Im WBV-Pokal gegen die BBG Herford

92:93 - LippeBaskets fehlen 1,3 Sekunden zur großen Überraschung 

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Der litauische Routinier Vaidotas Volkus im Duell mit dem Werner Neuzugang Nils Rospek.

Werne - Die LippeBaskets Werne haben der klassenhöheren BBG Herford am Abend einen packenden Pokalfight geliefert und bis zur letzten Sekunde die Chance auf den Einzug in die zweite Runde auf westdeutscher Ebene gewahrt.

Bei der 92:93-Niederlage (24:29, 25:22, 23:17, 20:25) brachten erst zwei Freiwürfe des Litauers Veidotas Volkus genau 1,3 Sekunden vor dem Ende und eine darauf folgende Fehlentscheidung der Unparteiischen, die noch ein absichtliches Foul der Gäste übersahen, den Zweit-Regionalligisten um eine große Überraschung. „Ein großes Lob an meine Mannschaft, die Herforder haben mehr als nur gezittert“, meinte LBW-Trainer Christoph Henke nach der Partie gegen den höherklassigen Favoriten. 

Herford besaß in seinem Zehner-Kader mit Zweinulldrei-Mann Volkus, der bereits in der Euroleague unterwegs war, dem britischen Forward Elliot Sentance, dem US-Amerikaner Samuel Casell oder Christoph Steffen, der von den Plaza Warriors Windhoek nach Herford zurückgekehrt ist, das Plus an Erfahrung und war auch körperlich deutlich überlegen. „Dass wir das Spiel so eng gehalten haben, lag an unserem unglaublichen Einsatz“, meinte Henke, und: „Wir haben die körperlichen Nachteile überragend wettgemacht und auch den nötigen Mut gehabt, den man in so einem Spiel braucht.“

 So entwickelte sich vor 100 Zuschauern vom Hochball an eine interessante und temporeiche Partie, in der sich Herford redlich mühte, sich aber gegen stark aufspielende Werner nicht abzusetzen vermochte. Gelegentlich schien sich ein Klassenunterschied anzudeuten – etwa beim 18:27- im ersten und beim 39:28-Zwischenstand im zweiten Viertel. Aber immer wieder konterten die Werner mit kleinen Serien, wie zum Beispiel kurz vor der Halbzeitpause durch den überragenden Frederic Meinert (25 Punkte/fünf Dreier), der mit sieben Zählern in Folge auf 49:51 verkürzte.

 Auch im dritten Viertel ließen die Gastgeber nicht nach, gingen mit einem Dreier von Meinert erstmals in Führung (60:59) und legten kurz vor Ablauf der zehn Minuten durch Distanzwürfe von Meinert und Voigt erstmals ein paar Punkte zwischen sich und den hohen Favoriten (72:68). Im Schlussviertel gerieten die Gastgeber in Foulprobleme, weil zunächst Jan König und später Jordan Rose nach dem fünften Foul vom Feld mussten und auch Meinert mit deren vier belastet war. 

Doch in der turbulenten Schlussphase hielten die Werner das Spiel offen und gingen 42,9 Sekunden vor dem Ende mit zwei Freiwürfen von Voigt nach einmal mit 92:91 in Führung. Aber ein Offensivfoul Voigts auf dem Weg zum Korb brachte Volkus genau 1,3 Sekunden vor dem Ende an die Linie. Der Litauer ließ sich auch von den Pfiffen des Werner Publikums nicht irritieren und verwandelte sicher zum Endstand. 

Spielfilm: 0:2, 6:6, 6:11, 11:13, 18:27, 24:29 – 29:38, 35:42, 40:42, 42:48, 49:51 – 53:53, 60:59, 69:68, 72:68 – 78:73, 82:82, 85:88, 92:91, 92:93 

LippeBaskets: Wiedey, Cramer 10/2, Mersch 5, Meinert 25/5, Brinkmann, Rupprecht 10, König 2, Brüggemann 2, Barkowski 2, Voigt 12/1, Rospek 14, Rose 10

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