Nächste Herausforderung für den SV Herbern

Fußball, Westfallenpokal: SV Herbern - SuS Stadtlohn Foto: Wagner

HERBERN - Es gibt Niederlagen, da hängen die Köpfe nachher tief, die Spieler brauchen Zuspruch. Doch so eine Niederlage war das 1:4 des Landesligisten SV Herbern im Westfalenpokal gegen den SuS Stadtlohn nicht.

„Manche Niederlagen sind sogar sehr heilsam“, eröffnet Trainer Christian Bentrup neue Perspektiven.

„Wir wissen jetzt wieder wo wir stehen“, erklärt der SVH-Trainer und will damit wohl sagen: Die Mannschaft ist wieder geerdet nach dem furiosen Start in die Landesliga-Saison. Vier Spiele, drei Siege, ein Unentschieden – da kann das Selbstvertrauen schnell zu sehr Überhand nehmen. Nicht aber beim SV Herbern. Trotz eines klaren Rückstandes ließen sich die SVH-Spieler gegen Stadtlohn in der zweiten Hälfte nicht hängen und hätten für ihren Einsatz durchaus mit einem zweiten Tor belohnt werden dürfen. So geht der Landesligist gestärkt aus der Niederlage hervor, weiß um seine gute Leistung.

Das einzig Ärgerliche an diesem Abend waren die Verletzungen, die insgesamt vier Spieler davon trugen. Dennis Kaminski biss sich kurz vor Schluss im Zweikampf auf die Oberlippe und musste den Arzt aufsuchen. Da die Wunde mit Antibiotika behandelt wird, steht hinter seinem Einsatz noch ein Fragezeichen.

Bei Dennis Hölscher, der neben seiner Fleischwunde auch eine Prellung erlitt, und Tim Bröer, der mit muskulären Problemen ausgewechselt werden musste, wollte Bentrup das Abschlusstraining abwarten. Mondrian Runde erlitt eine Innenbanddehnung inklusive schwerer Prellung. Sein Einsatz ist sehr fraglich. Außerdem wird Eric Sabe definitiv auf grund eines Kurztrips ausfallen.

Die Ausfälle wären doch schmerzlich, denn es geht am Sonntag zum starken Aufsteiger SV Burgsteinfurt. Mit sechs Punkten aus vier Spielen legte er einen beachtlichen Start hin. Und in der ersten Runde des heimischen Kreispokals setzte sich der SVB im Elfmeterschießen gegen Oberligist Eintracht Rheine durch. „Das wird eine ziemliche Herausforderung für uns“, ist sich Bentrup sicher. Doch eines sei auch klar: „Wir haben in den ersten Spielen genug Selbstvertrauen gesammelt, um dort selbstbewusst aufzutreten“, sagt der SVH-Trainer.

Er werde vor dem Spiel noch mit seinem Trainerkollegen Norbert Tillar telefonieren, der am vergangenen Wochenende 1:2 zu Hause gegen Burgsteinfurt verlor. Er wird sicher genau wissen, wie man gegen die Gastgeber nicht spielen sollte. - lel

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, VR-Bank-Stadion. - lel

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