Bei der WM: Lutz Gripshöver Fünfter, Birkenheier und Wacker bei Jungen Reitern platziert

Zweimal „schnellste Vierer“ und auch im Zeitspringen schnell unterwegs: Lutz Gripshöver und der 14-jährige Holsteiner Quidam.

Werne -  Die Werner Springreiter sind bei den westfälischen Meisterschaften in Steinhagen ohne Medaille geblieben – und nur einer war am Ende durchweg zufrieden: Lutz Gripshöver. Der 27-malige Nationenpreisreiter, der erst im April nach 3-jähriger Turnierpause sein Comeback gegeben hatte, belegte mit dem 14-jährigen Holsteiner Quidam den fünften Platz.

„Ich habe ein Pferd, mit dem es sehr viel Spaß macht und mit dem ich voll mitreiten kann“, freute sich der 45-jährige, der den Wallach seit dem Weggang von Chefbereiter Oliver Schaal übernommen hat. Letztlich kosteten drei leichte Springfehler eine Medaille: Am Freitag holte Gripshöver sich im Zeitspringen vier Strafsekunden, weil Quidam am letzten Hindernis vor das Holz trat. Statt Platz zwei stand Rang zwölf zu Buche. In der zweiten Wertung war er mit einem Klotz als Zwölfter „schnellster Vierer“ und hatte als Gesamt-Elfter nach zwei Prüfungen die Top 10 im Visier.

Westfälische Meisterschaft im Springreiten Steinhagen

Es kam besser: Im Finale am Sonntag belegte er Platz fünf – wieder als „schnellster Vierer“ mit einem Abwurf in der 2-fachen Kombination auf der letzten Linie. „Der war so überflüssig wie der am Freitag“, meinte Gripshöver, aber auch: „Das Pferd lief einfach gut. Gott sei Dank war das Springen auch schwer genug. Quidam mag es, wenn es etwas höher ist – und es sind weniger Nuller.“

So gab es noch ein ordentliches Taschengeld für Platz fünf in diesem S***-Springen sowie Platz fünf im Gesamtranking. Zweimal das eine Zentimeterchen höher – es hätte gar zu Gold gereicht. Dieses holte sich Martin Finke (Milte-Sassenberg) mit Corona vor dem Siegerpaar des Großen Preises von Lenklar im April, Toni Haßmann mit Bien-Aimee De La Lion.

Kathrin Wacker hatte die Chance, das Turnier mit einem Erfolg abzuschließen, doch im zweiten Umlauf des Finales leistete sie sich mit Viola einen Fehler am letzten Sprung. Damit verpasste sie Rang zwei hinter Westfalenmeister Lars Volmer (Legden) und wurde in diesem S*-Springen Sechste vor ihrem Vereinskollegen Viktor Birkenheier, der mit Wannabe im zweiten Umlauf fehlerfrei blieb und Siebter wurde.

„Ich hab’ mich über diesen Fehler unglaublich geärgert“, meinte Wacker, und: „Das Glück war sowieso nicht auf meiner Seite.“ Das zeigte sich schon am Freitag beim Zeitspringen. „Das war der Umgewöhnung auf den Boden geschuldet“, meinte die Reiterin, die mit ihrer 10-jährigen Westfalenstute am Samstag drei Springfehler hatte. „Meine Fehler, da bin ich einfach sch.... geritten“, meinte sie.

Auch bei den Junioren war es nicht das Turnier der heimischen Teilnehmer. Johanna Schulze Thier (Herbern) trat am Samstag bereits nicht mehr an, und für Chiara Herzing-Mecke (Werne) war der erste Auftritt auf dem ungewohnten Grasgeläuf nach Wochen guter Ergebnisse mit Platz 38 im Endklassement eher frustrierend.

„Ich hab’ einen Lauf...“, resignierte Johanna Schulze Thier nach dem Zeitspringen am Freitag. Platz 38 gab’s mit der 7-jährigen Coloona und bei einem Steher mit der um ein Jahr älteren Corloona hob es sie vor einem Steilsprung aus dem Sattel. Passiert ist gottlob nichts.

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