LippeBaskets sind Juniorpartner des Nachwuchsprojektes Metropol Baskets Ruhr

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Weit mehr als 20 Nachwuchsspieler der „Metropol Rookies“ waren mit ihren Coaches bei den LippeBaskets zu Gast.

Werne – Die LippeBaskets Werne sind ab sofort Juniorpartner des Nachwuchsprojektes Metropol Baskets Ruhr. Der Zusammenschluss von Zweitliga- und Regionalligaklubs im Juniorenbereich versteht sich als Gegenentwurf zu den großen Bundesliga-Programmen mit Internaten, wie sie zum Beispiel von Bayern München oder Alba Berlin betrieben werden. 

Trägervereine des Verbundes sind aktuell die Gründervereine Citybasket Recklinghausen und ETB SW Essen sowie die AstroStars Bochum aus der Pro B und der FC Schalke 04 aus der Pro A. Die LippeBaskets sind nach dem BSV Wulfen und den Sterkrade 79ers aus Oberhausen der dritte Juniorpartner. „Wir sind nun Teil eines Bundesliga-Programms. Das eröffnet unseren Talenten neue und anspruchsvollere Perspektiven“, sagt Jens König, sportlicher Leiter der LippeBaskets. 

„Wir sind dabei, größer zu werden und uns besser zu vernetzen. Werne hat sich mit seiner herausragenden Jugendarbeit dafür empfohlen. Die ist Grundvoraussetzung, um Mitglied in unserem Projekt zu werden“, sagte der Metropol-Teammanager Christoph Winck bei einem „Rookie-Training“ in Werne, in dessen Rahmen die Kooperation per Handschlag besiegelt wurde. Für Holger Velmelden, Initiator der Metropol Baskets Ruhr und seit den Anfängen 2007 dabei, ist der Zusammenschluss die optimale Lösung: „Es war klar, dass sich die Basketball-Landschaft und die Jugendarbeit in Deutschland massiv verändern würden. Es war klar, dass wir zu den Programmen mit Internaten einen Gegenpol schaffen mussten.“ 

Standortvorteil: Im Ruhrgebiet leben viele Menschen und es gibt viele Vereine, die Jugendarbeit machen. „Hier bei uns können die Jungs zuhause wohnen bleiben und müssen nicht in ein Internat gehen. Und sie spielen über Zweitspielrecht weiterhin zusätzlich für ihre Heimvereine“, sagt Velmelden. „Uns wird ja kein Spieler weggenommen. 

Im Gegenteil: Sie werden besser gemacht. Für uns ist das quasi auch eine Payback-Geschichte“, sagt Jens König. Dass die ganz Großen aggressiv alle Talente anwerben können, liegt naturgemäß am Geld: „Bundesligavereine müssen einen Etat von mindestens 3,3 Millionen Euro pro Saison vorweisen, davon zehn Prozent in die Jugendarbeit investieren. Das sind mindestens 330 000 Euro, da leben wir zehn Jahre von“, sagt Christoph Winck. „Wir wollen die Jungs im heimischen Umfeld weiterbringen und fördern“, sagt Winck, weiß aber auch, dass die Metropol Baskets für einige Spieler auch nur Zwischenstation auf dem Weg nach oben sind: „Wir haben schon Jungs an Alba verloren. Aber das ist mehr ein Ritterschlag als eine Strafe.“ 

„Die Metropol Baskets Ruhr sind für uns genau der richtige Partner. Wir würden uns sehr freuen, wenn einmal Spieler von uns über dieses Projekt in die Bundesliga kommen würden“, sagt Jens König. Im Nachwuchsbereich ist das bereits geglückt. Len Eckardt (Jahrgang 2005) und Jordan Most (2006) stehen bereits im Kader der Metropol Young-Stars. Beide können bis zum Ende der Saison 2021/22 noch in der Jugend-Bundesliga spielen. 

Die drei 2006er-Jahrgänge Louis Bessel, Paul Sonntag und Tristan Brautlecht gehören zu den „Metropol Rookies“. Am vergangenen Samstag bei deren 3-stündiger Einheit in Werne, waren zudem mit Josch Nägeler, Silas Bötcher, Max Sonntag, Darin Klein und Tom Overtheil fünf weitere Jungs aus dem Jahrgang 2008 dabei. In diesem Förderprogamm stehen diese Werner Talente schon zwei Jahre vor einer durchaus möglichen Premiere in der Jugend-Bundesliga regelmäßig im Blickpunkt der Coaches. 

Dass die Metropol Baskets den Austausch mit Werne ernst nehmen, zeigte sich auch darin, dass Recklinghausens Cheftrainer Johannes Hülsmann am Samstag dabei war. Nicht zuletzt profitiert auch das Vereinstraining von den Metropol Baskets. So lernt der 16-jährige Finn Eckardt, einer der jungen Nachwuchscoaches bei den LippeBaskets, als Rookie-Co-Trainer viel von den Headcoaches Felix Engel (Bochum), Karsten Gasper (Recklinghausen), Pat Carney (Schalke) oder Thomas Schnell (Essen). Im Zuge des Einstiegs als Juniorpartner wird es für die LippeBaskets auch möglich sein, ab und an ein Jugend- oder Junioren-Bundesligaspiel in Werne zu präsentieren. In der Regel werden diese Begegnungen in Recklinghausen, Essen und Bochum ausgetragen.

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