5:1 gegen Union – SVH im Pokalfinale gegen Selm

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Dennis Kaminski wird bei der Ballannahme von Union-Kapitän Patrick Voll gestört.

LÜDINGHAUSEN -  Titelverteidiger SV Herbern hat am Abend das Endspiel um den Pokal des Fußballkreises Lüdinghausen erreicht. Der Landesligist setzte sich mit 5:1 (1:1) beim A-Ligisten Union Lüdinghausen durch.

Gegner ist am Mittwoch, 13. Mai, die SG Selm, die mit 1:0 (1:0) gegen den Kreisliga-Konkurrenten SV Südkirchen gewann. Das Tor des Tages in diesem Spiel erzielte Daniel Koch in der 38. Minute. Als klassentieferes Team genießt die SG Selm im Finale Heimrecht.

Vor 100 Zuschauern hatte der SVH auf dem kleinen Ascheplatz am Westfalenring in der ersten Halbzeit große Probleme gegen eine schwarz-rote Abwehrwand. Union-Trainer Mario Pongrac hatte sein Team sehr defensiv eingestellt und mit Rips nur eine Spitze aufgestellt.

Erst gegen Ende der ersten 45 Minuten kam der SVH zu Chancen: Zunächst traf Kaminski aus Abseitsposition, dann verzog Schütte aus halblinker Position, bevor ein Schuss von Kaminski aus der Drehung noch abgewehrt wurde.

Der Versuch der Lüdinghauser, mit langen Bällen für ein bisschen Unruhe in der Herberner Dreierkette zu sorgen, ging auf. Zweimal binnen 60 Sekunden tauchte Markus Rips nach lang gespielten Pässen vor Torhüter Fenker auf. Beim ersten Mal verzog er, beim zweiten Mal traf er flach unten rechts zur überraschenden Führung (41.).

Die Freude währte aber nur drei Minuten, dann leistete sich Pascal Rudolph einen folgenschweren Patzer. Nach Flanke von Dennis Närdemann bekam Julian Trapp nur ein Kopfbällchen zustande, doch der Union-Keeper ließ den Ball durch die Hände ins Netz flutschen (44.). „Er saß dann fix und fertig in der Kabine“, sagte Pongrac, und: „Ich habe da schon gemerkt: Das wird jetzt schwer mit der Moral.“

Schwer wurde es vor allem auch, weil der SVH nun aufdrehte. „Es war in der Halbzeit allen klar, dass wir mehr Druck machen müssen und eine höhere Laufleistung brauchen“, meinte SVH-Trainer Christian Bentrup.

Sein Team diktierte fortan das Geschehen. Nach 58 Minuten und einem Pass von Venneker lupfte Trapp die Kugel über Rudolph hinweg in Richtung Tor, Schütte drückte den Ball zum 1:2 über die Linie. „Mit der Führung im Rücken war das Spiel natürlich gelaufen. der Sieg war am Ende auch in der Höhe verdient“, meinte Christian Bentrup. Als Julian Trapp in der 69. Minute auf dem Weg von der Eckfahne zum Fünfer gleich vier Lüdinghauser aussteigen ließ und das „Auge“ für Tim Bröer hatte, war das 1:3 nur Formsache. nach Flanke von Lünemann traf Richter zum 1:4, für den fünften Treffer sorgte schließlich Lünemann selbst. Vorausgegangen war ein schwacher Abschlag von Rudolph, den Farchmin mit dem Kopf auf den Torschützen weiterleitete. Mario Pongrac: „Für mich ist die Niederlage zu deutlich ausgefallen.“

SVH: Fenker – Dubicki, Venneker, Christ, Kaminski (71. Lünemann), D. Närdemann (83. S. Närdemann), Schütte (76. Farchmin), Bröer, Trapp, Ploczicki, Richter

Tore: 1:0 (41.)Markus Rips, 1:1 (44.) Trapp, 1:2 (57.) Schütte, 1:3 (69.) Bröer, 1:4 (73.) Richter, 1:5 (81.) Dominick Lünemann - gu

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