Landesliga-Spitzenreiter WSC hat eine Abwehr, die nur ganz schwer zu knacken ist

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Es ist schwer, an ihnen vorbei zu kommen: Zoran Martinovic (l.) und Nico Holtmann hielten mit dem WSC auch in Gemen die Null.

Werne – Die Bilanz des Fußball-Landesligisten Werner SC ist beeindruckend: Sechs Spiele, 18 Punkte und ein Torverhältnis von 18:2 – in den heimischen Ligen gibt es wenig vergleichbare Zahlen.

 Die beiden Kreispokalrunden mitgerechnet, sind es sogar 720 Minuten, in denen der Tabellenführer der Staffel 4 gerade einmal zwei Gegentore kassiert hat – macht alle 360 Minuten eines und als Durchschnitt 0,25 pro Spiel.

 „Es freut mich und es sieht gut aus“, sagt Trainer Lars Müller und ergänzt: „Das kommt aber nicht von ungefähr. Es ja nicht so, dass die anderen Mannschaften keine Lust mehr haben, Tore gegen uns zu schießen...“ 

Mit dem „4-4-2 tief“ aus der Eingewöhnungsphase in der Saison 17/18 ist es bei den Wernern sowieso schon lange vorbei, die Entwicklung deutlich sichtbar. Inzwischen hat sich in der Vorwärtsverteidigung vieles getan. „Wir sind in der Lage, das Spiel weiter nach vorne zu verlagern, weg von unserem Tor“, sagt Lars Müller, was nicht zuletzt daran liegt, dass sein Team das von ihm bevorzugte 3-4-3 verinnerlicht hat.

„Und dass ich die Spieler dazu habe“, wie er gerne ergänzt. Grundsätzlich zeichnet die Werner eine starke Teamleistung aus mit der Bereitschaft, lange Wege zu gehen und sich auch für die Kollegen reinzuhängen. 

Die stabilste Einheit ist dabei definitiv die Dreier-Abwehrkette mit Niklas Link, Zoran Martinovic und Nico Holtmann – ersatzweise Marvin Stöver und Furkan Cirak, der aus einer Verletzungspause wieder in den Kader zurückgekehrt ist. Link auf links ist eine Bank. „Zorro (Martinovic) hat das in Gemen auch richtig, richtig gut gemacht und Nico Holtmann“, sagt Lars Müller, „hat in der zweiten Halbzeit restlos alles abgeräumt.“ 

Youngster Holtmann, der in der vergangenen Winterpause aus der Bundesliga-U19 von Preußen Münster zum WSC gekommen ist und der im Frühjahr sein Abitur gemacht hat, gehört schon jetzt zum Besten, was die Liga zu bieten hat.

 „Die Drei machen das richtig gut“, sagt Lars Müller, „ob im Eins gegen Eins oder in der Abstimmung bei langen Bällen, die zu verteidigen sind – und auch beim Zusammenspiel mit Jorma Hoppe im Tor.“ Vor allem: Ist der Ball erobert, folgt aus der letzten Reihe heraus inzwischen in der Regel immer auch eine sinnvolle Spieleröffnung. 

Das Vierer-Mittelfeld mit laufstarken Außenbahnspielern und zwei immer nervenden Sechsern in der Zentrale sorgt für weiteren Druck auf den Gegner. Der kann – zumal die drei Angreifer auch gut anlaufen – oft nur mit lang gespielten Bällen versuchen, hinter die letzte Kette zu kommen. 

Doch auch dabei, sagt Lars Müller, passiere eher weniger bis nichts: „Grundsätzlich ist das ja schon nicht mehr so viel, was noch durchkommt. Und wenn, dann haben die Drei hinten enormes Tempo, so dass in den Laufduellen wenig anbrennt.“ Wichtig auch: Es gibt starke Alternativen auf den Positionen zwölf bis 18 – und bei Bedarf auch taktisch für Spieler, die sich im 4-4-2 sicherer fühlen oder auch für bestimmte Spielsituationen; so wie sie in der Schlussphase gegen Herbern zur Absicherung des 3:1-Derbysieges eingetreten sind. 

Unter dem Strich haben die zum Teil sehr jungen Werner in ihren bisher 36 Landesliga-Spielen seit dem Aufstieg enorm hinzu gelernt und sind entsprechend eingespielter und stabiler geworden. Die Tabellenführung mit Maximalausbeute kommt da nicht von ungefähr. 

Trainer Lars Müller bleibt abwartend, sagt aber auch: „Wir sind uns einig, dass erst nach einem Drittel der Saison eine Tendenz zu erkennen ist. Sollten wir bis dahin allerdings noch ein Spiel gewinnen, dann werde ich ein Problem haben, uns da raus zu reden.“ Vielleicht schon ab Sonntag, wenn sich der TuS Wiescherhöfen im Lindert vorstellt..

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