91:81 vor 600 Fans gegen Barop – LippeBaskets steigen auf

+
LippeBaskets-Kapitän frederic Meinert (10) und Kpllegen bejubeln Meisterschaft und Aufstieg nach dem 91:81 gegen Barop.

Werne - Die LippeBaskets Werne spielen in der kommenden Saison in der 2. Regionalliga. Vor 600 Zuschauern besiegt das Team von Christoph Henke in einem mitreißenden Oberliga-Finale den TVE Barop mit 91:81 (25:19, 18:28, 28:18, 20:16).

Die Entscheidung über eine gesamte Saison fällt am Abend in der proppevollen Ballspielhalle erst in der letzten 60 Sekunden, in denen Sebastian Voigt zum Spielgewinner für die Gastgeber wird. Unfassbar: Beide Mannschaften treffen 29 Mal von jenseits der Dreierlinie: Werne mit 18 Würfen, Barop mit elf.

Es ist für das Heimpublikum Usus, so lange stehen zu bleiben, bis der erste Korb für die eigene Mannschaft fällt. Dieses Mal brauchen sie Stehvermögen. Erst nach knapp zwei Minuten trifft Frederic Meinert mit einem Freiwurf. Doch da steht es schon 0:6.

Barop lebt auch in der Folge zunächst von den Fehlern der Werner. Voigt verkürzt mit dem ersten Dreier auf 5:8, doch ein Ballverlust von Cramer und zwei Einwürfe von Meinert zum Gegner verhelfen dem mit hohem Druck verteidigenden Gast zur Zehn-Punkte-Führung (Becker, 5.).

Christoph Henke nimmt beim 5:15-Spielstand eine Auszeit, bringt Jan König für Niklas Keilinghaus – und eröffnet damit das Spektakel. Gegen die starke Baroper Defense geht es über die Flügel: Mit Dreiern von Cramer, König und Meinert verkürzen die Gastgeber binnen kürzester Zeit auf 14:7, und als erneut König zum 17:17 ausgleicht, gibt’s auf den Rängen kein Halten mehr.

Als Cajus Cramer kurz darauf von Grote gefoult wird, verwandelt er einen von zwei Freiwürfen zur ersten Werner Führung (18:17).

Jan König dreht danach weiter das große Rad, trifft nun auch mit Zug zum Korb (20:17) und wird kurz darauf von Becker bei einem Dreier-Versuch gefoult. Die drei Freiwürfe versenkt er zum 23:17.

Mit dem 25:17 durch Lukas Wiedey ist die Aufholjagd nach einem begeisternden 20:2-Run beendet.

Das 25:19 für Barop mit der Schlusssirene des ersten Viertels ist ein klitzekleiner Stimmungskiller. Und als Popovic nach wenigen Minuten im zweiten Viertel mit einem Not-Dreier sein Team erneut in Führung bringt (25:26), geht’s hin und her. Wieder halten sich die Gastgeber mit Dreiern im Spiel. Meinert trifft zum 32:30 und 35:34, Barop geht danach auf 37:45 davon. Und – wie auch sonst – mit Dreiern verkürzen Keilinghaus und Brachhaus auf 43:47 zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel geht der Weitschuss-Wahnsinn ungebremst weiter. Fünf davon fliegen in kürzester Zeit durch die Reuse, den letzten davon verwandelt Niklas Keilinghaus zum 52:55-Anschluss.

Klar, dass auch der 57:57-Ausgleich von Meinert wieder einem Dreier entspringt. Das Publikum ist inzwischen schier aus dem Häuschen. Meinert trifft zum 59:57, wird dabei gefoult und verwandelt auch den Bonus-Freiwurf zum 60:57.

Es geht weiter – natürlich mit Dreipunkt-Treffern von Becker zum 60:60 und König zum 63:60. Werne bleibt in Führung und das 69:64 entspringt – wie auch sonst – wieder einem Dreier von König. Cajus Cramer, zuvor in einigen Situationen sehr unglücklich, sorgt schließlich mit einem Korbleger dafür, dass sein Team mit sechs Punkten Vorsprung (71:65) in das Schlussviertel geht.

22 Sekunden sind darin gespielt, da zieht Cajus Cramer zum Korb, zieht das vierte Foul von Wiethhaup und trifft zum 73:65. Meinert schießt den nächsten Dreier zum 76:67 rein.

LippeBaskets gewinnen 91 : 81 gegen TVE Barop

Gut sieben Minuten sind da noch zu spielen und natürlich nichts entschieden. So langsam wird’s ein Nervenspiel. Barop-Regisseur Popovic vergibt zwei Freiwürfe, im Gegenzug trifft Cramer mit einem Notwurf zum 78:69.

So geht es hin und her und die beste Defense der Liga mit einem Schnitt von 60,5 Gegenpunkten wird auseinander gespielt. Als Jan König 2:47 Minuten vor Schluss seinen fünften Dreier zum 84:73 verwandelt, gibt’s kein Halten mehr.

In der Halle wachsen die Aufstiegsträume, doch noch gibt sich Barop nicht geschlagen. Christian Wiethaup verkürzt mit dem letzten Dreier der Partie auf 86:81. Da wird’s noch einmal richtig eng, doch Barop kann sein Alles-oder-Nichts-Spiel nicht mehr durchsetzen und den Wernern reichen nach den letzten taktischen Fouls der Gäste eine 50-Prozent-Quote von der Linie (drei von sechs), um sich Meisterschaft und Aufstieg zu sichern.

Trainerstimmen:

Darius Domanski (Barop): Klar, es ist enttäuschend wenn du es auf der Zielgeraden Aufstieg nicht schaffst. Trotzdem bin auch stolz auf die Truppe. Einen Aufstieg kann man nicht planen. Ich hab’ die Jungs alle zu mir eingeladen, es gibt ein paar Getränke – und vielleicht ist die Enttäuschung morgen früh nicht mehr ganz so groß. Die Begegnung war bis zum Schluss spannend und wurde entschieden, als wir Alles oder Nichts spielen mussten. Aber man kann das Glück nicht erzwingen.

Christoph Henke (Werne): Als Barop noch einmal auf fünf Punkte verkürzt hat, hatte ich keine Zweifel. das hat noch einmal die KOnzentration geschärft, dass das Spiel noch nicht durch ist. Was Barop gezeigt, war am Limit und hat unsgezwungen, auch ans Limit zu gehen – wenn nicht sogar darüber hinaus. Gut, dass wir unsere Schwächephase am Anfang hatten, da hat uns deren Presse schon ein bisschen verunsichert. Es war ein schwieriger Start; umso schöner, dass der Abstand zur Pause nicht so hoch war mit den beiden Dreiern zum Schluss. Das war entscheidend. Ich wusste: Wenn wir im dritten Viertel wieder in Führung gehen, dass wir dann gewinnen würden. Entscheidend war, dass wir zur Zone gewechselt sind. Es war eine Entscheidung der Mannschaft. Ich atte sie gerfragt, in welcher Defensivform sie sich wohler fühlt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare