Lenklar-Gastgeber Lutz Gripshöver verzichtet erstmals auf eigenen Start

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Lutz Gripshöver – hier mit seiner Familie – steigt in diesem Jahr nicht in den Sattel.

WERNE -  Der Turnier-Gastgeber Lutz Gripshöver ist in diesem Jahr so stark in den Ablauf der Lenklarer Reitertage eingebunden wie nie.

Für den 43-Jährigen, der 27 Nationenpreise für Deutschland bestritten hat und den Großen Preis auf seinem Heimplatz schon zweimal gewann, ist der Sport an diesem Wochenende deshalb nur die schönste Nebensache, wie er im WA-Gespräch mit Rainer Gudra erzählt.

Wie fällt die Zwischenbilanz bei Turnier-Halbzeit aus?

Gripshöver: Sehr gut. Montag und Dienstag hatten wir keine Hektik. Alles ging locker und wird hatten gute Ställe mit richtig guten Pferden hier am Start. Und das Wochenende war einfach super. Vor allem der Sonntag. Wenn man da nicht zufrieden ist... Ich glaube, dass es in diesem Sommer nur ganz wenige M-Springen geben wird, bei dem mehr Leute zuschauen.

Du bis hier bisher nur in zivil unterwegs...

Gripshöver: ... Und das bleibt auch bis zum Sonntag so.

Seit wann...

Gripshöver: Lass mich die Antwort erraten... Es ist für mich das allererste Mal, seit ich denken kann.

Wo liegen die Gründe?

Gripshöver: Wenn man ein Turnier in dieser Größenordnung organisiert und veranstaltet, dann gibt es viele andere Sachen, um die man sich kümmern muss. Die Anforderungen auch an mich sind in den letzten Jahren stetig gewachsen. Und klar ist: Wenn du hier im Sport in der Spitze mithalten willst, dann musst du dich auch darauf konzentrieren können. Sonst reitet man ganz schnell nur hinterher. Hinzu kommt ja auch noch, dass mit Amaretto mein bestes Pferd verletzt ist.

Es wartet ja auch die tägliche Arbeit auf dem Hof?

Gripshöver: Ja. Wir haben zum Beispiel in den letzten Tagen gleich zehn Fohlen bekommen. Sich alleine schon darum zu kümmern, erfordert viel Zeit. Das geht alles parallel zum Turnier. Dann wollen viele Leute unsere Hengste sehen. Und so weiter, und so weiter...

Ein Ausblick auf die letzten Turniertage?

Gripshöver: Die Bedingungen sind super. Ich denke, dass wir viele Starter haben werden. Und wenn Kollegen wie Christian Ahlmann oder Henrik von Eckermann nachmelden, dann animiert das vielleicht noch den einen oder anderen Top-Reiter. Das Wochenende verspricht auf jeden Fall tollen Sport und gute Unterhaltung.

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Wie geht es weiter?

Gripshöver: Was unser Turnier betrifft, natürlich erst einmal mit dem Aufräumen. Und wir werden zeitnah so etwas wie eine Manöverkritik machen und gucken, was man im nächsten Jahr vielleicht besser machen kann, bevor man es wieder vergisst. Sportlich geht’s bei mir mit jungen Pferden weiter. Spätestens Anfang Mai in Kamen sitze ich wieder im Sattel.

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