Nach Halbfinal-Drama:

Louisa Völz gewinnt das Pfingstturnier des TC Blau-Weiß Werne

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Louisa Völz, Siegerin im Pfingstturnier des TC Blau-Weiß

Werne - Louisa Völz, das 15-jährige Tennistalent aus Werne, hat den Heimvorteil genutzt und die Frauenkonkurrenz beim 7. Pfingstturnier ihres Heimatvereins TC Blau-Weiß Werne gewonnen – dies mit 7:5 und 6:0 im Finale gegen Tabea Dembeck (Bielefeld) und mit einer unglaublichen Willensleistung.

13 harte Tage lagen hinter Louisa Völz, bevor sie gestern zum Halbfinale des Ranglistenturniers angetreten ist. Zehn Einzel und sechs Doppel hatte sie in dieser Zeit absolviert, gewann dabei Einzel- und Doppeltitel bei den westfälischen Meisterschaften der U16-Juniorinnen und schied bei der „Deutschen“ nach einem einem Drei-Stunden-Marathon unglücklich in der zweiten Runde aus. 

Nun traf sie in der Vorschlussrunde auf die ebenfalls erst 15-jährige Leonie Möller von Vorwärts Nordhorn, an Position sieben gesetzt und – wie Völz – mit einer bis dahin makellosen Turnierbilanz. Beide schenkten sich nichts und das Spiel hatte die Klasse, um ein vorweg genommenes Endspiel zu sein. Möller wirkte insgesamt etwas stabiler, brachte jeden Ball zurück. 

So lag Louisa Völz mit 2:6, 2:5 zurück und hatte zwei Matchbälle gegen sich. Schon da waren zwei Stunden gespielt und für Louisa eigentlich der Zeitpunkt gekommen, sich gedanklich aus dem Turnier zu verabschieden. Aber aufgeben? Keine Option für sie. Plötzlich war ihr Spiel mutig und fehlerfrei – und wenig später hieß es nur noch 4:5. 

Das Momentum war auf ihrer Seite, Möller sichtlich geschockt. Völz brachte danach ihren Aufschlag durch und nahm Möller deren Service zu null ab – schon war der Satzausgleich hergestellt. Die Nordhornerin schaffte es nicht mehr, Völz noch einmal zu fordern und so siegte die 190. der deutschen Frauen-Rangliste, in diesem Turnier an Position drei gesetzt, im dritten Satz mit 6:0. 

Das Finale gegen Tabea Dembeck hatte schließlich nicht mehr die Klasse dieser Halbfinal-Begegnung, denn Louisa Völz und ihre Gegnerin waren bei drückender Schwüle einfach platt. Auch Dembeck hatte zuvor eine harte Dreisatz-Rallye durchzustehen, bevor sie sich mit 6:4, 2:6 und 6:3 gegen Melanie Großeastroth (DTB 351) vom TC Stukenbrock durchgesetzt hatte – als Favoritin aus dem unteren Tableau. 

Es war nur noch eine Frage des Willens – und den größeren besaß Lousia Völz. Für sie lief es im Finale zunächst nach Plan, denn bei 4:2-Führung besaß sie zwei Spielbälle zum 5:2. Aber statt dessen nahm Dembeck wenig später Louisa Völz ein Aufschlagspiel ab und führte mit 5:4. Da wiederum schaffte die Wernerin das Re-Break, führte kurz darauf mit 6:5, nahm Dembeck deren Aufschlagspiel zu null ab und sicherte sich den ersten Satz. Beide quälten sich in der Folge von Spiel zu Spiel – Louisa Völz dabei ein kleines bisschen mehr. Ihrem Spiel hatte Dembeck, die am Ende Krämpfe in der Schlaghand hatte, nichts mehr entgegen zu setzen, so dass das 6:0 nun doch für ein schnelles Ende sorgte.

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