Louisa Völz holt einzigen Sieg für Werner Tennisnachwuchs

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Louisa Völz steigerte sich im Finale gegen Anna Beßer aus Bönen und holte den Turniersieg im Match-Tiebreak.

WERNE - Mit Louisa Völz hat bei der dritten Auflage des Pfingstturniers von Blau-Werne an der Pagensstraße eine Spielerin des Gastgebervereins BW Werne nach einem harten Kampf das U12-Finale gewonnen. Ansonsten gingen die insgesamt elf Werner Starter leer aus – das war aber weitgehend so zu erwarten.

An drei Tagen wurden auf den zehn Plätzen die Sieger des Ranglistenturniers in den Altersklassen U12 bis U21 bei den Jungen und Mädchen ermittelt. 96 Spieler gingen in den neun Altersklassen an den Start. Dabei absolvierten sie 81 Partien.

„Wir haben tolle Spiele gesehen“, war der BW-Vorsitzende Jörg Bretschneider mit dem Turnierverlauf sehr zufrieden.

Die größten Titelchancen hatten die Gastgeber bei den U12-Mädchen – hier waren drei Spielerinnen dabei, die mit der Mannschaft im Vorjahr Westfalenmeister wurden. Und letztlich lag auch Louisa Völz vorne.

Im Viertelfinale scheiterte allerdings zunächst ihre Vereinskameradin Helin Keskin nach ihrem Erstrundensieg knapp gegen Kienle aus Dortmund. Hingegen setzten sich sowohl Louisa Völz als auch Amelie Korte (ebenfalls BW Werne) jeweils in zwei Sätzen gegen die Wenzel-Schwestern Emilia und Victoria durch.

Im Halbfinale trafen schließlich in einer Neuauflage des Finales um den Bezirkspokal von vor einer Woche (das wurde ebenfalls an der Pagensstraße ausgetragen) Korte und Völz aufeinander. Völz musste in der Vorwoche noch krankheitsbedingt aufgeben. Diesmal siegte sie aber mit 6:3 und 6:0, wobei sie im ersten Satz auf großem Widerstand stieß.

Im Finale am Pfingstmontag wartete schließlich Anna Beßer von Rot-Weiß Bönen. Beide kennen sich von verschiedenen Turnieren und Louisa fand im ersten Satz nicht ins Spiel. Sie lag nach langen Ballwechseln 0:3 zurück und verlor letztlich 4:6. Auch im zweiten Durchgang lag die BW-Vertreterin schon 0:2 hinten, ehe sich sich in die Partie reinbiss und schließlich ihr bestes Tennis zeigte. Der Durchgang ging mit 7:5 an Völz.

Im Match-Tiebreak spielte die an Nummer zwei gesetzte Völz weiter gut und siegte klar mit 10:6.

Auch Katharina Marek vom Lokalrivalen Werner TC waren gute Chancen auf den Turniersieg eingeräumt worden – war sie doch die Nummer eins der Setzliste bei den U14-Mädchen.

Die im vergangenen Jahr an einer langwierigen Knieverletzung laborierende Marek unterlag im Halbfinale der späteren Siegerin Paulina Loipfinger (BW Bottrop) nach einem klaren Auftaktsieg in zwei engen Sätzen (4:6 und 4:6). Für alle anderen Werner Spieler war bereits im Achtel- oder Viertelfinale Schluss.

Hochklassigen Sport boten die ältesten Konkurrenzen. Bei den U21-Männern siegte bereits am Sonntag der an Nummer zwei gesetzte Top-Favorit Fynn Künkler – der auch ein wenig von der Absage der Nummer eins Haase (TTC Bielefeld) profitierte.

Der 14-Jährige vom TC SuS Bielefeld ließ erst im Viertelfinale Jannik Isfort (GW Mesum) beim 6:3, 6:1 keine Chance, um auch im Halbfinale Moritz Erpel (TC im TuS Brakel) beim 6:1 und 6:3 nicht ins Spiel kommen zu lassen. Noch einseitiger war das Finale gegen Maximilian Grundmann (Lüdenscheid), der mit 6:2 und 6:0 in die Schranken gewiesen wurde.

Für Künkler ging es gestern bei der Deutschen Juniorenmeisterschaft in Ludwigshafen weiter, bei denen er noch im U14-Bereich spielen darf.

Unerklärlich war für die Turnierorganisatoren um Jugendwartin Iris Schindelbauer und ihre Mitstreiterin Katrin Gößl, warum die Nennungszahl von 150 im Vorjahr um mehr als ein Drittel auf 96 zurück ging. „Das war aber wohl eine allgemeine Tendenz bei den Turnieren an Pfingsten. Das teilte mit jedenfalls der Westdeutsche Tennisverband so mit“, sagte Schindelbauer.

Wegen der für Montag eher ungünstigen Wetterprognose forcierten die Turnierveranstalter an den ersten beiden Tagen das Programm auf den zehn Plätzen an der Anlage. „Wir haben das Programm durchgezogen und wollten uns nicht vom Wetter abhängi machen. Und der sonnige Pfingstsonntag war dabei fast wie ein Urlaubstag, den die Zuschauer auch auf Liegestühlen genießen konnten. Zudem war es durch das reduzierte Programm für uns auch etwas lockerer“, erklärte Iris Schindelbauer.

Und fest steht schon jetzt: 2016 soll die 4. Auflage beim BW Werne starten. „Das war die richtige Entscheidung, dass Turnier zu uns zu holen. Der Antrag für das kommende Jahr ist gestellt“, sagte der Vereinschef Jörg Bretschneider. Und er hofft, dass dann wieder mehr Aktive den Weg an die Pagensstraße finden werden. - fraz

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