LippeBaskets siegen nur knapp in Dortmund

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Cajus Cramer steuerte elf Punkte zum Sieg bei.

Werne - Gegen ein Rumpfteam des SVD Dortmund II gelang den Oberliga-Basketballern der LippeBaskets mit Ach und Krach ein doppelter Punktgewinn. Laut Trainer Christoph Henke fehlte beim 65:69 (13:14, 12:19, 19:18, 21:18) der letzte Biss beim Tabellenführer.

„Wenn mir Freitagabend einer gesagt hätte, wir gewinnen mit Vier in Dortmund, hätte ich das sofort unterschrieben“, sagt Christoph Henke. Doch am Tag vor dem Spiel beim Tabellenvierten geht der Trainer des Spitzenreiters noch von ganz anderen Voraussetzungen aus – zum Beispiel von einem vollen Kader der Gastgeber.

Die aber spielen am Samstag in einem Rumpfteam nur zu sechst. Und am Ende ist Henke „froh, das Spiel überhaupt gewonnen zu haben. Bei uns fehlten der Biss und der letzte Wille.“ Bei den Gastgebern fehlen Leistungsträger wie Nils Jambon, Peter Radegast oder der 25-Punkte-Garant Dmytro Marchenko.

„Lob an die Dortmunder. Die hatten echte Befürchtungen, dass sie gegen uns unter die Räder kommen. Aber sie haben richtig gut gekämpft und sich nie hängen lassen“, meint Henke.

Vor allem der Ex-Werner Radek Manske (14 Punkte/1 Dreier) sowie Fabian Günther (17/3) und Kai Friedrich (15/2) machen den LippeBaskets das Leben schwer.

Die Werner hingegen kommen – eine Woche nach der Heim-Gala gegen Hamm – mit der tristen Atmosphäre in der Ausweichhalle des SVD nicht zurecht. „Ich habe geahnt, welche Wirkung das auf die Mannschaft haben könnte. Wir haben den Wechsel einfach nicht geschafft“, sagt Henke.

Das zeigt sich sofort in der Anfangsphase. Erst nach mehr als sechs Minuten Spielzeit erzielen die Werner ihren ersten Korb durch Frederic Meinert. Da führen die Gastgeber bereits mit 10:0. Zwar dreht der klare Favorit das Ergebnis bis zur ersten Viertelpause auf eine 14:13-Führung, doch – sagt Henke – „auch danach haben wir nie zu unserem Spiel gefunden und die Konzentration hoch gehalten.“

Es reicht immerhin zu einer Acht-Punkte-Führung zur Pause, aber erst im Schlussviertel scheinen die LippeBaskets tatsächlich ins Spiel zu finden. Zwischen der 31. und 34. Minute ziehen sie von 51:44 auf 59:46 davon und geben damit auch ihrem Trainer das Gefühl, „dass wir jetzt drin sind.“

Doch die Dortmunder nehmen sich eine Auszeit, markieren danach zwei ihrer neun Dreier sowie einen weiteren Korb – und verkürzen auf 54:59. „Spätestens da war klar, dass es nur darum geht, das Spiel irgendwie zu gewinnen“, sagt Henke.

Vor den Augen der Spieler vom Titelkonkurrenten Barop ziehen die Werner wieder auf 66:57 davon. Doch der SVD bleibt dran, verkürzt mit einem Dreier auf 65:68. Erst ein Freiwurf von Jan König kurz vor dem Ende entscheidet die Partie, „die wir durchaus hätten verlieren können“, wie Henke sagt. Der hofft nun auf einen positiven Effekt: „Vielleicht brauchten wir diesen Ausreißer nach unten, um für den Schlussspurt in der Meisterschaft noch einmal richtig Konzentration zu finden.“

LippeBaskets: Wiedey 3, Cramer 11, Tübel 2, Keilinghaus 10/1, Pavleski 8, Meinert 20/3, König 3, Brachhaus 2, Docenko 4, Voigt 4, Kussel 2

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