4500 Nennungen für Lenklar – Auch Ludger Beerbaum ist dabei

+
Ludger Beerbaum wird auch 2016 in Werne aufsatteln.

Werne - Für die 36. Lenklarer Reitertage vom 8. bis zum 17. April sind fast 4500 Startplätze gebucht worden. Das sind noch einmal knapp 350 mehr als im vergangenen Jahr. Wieder dabei: Ludger Beerbaum

„Ich hab’ die Zahlen bisher nur einmal überflogen, aber das ist schon gewaltig hoch“, meinte Gastgeber Lutz Gripshöver am Tag nach dem Nennungsschluss. Beim Blick auf die Liste für den mit 10.000 Euro dotierten Großen Preis ist der Turnierleitung das Herz aufgegangen.

70 Nennungen wurden für das Hauptspringen der schweren Klasse auf Dreisterne-Niveau abgegeben – zum Teil von internationalen Top-Reitern. „Sogar Ludger Beerbaum hat genannt“, sagt Gripshöver. Dabei zeigt die Erfahrung, dass die Top-Leute immer erst später melden – oder gar erst auf den letzten Drücker. So wie es Beerbaum im vergangenen Jahr machte, oder auch der Seriensieger in dieser Hallensaison Christian Ahlmann.

Hinter Ludger Beerbaum, der Anfang des Monats mit Chiara den mit einer halben Million Euro dotierten Großen Preis von Shaqab Dahe in den Vereinigten Arabischen Emiraten gewann, reiht sich der Schwede Henrik von Eckermann ein, der aktuell in der Weltrangliste auf Platz 19 liegt. Er punktete im Winter fleißig bei den Weltcup-Springen von Bordeaux und Zürich sowie bei den Top-Turnieren in Hongkong und Doha. Er ist inzwischen vom fleißigen Helfer Beerbaums im Bereich der jungen Pferde zu einem echten Global Player aufgestiegen.

Das Ziel der beiden Riesenbecker ist für 2016 klar definiert: Sie wollen zu den Olympischen Spielen nach Rio de Janeiro – Beerbaum mit der Hoffnung auf seine fünfte Goldmedaille.

Hinter den beiden Branchengrößen reihen sich in der Meldeliste für den Großen Preis weitere Top-Reiter ein: So der gebürtige Ägypter Andre Sakakini, der in Münster lebt und für Italien reitet – letzteres sehr erfolgreich. In diesem Jahr belegte er bei seiner umfassenden Tour durch die Emirate den vierten Platz im Weltcup von Abu Dhabi und gewann zuletzt den Großen Preis im Dreisterne-Event von Bou Thib.

Aktuell liegt Sakakini auf Weltranglistenplatz 239 und damit 30 Plätze hinter Jörg Naeve. Der 48-jährige kam bereits in diversen Nationenpreisen zum Einsatz und belegte unter anderem 2010 mit dem deutschen Team Platz zwei im prestigeträchtigen Event von Hickstead. In diesem Jahr war er Zweiter im Weltcupspringen von Al Ain hinter David Will.

Es folgen die „üblichen Verdächtigen“, die seit vielen Jahren Stammgäste in Lenklar sind: Markus Renzel aus Oer-Erkenschwick, Johannes Ehning, der Mitte Februar den zweiten Platz im Großen Preis von Offenburg (CSI3*) belegte, oder Toni Haßmann. Der 3-malige Sieger im Deutschen Derby muss, nachdem sein Spitzenpferd Classic Man zum amtierenden Europameister Jeroen Dubbeldam transferiert wurde, neu aufbauen. In Sachen Derbysiege steht ihm Nisse Lüneburg kaum nach. Er gewann das schwerste Springen der Welt über Wälle und Gräben in der 83. und 85. Auflage in den Jahren 2012 und 2014.

Der 27-Jährige sowie Jörg Naeve sind nicht die einzigen Holsteiner, die in Werne vorbeischauen. Auch Inga Czwalina hat für einen Start im Großen Preis genannt.

Die ehemalige Europameisterin der Junioren und Jungen Reiter von der Insel Fehmarn brachte 2012 in Lenklar das Kunststück fertig, gemeinsam mit Christina Gierlich auf die Hundertstel zeitgleich den Großen Preis zu gewinnen. Czwalina ist eine(r) von fünf Reiterinnen und Reitern, die das Hauptspringen in Werne schon einmal gewonnen haben. Auch Toni Haßmann, Oliver Lemmer, Markus Merschformann und Titelverteidigerin Katrin Eckermann können am 17. April ihren Erfolg im Großen Preis wiederholen – für Lemmer wäre es nach 2004 und 2011 übrigens ebenso das dritte Mal wie Markus Merschformann. Der Junioren-Bundestrainer siegte 2009 und 2013.

Eine sechste mögliche Kandidatin hätte Lutz Gripshöver liebend gerne in Werne begrüßt: Janne Friederike Meyer, die 2010 an der B54 siegte, hatte Werne eigentlich schon auf dem Zettel. Doch die 35-jährige Mannschafts-Weltmeisterin von 2011 geht nun auf die Global Champions Tour, in der Mitte April zunächst Florida angeflogen wird, danach Mexiko. Meyer wird dabei in einer neuen Teamserie starten, die der umtriebige Niederländer Jan Tops sich für sein globales Geldgewinnungsprojekt ausgedacht hat.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare