TV-Männer mit weiteren Schritt in Richtung Aufstieg – Pleite für die Frauen

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Die Werner Kreisliga-Männer fertigten den „Verfolger“ Handball Hamm IV deutlich ab.

Werne - Die Kreisliga-Männer des TV Werne haben im Spitzenspiel einen großen Schritt in Richtung Bezirksliga gemacht, die Bezirksliga-Frauen des TVW .

Kreisliga Hellweg, Männer: TV Werne – Handball Hamm IV 44:16 (20:6). Das Duell des Zweiten mit dem Vierten war eine überraschend klare Angelegenheit.

Dabei war die Partie auch für den Gast im Kampf um weitere Aufstiegsplätze hinter dem So-gut-wie-Meister VfL Kamen wichtig. Nun haben die Werner diesen Verfolger aber um sechs Punkte abgehängt.

„Das war ein erster Schritt in Richtung Aufstieg“, meinte TV-Trainer Ingo Nagel, der nun „volle Konzentration auf die nächste Woche und das Spiel in Ahlen“ einfordert. Denn da treffen die Werner auf die Dritte der Ahlener SG; die auf Rang drei der Tabelle liegt. Ein Sieg dort, und die Werner können endgültig die Aufstiegsfeier planen – auch, weil der TV „noch ein Pfund in der Hinterhand hat“, wie Nagel sagt. Denn: „Alle, gegen die wir spielen, müssen eine Woche später gegen Kamen ran.“ Und der Spitzenreiter wird sich auf dem Weg zur Meisterschaft keine Blöße mehr geben, gewann auch das Derby gegen TuS Westfalia am Samstag mit 35:15.

Die Werner deklassierten derweil ihren Gast, weil sie einerseits sehr stark aufspielten, andererseits die Hammer aber auch erschreckend schwach waren. Es war mehr als nur ein Klassenunterschied, der sich auf der Platte bereits früh abzeichnete. Am Ende hätte es für die SG-Vierte eine noch deutlichere Pleite geben können, „wenn man bedenkt, dass wir noch 17 Fahrkarten geschossen haben“, wie Trainer Ingo Nagel vorrechnet.

Er freute sich, „dass bei uns so gut wie alles funktioniert hat.“ Bis zum 5:3 (8.) war die Partie noch offen, dann fanden die Gäste gegen die starke Abwehr der Werner und deren schnelle Gegenstöße kein Mittel mehr. Auch eine Manndeckung gegen Ende der ersten Halbzeit gegen Lutz Wierling half da nicht mehr weiter. Im Gegenteil: „Dadurch hatten wir deutlich mehr Platz“, meinte Nagel.

Nur anfangs der zweiten Halbzeit zeigten die Gäste noch einmal etwas Gegenwehr. Doch mit jeder kleinen Serie der Gastgeber schwand der Widerstand ein bisschen mehr, während die Werner nicht nachgelassen haben. Ingo Nagel: „Wir haben uns über die gewundert, haben in der Halbzeit noch darüber gesprochen und gesagt: Wer darum bettelt, der soll es auch bekommen.“

TV Werne: Wulfert, Rensmann – Brocke 4, Gröblinghoff 9, Gründken 1, Havers 1, Jäger 10/6, Leidecker 2, Müller 7, Nadrowski 3, Thiemann 1, Wierling 7

Bezirksliga 4, Frauen: ÖSG Viktoria Dortmund – TV Werne 21:20 (13:9). Eine bittere Niederlage gab’s für die Frauen des TV Werne beim Vorletzten in Dortmund – es war das dritte sieglose Spiel in Folge für den Tabellenzweiten.

Nach einem ziemlich frühen Rückstand ging die Mannschaft nach einer Viertelstunde in Führung. Doch ab dem 8:8 in der 23. Minute ging es aber bergab. Trainer Hansjoachim Nickolay sah eine müde und unkonzentrierte Leistung seines Teams.

Sieg in Schlussphase vergeben

Direkt nach der Halbzeit kassierten sie ein weiteres Tor zum 9:14. Erst ab der 44. Minute wachten die Werner auf – sie kamen immer näher an die Dortmunder ran, bis es kurz vor Schluss schließlich 20:19 stand.

Die Werner hatten die große Chance einen späten Ausgleich zu erzielen, doch der Ball prallte zweimal vom Innenpfosten ab und landete nach Kontakt mit dem Rücken des gegnerischen Torwarts schließlich im Aus.

Nickolay bemängelte gestern vor allem die Leistung des Schiedsrichters. „Die Zeitstrafen waren einfach komplett ungerechtfertigt.“ Ein Lichtblick sei aber die zuletzt kämpferische Leistung des Teams gewesen.

Besonders hervor stach dabei Mara Lambert, die zwei bedeutende Tore erzielte. Dem nächsten Spiel gegen den Aufsteiger und aktuellen Tabellenführer HVE Villigst-Ergste sieht er hoffnungsvoll entgegen. „Ich hoffe, die haben sich dann genug ausgetobt.“

TV Werne: Dietz – Dröge (3), Goletz (8), Lambert (2), Klaes, A. Majchrzak, Rosigkeit, Skaletz (3), Weißgerber (3), Stengl

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