Zwei Werner Talente mit dem SVE Heessen erfolgreich

Tanja Krzyzosiak (unten rechts) wurde von Trainer Christian Lepper (links) als eine von vier neuen Spielerinnen vorgestellt.

WERNE -  Zwei Niederlagen zum Auftakt, danach sechs Siege in Folge, ein Torverhältnis von 17:7 und der Sprung auf Platz zwei – das sind die beeindruckend Daten der Fußballerinnen des SVE Heessen in der Landesliga nach acht Spieltagen.

„Wir sind gut beraten den Moment zu genießen“, sagt Christian Lepper, der Trainer des Überraschungs-Aufsteigers, für den auch Tanja Krzyzosiak und Sina Beyer aus Werne am Ball sind.

Der Bezirksliga-Meister hatte schon vor der Saison damit gerechnet, nicht gegen den Abstieg spielen zu müssen, da sich der SVE in der Vorsaison im Kreispokal und der Hallenkreismeisterschaft auch jeweils gegen Landesligisten durchgesetzt hatte. „Unser Ziel war es, die Klasse zu halten. Dass es so gut läuft, kommt auch für uns überraschend. Es ist aber Quatsch, jetzt gleich vom Aufstieg zu sprechen“, sagt Sina Beyer. Die 22-Jährige spielt im offensiven Mittelfeld – und das schon seit fünf Jahren. Angefangen hat sie beim Werner SC. „Irgendwann hat mich mein jetziger Trainer spielen sehen und mich zum Probetraining eingeladen“, erzählt sie.

Eine Fahrgemeinschaft bildet Sina Beyer mit Tanja Krzyzosiak, die vor elf Jahren bei den Mini-Kickern von VfL Werne das Fußball-ABC erlernt hat. Weitere Stationen waren Hammer SpVg und Arminia Hamm. Vor Saisonbeginn kam sie vom ehemaligen Ligarivalen aus Amelsbüren. „Ich wollte es einfach eine Liga höher versuchen“, sagt die 17-Jährige. Trainer Christian Lepper machte sie mit Sina Beyer – die beiden Wernerinnen kannten sich vorher nicht – bekannt. Seitdem brechen beide Fußballerinnen meistens zweimal die Woche gemeinsam zum Training auf.

Die letzte Partie am vergangenen Sonntag gegen DJK Arminia Ibbenbüren II gewannen Sina Beyer und Tanja Krzyzosiak mit ihrem SVE 1:0, obwohl aufgrund des Verletzungspechs mit Sandra Nowak sogar eine Feldspielerin im Tor stand. „Wir sind als Team einfach unglaublich gut, weil sich jede für die andere einsetzt. Es ist sehr harmonisch hier, und den Mädels macht es Spaß, zusammen zu spielen“, erklärt Coach Lepper.

Von dem großen Zusammenhalt profitieren auch die beiden Stürmerinnen: Kathrin Schmidt, die mit acht Treffern auf dem dritten Platz der Torschützenliste steht, und Neuzugang Alexandra Bode, die bei aktuell fünf Treffern liegt. „Natürlich haben die beiden zusammen 13 von 17 Toren gemacht, aber das auch nur, weil die ganze Mannschaft es ihnen ermöglicht“, erläutert Lepper.

Auch dass der SVE erst sieben Gegentore in acht Ligapartien und damit bis jetzt die wenigstens von allen Mannschaften kassiert hat, ist keineswegs ein Zufall. Schon in der vergangenen Saison, als das Team Meister geworden war, stellten die Heessenerinnen die beste Abwehr der Liga. „Die Defensivarbeit ist sicherlich eine unserer größten Stärken“, erklärt Lepper. Das liegt auch an Abwehrspielerin Tanja Krzyzosiak. „Klar, die Stürmerinnen in der Landesliga spielen körperbetonter, sind schneller. Aber ich komme gut klar“, sagt die Schülerin des Lippe Berufskollegs in Lünen.

Auf die Abwehr wird es auch am Sonntag wieder ankommen, wenn der 1.FC Gievenbeck gastiert. „Ich konnte mir das Spiel von Gievenbeck gegen Tabellenführer Mecklenbeck anschauen und habe gesehen, wie gut das Team ist“, sagt der Coach über den Tabellenachten. „Das wird ein hartes Stück Arbeit für uns.“ . - jl/awa

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