Beeindruckende Nennungszahlen

Lenklar 2019 platzt aus allen Nähten

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Lutz Gripshöver ist mit den Nennungszahlen höchst zufrieden.

Werne – Es sind einmal mehr beeindruckende Zahlen, die die Turnierorganisation Heßling den Organisatoren der 39. Lenklarer Reitertage nach Nennungsschluss mitgeteilt haben:

Für die 50 Prüfungen, die zwischen dem 11. und dem 22. April auf dem Hof Gripshöver an der Bundesstraße 54 ausgeritten werden, sind bislang 4376 Nennungen von mehr als 1 330 Reiterinnen und Reitern eingegangen.

 „Dann können wir ja so viel nicht falsch gemacht haben“, sagt Gastgeber Lutz Gripshöver, der mindestens 40 Mal so viele Besucher erwartet wie Aktive – bei durchweg freiem Eintritt. Dabei haben die Turniergastgeber in einigen Prüfungen die Startplätze noch begrenzen müssen.

 So wurde für die Springprüfungen auf der Klasse M auf Ein- und Zwei-Sterne-Niveau, die in der zweiten Turnierwoche stattfinden, die Zahl der Startplätze auf jeweils 360 beschränkt. 

„Jeweils 100 Startplätze mehr wären da sonst locker noch hinzugekommen“, sagt Lutz Gripshöver. Das wäre nun wirklich nicht mehr zu stemmen gewesen und so, sagt der ehemalige Nationenpreisreiter, „macht die Begrenzung wirklich Sinn, auch wenn ich sonst kein Freund davon bin. Wir wollen ja, dass möglichst viele bei uns reiten können.“ 

Zum Vergleich: Bei vielen Turnieren wird in diesen Kategorien schon bei weit unter 100 Startplätzen das Feld geschlossen. Beeindruckend ist auch die Anzahl der Nennungen für die Springen der schweren Klasse: 973 Startplätze sind gebucht worden – macht einen Durchschnitt von 97,3 pro Prüfung. 

Die meisten Nennungen gingen dabei für ein S*-Springen nur für Männer (122) sowie für das S**-Springen (120) ein, in dem es auch um die Sichtung der U18- und U21-Reiter für den „Preis der Besten“ gehen wird, der im späten Frühjahr in Warendorf ausgeritten wird. 

Für den Großen Preis, der erstmals in der Geschichte des Turniers als Springen der schweren Klasse mit vier Sternen ausgeritten wird, sind 59 Nennungen eingegangen. „Es hat mich sehr gefreut, denn das ist genau die passende Anzahl für den Turnierabschluss, zumal ja auch viele, viele Top-Leute antreten wollen“, sagt Lutz Gripshöver. 

Schließlich geht es in diesem Springen um insgesamt 40 000 Euro, von denen 12 500 an den Gewinner ausgezahlt werden. Zum Vergleich: Jens Baackmann bekam als Sieger in 2018 gut 2 500 von den insgesamt ausgelobten 10 000 Euro ab. 

Die werden nun beim erstmals ausgetragenen Championat aufgerufen, das am Ostersonntag das Publikum nach Lenklar locken soll. Die Stars sind schon da. „Wir werden auch im Championat großartigen Sport sehen“, sagt Gripshöver. 

84 Startplätze sind für diesen Wettbewerb gebucht, in dem es schon im Umlauf spannend wird, denn die Anzahl der Starter in der folgenden Siegerrunde ist auf zwölf begrenzt. Da darf schon im Normalparcours nicht gebummelt werden, denn bei der Qualität des Feldes könnte es passieren, dass ein fehlerfreier Ritt nicht zum Weiterkommen reichen wird, weil zu viele Sekunden auf der Uhr sind. 

Für Lokalkolorit wird auch in den beiden Top-Prüfungen des Turniers gesorgt sein, denn auch Lutz Gripshöver will für beide Wettbewerbe aufsatteln. Insgesamt haben 16 Frauen und Männer aus dem RV St. Georg für die schweren Springen genannt – auch das ist eine beachtenswerte Zahl, die den hohen Ausbildungsstand spiegelt. 

Zu den beiden Top-Prüfungen, so glaubt Gripshöver, werden noch zwei, drei Stars kurzfristig erscheinen. Dabei haben die Werner vor allem Konkurrenz durch die großen Frühjahrsserien in Italien und Spanien wie Arezzo oder Vejer de la Frontera, die viele Profis nutzen, um viele Pferde auf den Sommerbetrieb daheim vorzubereiten.

 „Ich habe jetzt noch mit Janne Meyer gesprochen, die ist sechs Wochen lang in Spanien auf Turnieren“, sagt Gripshöver über die Gewinnerin des Großen Preises von 2010, die anschließend die Saison mit Mannschaftsgold bei der Weltmeisterschaft in Kentucky gekrönt hatte.

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