LippeBaskets-Reserve übertrifft alle Erwartungen mit Platz vier in der Oberliga

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Nils Brinkmann war ein Gewinner der Saison inder LippeBaskets-Reserve.

Werne – Die in der Oberliga spielende Reserve der LippeBaskets Werne landet nach der vorzeitig abgebrochenen Saison wegen der Corona-Pandemie auf dem vierten Platz – und übersteigt damit alle Erwartungen.

Von Karolin Mersch

 „Unsere Ziele sind mehr als erfüllt“, fasst Spielertrainer Jan König zufrieden zusammen. Nur nichts mit dem Abstieg zu tun haben, lautete die Devise vor der Spielzeit 19/20. Dass sich die Mannschaft im oberen Mittelfeld platziert, das hatte wohl niemand erwartet. Doch der lange bewährte Spielstil, den das Team nun seit bereits fünf Jahren pflegt, zahlt sich aus. 

„Wir wollen das Tempo vorgeben, schnell abschließen und spielen keinen Basketball auf Schienen“, beschreibt König das Vorgehen. Über die Saison habe sich zusätzlich die Verteidigung noch verbessert. Die Spiele gegen die drei Topmannschaften gingen dennoch alle verloren. 

"Da ist noch ein Sprung drin"

„Da ist noch ein Sprung drin. Allen anderen Mannschaften sind wir aber ebenbürtig“, stellt König fest. Somit sei seine LippeBaskets-Reserve also „Best of the Rest“. Besonders positiv sieht der Spielertrainer auch die einzelnen Entwicklungen seiner Spieler: Vor allem für die Jugendspieler Nils Brinkmann, Niko Tilkiaridis und Louis Barkowski habe sich das Modell, sowohl in der „Ersten“ (2. Regionalliga) als auch in der Reserve zu spielen, ausgezahlt.

 In der zweiten Mannschaft bauten sich die drei Nachwuchstalente immer mehr Selbstbewusstsein auf, was sie dann anschließend für die erste Mannschaft auf das Parkett brachten. Ehrlich beeindruckt ist König von Brinkmanns Leistung, der über die gesamte Saison immer mehr in das Spiel beider Teams fand und der auch in der 2. Regionalliga eine immer tragendere Rolle spielte. 

Aber auch Neuzugang Sebastian Kauch entwickelte sich rasant. „Ich glaube, der war am traurigsten von allen, dass die Saison nun endet. Er teilt nun seine DJ-Sets in unserer Whatsapp-Gruppe“, erzählt König lachend. Kauch sei zum Ende hin richtig bei den LippeBaskets angekommen, was auch seine 14 Punkte im letzten Spiel gegen Lüdenscheid zeigten.

König bleibt wohl Spielertrainer

 Erst habe Königs Team mit Entsetzen auf die Entscheidung des Westdeutschen Basketball-Verbandes (WBV) reagiert. „Wir hatten auch am Ende noch richtig Spaß. Die Leute waren hungrig auf noch mehr Spiele“, beschreibt er. Doch schnell machte sich Verständnis breit: König lobt die faire und konsequente Vorgehensweise des WBV.

Spielertrainer Jan König

 Die Planungen für die nächste Saison stünden noch bis Mai offen, aber wie schon jetzt sollen die Grenzen zur ersten Mannschaft fließende sein. Er selbst wird den LippeBaskets als erfahrener Spielertrainer und Regisseur auf dem Spielfeld wohl erhalten bleiben.

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