Landesliga-Spitzenreiter Werner SC will weiter auf der Euphorie-Welle surfen

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WSC-Aktivposten Henry Poggenpohl (rechts) im Laufduell mit Herberns Dominick Lünemann.

Werne – Das hatten sie sich redlich verdient. Nach dem 3:1-Derbysieg gegen Herbern am Samstag gab es für die Spieler des Werner SC erst eine Kabinenparty im Sportzentrum Lindert und anschließend ging es geschlossen nach Münster, wo der Spitzenreiter weiter feierte. „Und es waren wirklich alle dabei, sogar unser Trainer Lars Müller“, sagte Henry Poggenpohl.

Der junge Mittelfeldspieler ergänzte fast schüchtern: „Das haben wir uns ja auch ein bisschen verdient.“ Beim Sport Club heißt es nicht nur „Elf Freunde müsst ihr sein“, sondern eher „22 Freunde seid ihr“. Das kann man unterschreiben. Der Spitzenreiter hat seine ersten fünf Meisterschaftsspiel gewonnen, steht dazu im Kreispokal-Achtelfinale, ließ mit einem 7:0 am vierten Spieltag beim VfL Senden aufhorchen und legte nun den ersten Derby-Sieg im fünften Anlauf seit dem Aufstieg vor zweieinhalb Jahren nach. 

Der Sport Club surft gerade auf einer Euphoriewelle. Und dazu kommt immer noch die große Lust darauf, eine hohe Lauf- und Zweikampfbereitschaft an den Tag zu legen. Der Einzige, der dabei im Derby ein bisschen überdrehte, war Jawad Foroghi. Der sah früh Gelb und suchte weiterhin fast kompromisslos jeden Zweikampf, so dass ihn sein Trainer zur Pause lieber vom Platz nahm. Aber auch Burak Katirci interpretierte nach seiner Einwechslung die Rolle in der gleichen Pitbull-Weise So wurde am Samstag vom WSC auch selten ein Ball verloren gegeben und auch die Ersatzspieler und verletzten Akteure auf der Bank pushten immer wieder ihr Team. 

Derby Werner SC - SV Herbern 3 :1

Auch auf dem Platz wurde jede gelungene Aktion lautstark von den eigenen Mitspielern beklascht. Dazu kommt eine hohe individuelle Klasse, die höheren Ansprüchen in der Landesliga genügt. Die zwei Gegentore, die der WSC bislang erst kassiert hat, sind ebenso wenig Zufall wie die geschossenen 16. Der SV Herbern biss sich immer wieder die Zähne aus an der Dreierkette mit Nico Holtmann, Zoran Martinovic und Niklas Link. 

Da war selbst ein Unterschiedsspieler wie der Brasilianer Whitson auf Herberner Seite weitgehend machtlos, zumal er das Problem hatte, dass er die hohen Anspiele erst einmal verarbeiten musste. In der Offensive sind viele Spieler in der Lage zu treffen. Am Samstag war das Doppeltorschütze Jannik Prinz und Daniel Durkalic. Jussef Saado glänzte als 2-facher Vorlagengeber, in der Woche davor war er in Senden ebenfalls Doppeltorschütze.

 Es zahlt sich aus, dass der Sport Club sich nur punktuell verstärkt hat und ansonsten den Großteil der Mannschaft zusammen gehalten, die dadurch zu dem frühen Zeitpunkt der Saison eingespielt ist. Fünf Punkte beträgt weiterhin der Vorsprung auf den ersten Verfolger Westfalia Kinderhaus. Selbst eine kleine Niederlagenserie würde daran nichts ändern, dass der Sport Club vermutlich den gesamten Herbst über zur Spitzengruppe gehören wird. „Das wäre schön. Im Tabellenmittelfeld zu liegen, ist langweilig“, sagt Henry Poggenpohl – er und seine Mitspieler stehen weiter auf der Euphoriewelle und sind fest gewillt, auf dieser noch ein bisschen länger zu surfen...

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