanca wurde besichtigt und ebenso der Besuch eines Hammam am Abend hinterließ nachhaltigen Eindruck, denn für viele aus der „Multi-Kulti“-Mannschaft des SV Stockum war es der erste Besuch in der marrokanischen Kultur. 

Freundschaftliches Abklatschen vor dem Spiel.

„Man hat einfach gemerkt, dass die Reise uns zusammengeschweißt hat. Ich hab deutlich erkannt, dass wir eine charakterstarke Truppe haben, in der es keine Grüppchen gibt. Das ist ein wichtiger Baustein für unseren Erfolg“, schwärmt Slimani, der bekräftigt, dass die Mannschaft weiter das Ziel habe, in die B-Kreisliga aufzusteigen. 

Natürlich fänden nun Gespräche statt, wie es mit der ersten Mannschaft weiter gehe, aber die Reserve werde dabei nicht aus dem Blick verloren.

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