Reitertage Lenklar: Sieg an Schweizerin Lea Steinbrüchel

+
LeaSteinbrüchel mit Oui M’Sieu Du Chateau in der Siegerrunde.

WERNE - Die Schweizerin Lea Steinbrüchel hat zum Abschluss des neunten der elf Lenklarer Reitertage im Amazonenspringen der Klasse S* mit Siegerrunde 99 Konkurrentinnen hinter sich gelassen.

Mit dem absolut besten Ergebnis gewann sie die erste Abteilung. Die zweite Goldene Schleife in diesem Springen ging an die 19-jährige Marie Schulze Topphoff, die damit ihrem Goldenen Reitabzeichen ein ganz großes Stück näher gekommen ist.

Die Parcoursbauer hatten für eine packende Entscheidungsrunde gesorgt – und exakt dafür, dass das zu platzierende Viertel ohne Springfehler in die auf 24 Paare zählende Siegerrunde kam.

Die 19-jährige Marie Schulze Topphoff, im Umlauf mit ihrem zweiten Pferd noch gestürzt, legte als dritte Starterin in der Siegerrunde mit Safira die erste Null hin und benötigte schnelle 41,02 Sekunden. Im Rest des Feldes waren die Strategien unterschiedlich. Einige nutzten die Runde als gemächliches Warm Up für den Großen Preis, andere gaben Gas: So auch Ingrid Klimke. Die Weltranglisten-Achte in der Vielseitigkeit kam der Zeit von Schulze Topphoff sehr nahe, leistete sich mit ihrem Trakehner Parmenides am ersten Hindernis aber einen Abwurf.

Am Ende schaffte es lediglich Lea Streinbrüchel mit Oui M’Sieu Du Chateau, in 40,38 Sekunden unter der Zeit Schulze Topphoffs zu bleiben. Die 35-jährige Schweizerin, geboren in Zürich, lebt übrigens seit 15 Jahren als Berufsreiterin in Deutschland. Mit dem Siegerpferd hatte Toni Haßmann bereits einmal ein schweres Springen in Lenklar gewonnen.

Kathrin Wacker schaffte als einzige Wernerin mit Viola den Sprung in die Siegerrunde. Im Umlauf retteten sie drei Hundertstel Sekunden vor einem Zeitfehler – auch eine Punktlandung. In der Siegerrunde war sie mit einem Abwurf als Neunte platziert.

Die Bilanz von Marie Ligges war durchwachsen. Mit Spitzenpferd Cassandra L erreichte sie locker die Siegerrunde, stürzte allerdings darin. Mit Congress leistete sie sich im Umlauf 0.25 Punkte für das Überschreiten der erlaubten Zeit, kam aber dennoch in die Siegerrunde. Darin blieb sie fehlerfrei und ritt den Hengst locker nach Hause.

„Jugend forsch“ im Großen Preis

Schulze Topphoff und Ligges, aber auch die ebenfalls erst 16-jährige Zoe Osterhoff wollen am Sonntag die Etablierten kitzeln.

„Jugend forsch“ heißt das Motto, wenn gleich fünf der so großartigen deutschen Talente den Großen Preis in Angriff nehmen wollen. Auch Lars Volmer und nicht zuletzt Cedric Wolf wollen sich in dem schweren Dreisterne-Springen gegen die internationale Top-Konkurrenz gut verkaufen.

Wolf, der mit Ligges sowie Volmer und Leonie Böckmann in einigen Wochen den Junioren-Nationenpreis in Frankreich bestreiten wird, zeigte in Lenklar bisher herausragende Leistungen. Am Sonntag sattelt der 18-jährige Pferdewirt-Azubi, der erst vor sieben Jahren mit einem E-Springen seinen ersten Wettbewerb bestritt, Cho Chang von Chacco Blue, eine 10-jährige Stute mit besonderer Geschichte.

Sie ist nach einer „Babypause“ wieder in den Sport gekommen. Zuletzt gasb’s den vierten Platz im Großen P reis der Rosendorf Classics in Seppenrade. Sie wird auch sein Pferd für Frankreich sein. Und alle fünf genannten Talente haben für den Sommer ein großes Ziel: die Europameisterschaft im irischen Millstreet.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare