Ludger Beerbaum: Werne vor Augen, Rio im Blick

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Ludger Beerbaum, hier am Mittwoch bei der Olympia-Pressekonferenz in Warendorf, hat ein klares Ziel für diese Saison: Die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro.

Werne - Das Ziel heißt Start bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro, doch bis zu dem Saison-Höhepunkt steht auch für Ludger Beerbaum in der nun beginnenden Grünen Saison die normale Arbeit an.

Und in diesem Rahmen wird der mehrfache Olympiasieger, Welt- und Europameister Anfang kommender Woche mit mehreren jungen Pferden aus Riesenbeck nach Werne reisen, um diese bei den 36. Lenklarer Reitertagen an den Sport zu gewöhnen und sie zu präsentieren. Und auch für das Haupt-Wochenende hat der 52-Jährige angekündigt, auf den Hof Gripshöver zu kommen.

Mit Chiara oder Casello?

Ob er dann sein Spitzenpferd Chiara oder seine Neuerwerbung Casello dabei hat, ließ Beerbaum am Rande einer Pressekonferenz des Deutschen Olympischen Komitees für Reiterei (DOKR) in Warendorf offen.

„Chiara ist die klare Nummer eins“, sagt Beerbaum, wenn es darum geht, für die Olympischen Spiele im August nominiert zu werden. Der im Dezember vom Schweden Douglas Lindelöw gekaufte Casello ist für Beerbaum ein Backup, falls sich Chiara im Saisonverlauf verletzen sollte.

Hoffen auf den 7. Start bei den Olympischen Spielen

Es wäre die siebte Teilnahme bei Olympischen Spielen für Beerbaum, der erstmals 1988 in Seoul startete. Der Weltranglisten-13. musste vor vier Jahren auf eine Teilnahme an den Spielen in London verzichten, da sein damaliges Top-Pferd Gotha komplett außer Form war.

Nun gilt es für den vierfachen Goldmedaillen-Gewinnen, sich über gute Leistungen für den Saison-Höhepunkt zu präsentieren.

Nominierung erfolgt nach dem CHIO in Aachen

Die Nominierung der vier Springreiter für die Mannschaft (plus eines Ersatzreiters) erfolgt unmittelbar nach Beendigung des CHIO in Aachen am 17. Juli, das als hochkarätiges Turnier ebenfalls eine wichtige Rolle für die Kaderauswahl spielt und eine letzte Formüberprüfung ist.

Bis dahin stehen als wichtige Stationen das Hamburger Derby Anfang Mai und die Deutschen Meisterschaften in Balve Anfang Juni an; dazu kommen die Stationen der Global Champions Tour.

Ansonsten gibt Spring-Bundestrainer Otto Becker mit Blick auf die Reiterspiele im Olympic Equestrian Centre in Deodoro seinen Reitern aus dem A- und B-Kader einen abgestimmten und individuell gestalteten Saisonplan mit auf dem Weg, „damit alle nach Möglichkeit zum Saisonhöhepunkt ihre beste Form haben. Dahin ist es ein langer Weg“, so Becker.

Das bedeutet für Beerbaum auch, dass er alleine im Mai bei drei Nationenpreisen starten wird.

Der Erfolgsreiter hat in diesem Rahmen für sich entschieden, auf einen Start in der neuen Turnierserie Global Champions League zu verzichten. Denn an diesem internationalen Mannschafts-Wettbewerb müsste er 15-mal dabei sein – ein durchaus zeitaufwändiges Programm mit den Anreisen zu den weltweiten Stationen.

Wie Beerbaum seine Chance auf eine Teilnahme in Rio sieht? „Wo ich im August sein werde, dass ist mir im Moment ein bisschen viel herum orakeln“, meint er. Denn parallel zu den Spielen in Rio wird auf seiner Anlage in Riesenbeck im August erstmals eine Deutsche Jugendmeisterschaft ausgerichtet.

Nun steht aber erst einmal Lenklar an, denn auch in einem olympischen Jahr geht die Arbeit mit den Nachwuchspferden natürlich weiter.

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