LippeBaskets verlieren knapp gegen Waltrop

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Lukas Mersch, abgeschirmt von Brüggemann (neben dem Ex-Werner Heptner), zieht energisch zum Korb.

Werne - Dejan Petrov und der GV Waltrop überraschen weiter die Konkurrenz in der 2. Regionalliga. Auch bei den LippeBaskets setzt sich die Mannschaft des früheren Werner Trainers mit 78:77 (38:36) durch – und das, nachdem sie nur 24 Stunden vorher das Kräfte zehrende Nachholspiel gegen Bielefeld mit 72:70 durch einen Tip in von Thiemo Heptner in letzter Sekunde gewonnen hat.

Den entscheidenden Korb vor 300 Zuschauern in der Ballspielhalle erzielt Schmüdderich 2,5 Sekunden vor der Schlusssirene.

Während die Gastgeber den zweiten Tabellenplatz abtreten müssen, blüht in Waltrop die Hoffnung auf den Klassenerhalt. Nachdem Petrov das Team übernommen hat, gab’s in sechs Spielen vier Siege. Auch in Werne ist nicht zu spüren, dass ein Abstiegskandidat auf dem Feld steht. Petrov hat es geschafft, dem Team neues Leben einzuhauchen.

Trotz der Belastung des Vorabends legen die Gäste, angeführt vom starken Routinier Stefan Fürst, mit Volldampf los und führen nach zwei Dreiern ihres Anführers nach sechs Minuten mit 14:6. Wenig später beträgt der Vorsprung bereits elf Punkte (21:10) und die LippeBaskets haben große Probleme ins Spiel zu kommen.

 Mit Beginn des zweiten Viertels führt Waltrop nach zwei Freiwürfen von Salin mit 27:12. Erst danach wird’s besser bei den Gastgebern, die mit zwei kleinen Serien bis zur Pause auf zwei Punkte verkürzen. Mit Beginn des dritten Viertels gleicht Meinert zum 38:38 aus, doch die Wende will nicht gelingen - auch nicht, als Jordan Rose kurzzeitig heiß läuft und mit neun Punkten in Serie aus dem 45:53-Rückstand eine 54:53-Führung macht. 

Mit Beginn des Schlussviertels scheint sich das Spiel zu drehen und Waltrop muss – zumindest auf den ersten Blick – dem Kraftakt am Vorabend Tribut zollen. Brüggemann unter dem Korb, Meinert mit zwei Freiwürfen und Cramer mit einem Dreier bringen die Gastgeber mit 63:57 in Führung. Doch die Waltroper sind nicht klein zu kriegen und es entwickelt sich eine intensive Schlussphase, die alle Zuschauer von den Sitzen holt. 

Die Waltroper gehen ihrerseits wieder mit acht Punkten in Führung (72:64) und liegen auch 2:07 Minuten vor dem Ende, als Rose sein fünftes Foul kassiert, mit drei Punkten vorne (74:71). Doch Meinert gleicht mit seinem dritten Dreier in diesem Spiel zum 74:74 aus. Unentschieden (76:76) steht es auch genau 21,5 Sekunden vor dem Ende - bei 20 Sekunden Ballbesitzzeit für die Werner. 12,9 Sekunden vor dem Ende gibt’s ein Foul von Fürst an Meinert und von den beiden Freiwürfen verwandelt der Kapitän nur einen. Im Gegenzug trifft Schmüdderich 2,9 Sekunden vor dem Ende aus dem Halbfeld zum Endstand. Die LippeBaskets schaffen es nicht, ihren letzten Angriff sauber auszuspielen: Meinerts Notwurf geht ins Leere.

Es sagten:

Dejan Petrov (Waltrop): Wir sind wieder da. Es war das sechste Spiel unter meiner Leitung und alle waren denkbar knapp und hart erarbeitet. Die Belastung mit Freitag-Samstag ist ein bisschen bekannt, weil wir freitags trainieren. Aber das Spiel gegen Bielefeld war unheimlich hart. Das geht auch an die Nerven und ist schwierig für den Kopf. Aber das Team ist super homogen. Man muss sie spielen lassen. Freude, Lust, Kampf, alles ist bei ihnen zu spüren. Und das Schöne: Ich habe im Moment in jedem Spiel neun Helden. 

Christoph Henke (Werne): Glückwunsch an Waltrop zu zwei Siegen innerhalb von 24 Stunden. Waltrop 2019 ist ein anderes Team als es die Tabelle vermuten lässt. Es war ein sehr enges Spiel. Ich denke, der Schlüssel zum Sieg war für Waltrop das gute erste Viertel. Ich bin trotzdem nicht enttäuscht. Im Gegenteil. In einer schwierigen Phase, als Jordan gerade mit dem fünften Foul raus war, haben die Jungs aus einem Rückstand wieder eine Führung gemacht. Den letzten Angriff haben wir sicher nicht perfekt ausgespielt.

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