Marco Kutscher siegt im Großen Preis von Lenklar

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Marco Kutscher mit Casallvano

Werne - Premiere bei der Erstauflage: Marco Kutscher aus Riesenbeck siegte mit Casallvano im erstmals in Lenklar ausgetragenen schweren Vier-Sterne-Springen im Stechen. Der Lohn neben einem maßgefertigten Sattel waren 12 500 Euro. Der Zweitplatzierte Felix Haßmann (Lienen), der mit Cayenne 58 Hundertstel langsamer war, erhielt noch 7 500 Euro Preisgeld.

Vor Tausenden Zuschauern bei strahlendem Sonnenschein erreichten sechs Reiterpaare das Stechen bei dem mit 40 000 höchstdotierten nationalen Preis der diesjährigen Freiluftsaison. Parcoursbauer Rainer Evelt aus Werne hatte 13 Hindernisse mit 16 Sprüngen mit einer Höhe bis 1,55 Meter für den Umlauf für die 42 gestarteten Reiterpaare aufgebaut. 

„Zwei mehr hätten es im Stechen sein können“, sagte er vor der Entscheiduhng. Dort waren drei Amazonen und drei Reiter vertreten. Leonie Jonigkeit (Thüdinghausen), die als fünfte im Umlauf den ersten fehlerfreien Ritt hinlegte, hatte als erste Starterin einen Abwurf. Es folgte der zweifache Mannschafts-Europameister und Einzel-Europameister von 2005 Marco Kutscher und der legte auf einer schnellen Runde über neun Hindernisse 47,10 Sekunden vor. 

Seine Führung geriet gleich beim nächsten Reiter Felix Haßmann in Gefahr, der als „Schimmelreiter“ auf Cayenne aber etwas langsamer war. Fehlerfrei blieb auch Gerrit Nieberg mit Contagio, war allerdings deutlich langsamer. Die beiden abschließenden Frauen im Stechen, die Schwedin Nicole Persson als häufiger Gast beim Grand Prix in Werne und die 19-jährige Ilena Kilian aus Hessen – leisteten sich allerdings Abwürfe.

 So galt der verdiente Sieger-Applaus Kutscher als zweifachem Bronzemedaillen-Gewinner bei Olympia 2004 in Athen. Dabei hatte der Routinier Casallvano erst vor ein paar Wochen von Holger Wulschner übernommen. “Ich bin stolz mich hier das erste Mal in die Siegerliste eintragen zu können. Ich bin den Tag ganz entspannt angegangen, habe noch mit der Familie gefrühstückt und bin dann nach Werne gefahren“, sagte Kutscher, einer der besten Reiter der Welt, bei der Siegerehrung, und richtete noch ein paar Worte an die Gastgeber: „Ein Riesendank geht auch an die Familie Gripshöver. Man sieht es an den vielen Zuschauern, dass es den Leuten hier gefällt. Das ist nicht überall so. Wir Reiter kennen die familiäre Atmosphäre und das viele Herzblut, was hier einfließt“. 

Lutz Gripshöver verzichtet auf einen Start

Gastgeber Lutz Gripshöver verzichtete hingegen auf einen Start – wie alle anderen Werner oder Herberner Reiter auch. „Dafür muss man den Kopf frei haben“, begründete der frühere Nationenpreisreiter sein Verzicht. Als Gastgeber habe er halt viel um die Ohren. 

39.Lenklarer Reitertage - Marco Kutscher siegt im Großen Preis

Unter den 42 Startern scheiterten auch der Vorjahressieger Jens Baackmann (Albachten) mit seinem Paradepferd Carmen, der dreifache Springderby-Sieger Toni Haßmann und Johannes Ehning. Die Zeitvorgabe wurde nach drei Reitern von 81 auf 83 Sekunden heraufgesetzt, dennoch verpassten Andre Schulze Niehues (Warendorf) mit Fitch und Niels Kersten (Albersloh) mit Checker das Stechen.

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