Es ist hergerichtet für die 36. Lenklarer Reitertage

+
Vorfreude auf das Turnier: Ludger Gripshöver und Julian, Toni Haßmann, Leonie Gripshöver mit Lutz junior, Rainer Evelt, Marion und Lutz Gripshöver.

Werne - Es ist hergerichet. Am Donnerstag gegen 16.30 Uhr wird bei den 36. Lenklarer Reitertagen die erste Goldene Schleife vergeben.

Geritten wird zum Auftakt um den Sieg in einem Stilspringen der Klasse A*. Die Chancen, dass ein(e) Lokalmatador(in) gewinnt, stehen erfahrungsgemäß nicht schlecht. Danach geht es nahtlos weiter bis zum Sonntag, 17. April, wenn gegen 18 Uhr der Sieger im Großen Preis geehrt wird.

Zwei Olympiasieger haben sich angesagt

Rekordverdächtige 4408 Startplätze sind für die 41 Prüfungen vom Einfachen Reiterwettbewerb bis hin zum Dreisterne-Springen der schweren Klasse mit Stechen reserviert worden. Vom Anfänger bis hin zu zwei Olympiasiegern (Ludger Beerbaum und Lars Nieberg) sind Reiterinnen und Reiter aus allen Leistungsklassen vertreten.

Hier geht es zu Zeitplan und Teilnehmerliste

Wegen des großen Andrangs wurde das Turnier um einen auf elf Tage verlängert. „Und trotzdem dürfen wir nicht trödeln, um das Programm an den einzelnen Tagen durchzukriegen – auch wenn es durch den zusätzlichen Tag insgesamt deutlich entspannter wird“, sagt Turnierleiter Rainer Evelt im Rahmen einer kleinen Presserunde.

Die Stimmung in der Gastgeberfamilie schwankt zwischen „Anspannung und immer größerer Vorfreude“, wie Lutz Gripshöver sagt. Er selbst wird – entgegen der Nennungsliste – wie schon im Vorjahr nicht in den Sattel steigen. Zu viel ist rings um die Dressur- und Springwettbewerbe zu erledigen.

Toni Haßmann nach Reitunfall wieder fit

Hoffnungen, seinen Sieg vom Großen Preis 2014 wiederholen zu können, hat hingegen Toni Haßmann. Der 3-malige Sieger im Deutschen Derby, der in Münster einen größeren Stall betreibt, wird mit ingesamt zwölf Pferden an den Start gehen – darunter drei sehr hoffnungsvolle 7- und 8-Jährige in der Youngster-Tour.

Bei den noch jüngeren Pferden geht es im in erster Linie darum, die Vierbeiner „in Richtung Bundeschampionat in Form zu bringen.“

In der Großen Tour setzt er auf die 9-jährige Caramia. Mit der Tochter von Chacco Blue gewann er jüngst ein schweres Springen in Damme. Es war sein Comeback nach einem Schlüsselbeinbruch, den sich der 40-Jährige im Januar im Rahmen des Leipziger Weltcup-Turniers zugezogen hatte.

Generalprobe in Bad Oeynhausen

Zweiter Kandidat für den Großen Preis wird Bien-Aimee de la Lionne sein. Haßmann hat ihn seit dem Wechsel seines einstigen Top-Pferdes Classic Man zu Europameister Jeroen Dubbeldam in Beritt. Der 10-jährige Westfalenwallach, genannt Louis, und Caramia werden ihre Generalprobe für Lenklar am Wochenende in Bad Oeynhausen geben. „Dort werde ich mal schauen, bei wem ich ein gutes Gefühl habe für den Großen Preis in Werne“, sagt Haßmann, der schon seit Jugendzeiten Stammgast in Lenklar ist – und der Familie Gripshöver sehr verbunden.

Neben den Top-Leuten wie Haßmann stehen vor allem die heimischen Reiter im Blickpunkt: „Ich denke schon, dass der eine oder andere ein Highlight setzen kann“, sagt Lutz Gripshöver. Und Toni Haßmann ergänzt: Gerade auf dem eigenen Turnier, denn das spornt noch mehr an.“

Daran denken die Organisatoren wohl erst, wenn auch der letzte Aussteller eingeparkt hat und das erste Mal die Startglocke ertönen wird. Der größte Wunsch? „Schönes Wetter, viele Zuschauer und spannender Sport“, sagt Rainer Evelt. Dies dürfte – bei traditionell freiem Eintritt – wieder weit mehr als 30 000 Besucher auf die Anlage an der B54 locken.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare