Sommerturnier des RV St. Georg Werne:

Lutz Gripshöver gewinnt Moormann-Preis vor Oliver Schaal

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Ein Prosit auf den Sieger: Lutz Gripshöver, Andreas Trouvain und Barbara Moormann.

Werne – Besser hätten die sowieso schon schönen Tage beim Sommerturnier des RV St. Georg Werne nicht enden können: Lokalmatador Lutz Gripshöver holt sich mit Bordeaux den Sieg im schweren Springen um den Moormann-Preis. Das Stechen vor gut 2000 Zuschauern: schnell und spannend.

440 Meter Bahnlänge bei einem Grundtempo von 350 Meter pro Minute, zwölf Hindernisse mit 15 Sprüngen und einer Höhe von bis zu 1,40 Meter – für das Einsterne-Springen der schweren Klasse um den Moormann-Preis hatte Parcourschef Rainer Evelt wieder fair, aber selektiv gebaut. 

54 Pferde sind genannt, im Umlauf bleiben 39 nicht fehlerfrei – darunter auch so bekannte Paare wie Max Nieberg mit Nabab de Revel, sein Bruder Gerrit mit Centucky oder Nachwuchs-Europameister Philipp Schulze Topphoff mit Cooper. 15 schaffen es schließlich in das Stechen, darunter Westfalenmeister Mario Maintz (Bösensell) mit zwei Pferden, und auch Marie Liges gelingt es, sich mit zwei Pferden zu qualifizieren.

 In dem auf 320 Meter verkürzten Stechparcours erweist sich zum Auftakt der Werne-Steilsprung mit dem Alten Rathaus und dem Sim-Jü-Riesenrad als Klippe, obwohl alle dieses Hindernis bereits um Umlauf von der anderen Seite als Oxer überwinden müssen. Für Marie Ligges und Capalo als drittes Paar ist es unüberwindbar. Der 8-jährige Hengst ist auch im dritten Anlauf nicht gewillt, seiner Reiterin zu folgen – das Aus. 

Als siebter Reiter legt schließlich Oliver Schaal die Messlatte höher. Mit seinem erst 9-jährigen Holsteiner Calvin ist er der erste Nuller – und in 37,11 Sekunden auch sauschnell unterwegs. Anschließend muss Stephan Naber am Einsprung der Kombination einen Fehler hinnehmen, bevor Lutz Gripshöver mit dem Balous-Bellini-Sohn Bordeaux Schaals Kampfansage annimmt: „Ich wollte das Springen unbedingt gewinnen“, meint Gripshöver – und zeigt das gleich in der ersten langen Galopptour zu Hindernis zwei. Am Ende ist er noch einmal 66 Hundertstel schneller als Schaal.

 Auch für Marie Ligges gibt es ein Happy End. Mit dem erst 7-jährigen Corcovado L, gezogen von Cornet Obolensky aus einer Cayetano L-Mutter, belegt sie fehlerfrei Platz vier. „Papas Lieblingspferd und meine Zukunftshoffnung“, sagt sie über den sprunggewaltigen Braunen. Allerdings ist das keine Liebe auf den ersten Blick gewesen, denn: „Am Anfang mochte ich ihn nicht so, denn er ist schon ein bisschen speziell. Aber inzwischen haben wir gut zueinander gefunden.“ 

Für Oliver Schaal ist Werne übrigens die überaus geglückte Generalprobe für das anstehende internationale Turnier auf Gut Ising am Chiemsee. Dort geht es für ihn auch um Weltranglistenpunkte.

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