Marie Ligges sitzt den Etablierten im Nacken

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Mit einer tollen Runde im Großen Preis von Münster haben Marie Ligges und Cassandra L den Grundstein für ihren Start in der Dortmunder Westfalenhalle gelegt.

Herbern - Die nächste Generation steht bei den Springreitern in den Startlöcher und wartet auf ihre Chance. So auch am kommenden Wochenende in der Dortmunder Westfalenhalle, wo die hoffnungsvollen Talente nicht nur im European Youngster Cup antreten werden.

Sie nehmen auch das Duell mit den Etablierten auf – wie zum Beispiel Marie Ligges aus Herbern.

Die junge Generation ist qualitativ super aufgestellt und erobert in beachtlicher Zahl die Westfalenhallen. Jeder kann jeden übertrumpfen. Niklas Krieg aus Villingen zum Beispiel ist der Shooting Star der Szene nach seinem Sensationssieg im Leipziger Weltcupspringen.

Krieg ist ebenso ein Kandidat für Siege und Platzierungen im Preis von Nordrhein-Westfalen, im Championat von Dortmund und im Großen Preis der Bundesrepublik wie zum Beispiel auch Gerrit Nieberg (Münster), der Deutsche Meister Dennis Nielsen oder eben Marie Ligges, die mit ihren gerade einmal 16 Jahren zu den jüngsten Teilnehmern des CSI3*-Turniers zählt und erstmals um Weltranglistenpunkte reiten wird.

Auch die ausländische Konkurrenz bringt etliche talentierte Nachwuchssportler an den Start und hat zweifelsohne mehr als nur einen Trumpf auf der Hand. Die erst 18-jährige Millie Allen vertritt Großbritannien in den Dortmunder Westfalenhallen, Lisa Nooren ist für die Niederlande am Start und der junge Ire Jonathan Gordon wird sich im Parcours ebenfalls nichts nehmen lassen.

Als jüngster Teilnehmer im internationalen Starterfeld wird der erst 15-jährige Bayer Tim Hartlaub in der großen Tour auf Angriff gehen. Er feierte schon mit 13 Jahren den Sieg im Preis der Besten. Marie Ligges hatte sich beim Januar-Turnier in Münster in die Herzen der Fans geritten. Da absolvierte sie im Großen Preis mit Cassandra ihr erstes S-Springen auf Viersterne-Niveau und überzeugte dabei mit einer super sicheren und stilistisch blitzsauberen Runde. Nur ein schnöder Zeitfehler verhinderte den Einzug in das Stechen.

Bestätigt haben die 16-jährige Gymnasiastin und ihre 12-jährige Schimmelstute die Leistungen bei den Löwen Classics in Braunschweig. Dort qualifizierten sie sich in dem von Hans Günter Winkler initiierten Bundes-Nachwuchschampionat für das Finale mit Pferdewechsel und belegten den dritten Platz.

Es ist schon lange kein Selbstgänger mehr, dass die Routiniers wie der Ire Cameron Hanley, der Mannschafts-Weltmeister Gerco Schröder (Niederlande) oder der Weltklassereiter Gert-Jan Bruggink (Niederlande) die großen internationalen Prüfungen gewinnen. Die nächste Generation trifft auf die etablierten Stars.

Dabei profitieren die jungen Nachwuchskräfte von der aktuellen Entwicklung im Springsport und der immer stärkeren Globalisierung. Die Anzahl der Startplätze wäre für sie in Dortmund zum Beispiel ungleich enger begrenzt gewesen, gäbe es da nicht die großen Vier- und Fünfsterne-Konkurrenzen in Doha und Wellington. Namen wie Beerbaum, Deußer, Kutscher oder Ahlmann sucht man in den Startlisten des Dortmunder Turniers vergebens.

Aber auch unter sich wird die neue Generation bleiben, denn Dortmund ist Station des EY-Cup 2016 für die Reitergeneration U25, dessen Finale in Salzburg ausgetragen wird. Auch hier fallen die Namen Krieg, Nieberg, Ligges oder Reinacher, wenn es um die Punkte für diese U25-Serie geht.

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