LippeBaskets-Kapitän Frederic Meinert vor dem Duell gegen Barop im Interview

Der 26-jährige Frederic Meinert ist Kapitän und Leistungsträger bei den LippeBaskets.

Werne - Auf der Homepage der LippeBaskets Werne läuft ein Countdown herunter bis zum Anwurf des Meisterschaftsfinales zwischen dem Oberliga-Spitzenreiter LippeBaskets Werne (36 Punkte) und seinem Verfolger TVE Barop (34). Vor dem neuerlichen Gipfeltreffen sprach Frank Zöllner mit dem 26-jährigen Power Forward und Leistungsträger Meinert.

In dieser einen Partie, die am Samstag um 19.30 Uhr in einer bis unters Dach gefüllten Ballspielhalle beginnt, entscheidet sich, wer als Meister in die 2. Regionalliga aufsteigt. Wernes Kapitän Frederic Meinert war bereits im April 2010 dabei, als der damalige TV Werne vor über 700 Zuschauern in einer ähnlichen Konstellation durch einen 86:71-Erfolg am vorletzten Spieltag gegen den einzigen Konkurrenten Citybaskets Recklinghausen unter Trainer Ivan Rosic und mit einigen US-amerikanischen Importspielern wie Trevor Wittwer ungeschlagen den Sprung in die 1. Regionalliga schaffte. 

Ist die aktuelle Situation mit der aus dem Jahr 2010 vergleichbar?

Frederic Meinert: Es ist eine ähnliche Situation mit einer vergleichbaren Spannung. Allerdings ist die nun die Liga-Zugehörigkeit eine andere und die damalige Mannschaft war ja eine ganz andere. Aber was wir bis jetzt erreicht haben, ist auch ganz hoch zu bewerten.

2014 folgte die Neugründung der LippeBaskets nach der Loslösung vom TV Werne. Damit einher ging auch ein kompletter Umbau und die Konzentration auf Spieler aus den eigenen Reihen. War so eine schnelle Entwicklung hin zu einem Spitzenteam zu erwarten?

Meinert: Wir sind ja damals mit vielen richtig jungen Spielern gestartet und haben nach und nach erfahrene Spieler dazu bekommen. Diese Charaktere haben sich weiter entwickelt. Zuerst haben wir stark von Trainer Toni Bevanda in der vergangenen Saison profitiert, und nun von Christoph Henke. Das haben wir uns hart erarbeitet, dass wir zum Saisonausklang nun so ein Endspiel haben.

Was können Sie und ihr Mitspieler Jan König, der 2010 auch dabei war, an ihre jungen Mitspieler weiter geben?

Am 24. April 2010 schafften die Basketballer des TV Werne gegen Recklinghausen den Aufstieg in die 1. Regionalliga. Damals schon mit dabei waren bei den Werner Korbjägern Frederic Meinert (Nummer fünf) und Jan König (Fünfter oben von rechts). 

Meinert: Wir waren damals ja als Rollenspieler dabei und wissen, wie man sich in einer solchen Situation verhalten muss. Wir werden den Spielern erklären, dass sie nicht überdrehen dürfen und wie sie am besten einen kühlen Kopf bewahren und locker bleiben. Und im Training unter der Woche dürfen wir auch nicht alle Kräfte raushauen.

Zumal das Ganze ein Heimspiel in einer vollen Halle mit lautstarkem Publikum ist...

Meinert: Aber das ist eher ein Vorteil, dass unsere Zuschauer uns anfeuern. Das war ja schon im Spitzenspiel gegen Hamm so und hat uns auch da in die Karten gespielt.

Rivale Barop hat das Hinspiel gewonnen und ist seit dem 10. Spieltag ungeschlagen. Ist das ein Vorteil für die Dortmunder?

Meinert: Ach, so etwas spielt jetzt keine Rolle mehr. Es haben sich beide Mannschaften im Laufe der Saison verdient, so ein Endspiel zu haben. Barop hat auch eine positive Entwicklung gemacht. Und in den vergangenen Wochen war es ja wichtig, dass man nicht patzt. Das mussten ja auch erstmal beide schaffen und haben es hinbekommen.

Zum Abschluss noch ein Tipp. Wie geht das Spiel aus?

Meinert: Ich werde natürlich sagen, dass wir gewinnen. Ich denke, wir liegen am Ende mit zehn Punkten vorne, vielleicht gibt es ein 82:72.

Und wie geht es dann am Abend weiter?

Meinert: Das wird die Vereinsführung entscheiden. Da wissen wir noch nichts drüber – und es reicht ja auch, wenn wir das nach Spielende erfahren. Wenn wir gewinnen,wird es auf jeden Fall laut...

Zur Person:

Der 26-jährige Frederic Meinert begann 1999 mit dem Basketball beim damaligen TV Werne. In der aktuellen Saison ist der 1,88 Meter große Power Forward ein wichtiger Punktelieferant und treffsicherer Distanzschütze. Meinert arbeitet in Castrop-Rauxel als Physio-Therapeut.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare