Für die Position des Spielmachers:

LippeBaskets Werne verpflichten Kanadier Jordan Rose

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Trainer Christoph Henke präsentiert Neuzugang Jordan Rose.

Werne - „Eine entspanntere Saison als die letzten beiden“, wünscht sich Christoph Henke, Trainer der LippeBaskets, nach zwei Jahren des (erfolgreich gemeisterten) Abstiegskampfes für die Spielzeit 18/19 in der 2. Basketball-Regionalliga.

Mit der Verpflichtung der Bochumer Nils Rospek und Leif Brüggendieck für die großen Positionen haben die Werner vor zwei Wochen den ersten Schritt in diese Richtung gemacht. 

Nun melden sie einen Kracher-Zugang, mit dem der Wunsch des Coaches endgültig in Erfüllung gehen dürfte. Es ist: Jordan Rose vom direkten Konkurrenten TSV 1860 Hagen, in der abgelaufenen Spielzeit der wohl überragende Mann in der Liga.

 „Mit ihm sind wir jetzt gut aufgestellt und werden weiter an Stabilität gewinnen“, sagt Jens König, sportlicher Leiter bei den LippeBaskets. Der Kanadier ist nicht nur treffsicher und enorm schnell, er spielt auch eine gute Verteidigung. Und, sagt Jens König, er sei kein Selbstdarsteller: „Er hält sich angenehm zurück.“ 

Rose ist bei den Wernern für die Rolle des Point Guard vorgesehen. Dies aus gutem Grund. Nach dem Wechsel von Jan König in die zweite Mannschaft stehen nur noch zwei Aufbauspieler zur Verfügung: Mit Basti Voigt ein junger und mit Niko Tilkiaridis sogar ein blutjunger, der noch bei den U18-Junioren spielen darf. Eine Alternative wäre auf eiser Positionen auch Lukas Wiedey, aber er ist ebenfalls gerade 19 Jahre alt. „Denen hätte dann die gesamte Saison über dann auch nichts passieren dürfen“, sagt König vor allem mit Blick auf Voigt, der in der vergangenen Saison länger verletzt war. „Und“, weiß König, „Niko muss da ja auch erst noch reinwachsen.“ 

Durch diese Neuverpflichtung werde der Verein auch nicht von seiner Losung „built not bought“ abweichen, sagt König. Das Gegenteil sei der Fall. „In den vergangenen Jahren war zu viel Druck da, der unsere Jungs in ihrer Entwicklung gehemmt hat. Der ist jetzt weg und macht es leichter und sie können sich neben ihm besser entfalten.“ Außerdem soll Jordan Rosse stark in die Jugendarbeit der LippeBaskets eingebunden werden. 

Die Initiative für ein Engagement in Werne sei von dem 31-jährigen Kanadier ausgegangen. „Wir haben nicht um ihn gebuhlt“, sagt Jens König. Rose habe sich über Roland Leidag, der Werne aus Studiengründen Richtung Karlsruhe verlassen hatte, mit Trainer Christoph Henke in Verbindung gesetzt. „Ich kenne die Spieler aus der Liga und mich begeistert die Atmosphäre in der Halle und die Fans.“ Alle 14 Tage ein Spiel vor vollem Haus, das ist in der Liga nicht alltäglich. Seit vier Jahren ist der Mann aus Toronto in Deutschland und nun nach Matt Curtis der zweite Kanadier in der Geschichte des Werner Basketballs. 

„Die Gegend hier ist meine zweite Heimat geworden, ich fühle mich sehr wohl“, sagt Rose. Vor seiner Zeit beim TSV 1860 Hagen, den er für eine Saison in Richtung HammStars verlassen hatte, spielte er unter anderem High-School-Basketball für Notre Dame und in semiprofessionellen Ligen für Teams in Montreal und Ottawa. Seine Qualitäten zeigte er dem Werner Publikum bereits in der vergangenen Saison. „Im Heimspiel hat er gegen uns 33 Punkte gemacht“, erinnert sich Jens König. 

 Bis zum 6. August ist noch trainingsfrei, dann geht es in den heißen Teil der Vorbereitung. Darin bestreiten die LippeBaskets ein Vorbereitungsturnier in Ibbenbüren (25./26. August) sowie einen Test am 1. September daheim gegen die TG Düsseldorf aus der Nordrhein-Liga. Es folgt am 12. September das Pokalspiel gegen Herford. 

Die offizielle Eröffnung findet am Samstag, 15. September, statt – dies mit der Präsentation der Jugendteams, mit einer Neuauflage des Legenden-Spiels und mit der Partie von Henkes Team gegen die Red Devils Bramsche aus der niedersächsischen Regionalliga. Das Ziel für die Saison ist auch schon ausgegeben: „Jetzt wollen wir unter die ersten Sechs“, sagt Christoph Henke.

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