Eintracht siegt, Rünthe und Stockum mit Remis

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Mario Martinovic und die Eintracht gewannen deutlich.

Werne - Gegen Yunus Emre HSV feierte Eintracht Werne den zweiten Heimsieg in Folge. Der SV Stockum holte nach einem 0:2-Rückstand noch einen Punkt in Wiescherhöfen und der SuS Rünthe überraschte bei Spitzenreiter SpVg Bönen.

Kreisliga A1 (Unna/Hamm): Eintracht Werne - Yunus Emre HSV 3:0 (0:0). Nur wenige Sekunden nach Anpfiff steckte Marko Martinovic auf Serkan Baslarli durch. Im letzten Moment wehrte Torwart Bayram Bacak den Ball ab. Eine Viertelstunde später setzte Mario Martinovic einen direkten Freistoß auf Höhe des Strafraumes an den Pfosten. In der ersten Halbzeit war das Team von Jörg Fiebig zwar überlegen, nutzte seine Chancen aber nicht. Die Hammer leisteten offensiv wie defensiv zu wenig. Sie kamen nicht nah genug an den Gegner.

In den ersten 15 Minuten nach der Halbzeitpause war dann zu wenig Bewegung im Werner Spiel. Offensiv nutzten die Spieler die Räume, die sich ergaben, nicht. Defensiv standen sie zu hoch und liefen so in einige Konter. Eintracht-Torwart Manuel Linke sorgte mehrmals dafür, dass die Null hinten stehen blieb. So auch als er den Schuss des freistehenden Tolga Köroglu aus zehn Metern in letzter Sekunde hielt.

In der 65. Minute leitete Mario Martinovic schließlich die Wende ein. Er steckte den Ball auf Selmin Bajric durch und dieser schob aus zwölf Metern unten links ein. Den Gästen setzte der Führungstreffer merklich zu – diesen Vorteil ließ sich Werne dann nicht mehr nehmen. Serkan Baslarli nahm in der 79. Minute einen weiten Ball der Abwehr auf und brachte ihn frei vor dem Torwart im Netz unter.

Die zwischenzeitliche 2:0-Führung gab der Eintracht zusätzliches Selbstvertrauen für die letzten zehn Minuten. Die Mannschaft ließ den Ball nun durch ihre Reihen laufen, die nun strukturierten Angriffe scheiterten meist nur noch an Bacak. Nachdem sich die Abwehr des HSV gegenseitig behinderte, schnappte sich Serkan Baslarli zwei Minuten vor Schluss den Ball und lupfte ihn über Bacak zu seinem zweiten Treffer in den Kasten. „Wir waren in 75 Minuten des Spiels die bessere Mannschaft“, kommentierte Fiebig.

Eintracht: Linke – Zengin, Do. Obrenovic (79. Schulte), Müller, Bajric, Pawlik, Baslarli, Marko Martinovic, Pra, Da. Obrenovic, Mario Martinowic (65. Hessfeld)

Tore: 1:0 (65.) Bajric, 2:0 (79.), 3:0 (88.) beide Baslarli

TuS Wiescherhöfen II – SV Stockum 2:2 (2:0). Ein schwache erste Halbzeit führte zum Remis für die Stockumer. Der SVS kam nicht in das Spiel, laut Trainer Ralf Gondolf war es eine der schlechtesten Saisonleistungen. Wenige Minuten nach dem Rückstand entschied der Schiedsrichter laut Gondolf unberechtigt auf Abseits, nachdem Stockum den Ball schon im Tor untergebracht hatte.

Kurz vor der Pause entstand eine brenzlige Situation um den eingewechselten Stockumer Keeper Karsch. Er versuchte den Ball zu klären, traf aber einen Hammer: Koschel verwandelte den fälligen Elfer zum 2:0. Kurze Zeit später lief es ganz ähnlich bei Lars Zimmer und TuS-Keeper Martin Kliem – diesmal gab es keinen Strafstoß. Gondolf sah die Schiedsrichterleistung kritisch: „Wenn er pfeift, dann bitte beide Male.“

Nach einer Viertelstunde der zweiten Halbzeit war der SVS durch eine Gelb-Rote Karte für Wiescherhöfen dann in Überzahl. Zum Anschlusstreffer setzte sich der eingewechselte Tim Köhler durch, stellte seinen Körper rein und schob aus kurzer Distanz ein. Kurz vor Abpfiff setzte er, nachdem Kliem abwehrte, nach und traf zum 2:2-Endstand. In der 89. Minute verzog Isikli aus sechs Metern freistehend. „Es ist zwar gut, dass wir nochmal gekommen sind, aber auswärts wollten wir mal wieder gewinnen“, resümierte Gondolf.

SVS: Packheiser (8. Karsch) – Gaida, Barthel, T. Opsölder, Kozlik, Karamann, Bußkamp (61. C. Opsölder), Eliyazici, Ünal, Zimmer (46. Köhler), Isikli T

ore: 1:0 (17.), 2:0 (43./FE) beide Koschel), 2:1 (73.), 2:2 (88.) beide Köhler Bes. Vork.: Gelb-Rot für Kahlert (TuS II/61.)

SpVg Bönen – SuS Rünthe 1:1 (1:1). Der SuS Rünthe wird zum Favoritenschreck und sammelt weiter fleißig seine Punkte. Vor dem Anpfiff fielen beiden Mannschaften kurzfristig die Stammtorhüter aus. Sowohl Patrick Heller auf SpVg-Seite als auch Rünthes Manuel Nötzel waren erkrankt. Für Noetzel sprang auf Rünther Seite Marcos Costas Barbera ein. Beide Schlussmänner standen bei den Gegentoren prompt im Blickpunkt.

Beim 1:0 für Bönen hatte der klein gewachsene Marcos Castro Barbera keine Chance an die Bogenlampe von Ali Öncül heranzukommen, die sich in den langen Winkel senkte (20.). Auf der Gegenseite beförderte Thiemann in der 33. Minute eine Ecke ins eigene Netz. „Das Tor war ein bisschen glücklich“, meinte selbst SuS-Trainer Engin Abali.

Ansonsten war es eine einseitige Partie. Zwar hatte Bönen Glück, dass der Schiedsrichter in der zweiten Minute übersah, dass Cengiz Güner die Abseitsstellung des vermeintlichen Rünther Torschützen nach einer Ecke aufgehoben hatte. Danach kam der SuS im Grunde nicht mehr über die Mittellinie. In der neunten Minute parierte Castro Barbera einen Fallrückzieher von Lenser stark. Rünthe stand aber insgesamt tief und machte Bönen das Leben schwer.

Die Gastgeber öffneten in der Schlussphase komplett die Abwehr, verpassten aber die Tore. Arif Suludere, Kevin Scheibke und Ali Öncül schieterten vor dem SuS-Tor. Rünthe, das zuvor nur einen abgeblockten Schuss von Marcel Müller zu verzeichnen hatte (60.), nutzte den sich bietenden Raum kläglich. „Wenn wir bei den Aktionen den Nebenmann mitnehmen, können wir sogar gewinnen“, meinte Abali.

SuS: Castro Barbera – Wierling, Pütz, Padurek (84. Boruch), Franke – Närdemann (72. Az. Hasan) Schenk – Müller, Bah, Ab. Hasan – Lühr

Tore: 1:0 A. Öncül (20.), 1:1 Ab. Hasan (33.)

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