Schwerbrock gegen Beutel

Kreisliga-B-Spitzenspiel BWO gegen WSC II auch das Duell der Top-Torjäger

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Spielertrainer Marc Schwerbrock (links) ist der Top-Torjäger der Kreisliga B3 (Münster).

Senden/Werne – Das Gipfeltreffen in der Kreisliga B3 (Münster) am Sonntag, 15 Uhr, zwischen BW Ottmarsbocholt und dem Werner SCII – es spielt der Erste gegen den Zweiten – ist auch das Duell der besten Kanoniere.

 WSC-Spielertrainer Marc Schwerbrock (elf Treffer) führt diese Sonderkategorie vor BWO-Knipser Daniel Beutel (zehn Tore) an. „Echt jetzt?“, fragt Schwerbrock – und man nimmt ihm ab, dass er nicht jeden Montag auf die Torjägerwertung schaut. 

Schließlich ist der 28-Jährige – anders als Beutel – kein gelernter Stürmer. Per Kopf zum Beispiel habe er – im Gegensatz zum Ottmarsbocholter – „in meinem ganzen Leben noch nicht getroffen“, lacht der 1,77-Meter-Mann. Umso gefährlicher ist der Mittelfeldakteur, wann immer der Ball ruht. Drei Freistöße hat er in der laufenden Saison direkt verwandelt, dazu zwei Elfer. 

Beutel ist dagegen der klassische Box-Spieler. „Torriecher, guter rechter Fuß, behauptet den Ball in der Gefahrenzone“, lobt BWO-Coach Matthias Gerigk seinen treffsichersten Akteur. Der gibt das Kompliment brav weiter: „Füttern mich meine Nebenleute wie Usama Khazneh nicht vorbildlich mit Flanken, bin ich ganz schön aufgeschmissen.“ 

Bei all den Unterschieden gibt es auch Parallelen. Beide sind im selben Alter, beide geben ihren Saisonbestwert etwas vage, aber wortgleich mit „15, 16 Toren“ an. Beide steuern als auf einen neuen Hausrekord zu. Wobei: „Bei 19 ist definitiv Schluss“, scherzt der WSC-Spielertrainer. Denn: „Jeder zehnte Treffer kostete mich eine Kiste Bier. Das wird auf Dauer zu kostspielig.“

 „Eine solche Regelung gibt es bei uns nicht. Hoffentlich kommt keiner auf dumme Gedanken“, lacht Beutel. Seine Torquote ist zuletzt sprunghaft angestiegen. Nicht, dass der BWO-Knipser in den vergangenen beiden Spielzeiten Ladehemmung gehabt hätte. Vielmehr trat er wegen eines berufsbegleitenden Studiums kürzer.

Daniel Beutel (links) trifft regelmäßig für den Spitzenreiter Ottmarsbocholt.

 Die Zusatzausbildung hat Beutel inzwischen abgeschlossen, seit dem Sommer kann er sich wieder ungehemmt seiner Lieblingsbeschäftigung widmen. Ob er Sorge hat, dass Denis Hölscher – der Rückkehrer aus Senden hat wegen eines Kreuzbandrisses noch nicht eine Minute gespielt – ihm den Platz im Sturmzentrum streitig macht? „Gar nicht. Ich freue mich riesig, dass Denis, seit Ewigkeiten ein guter Kumpel, wieder für unseren Heimatverein kickt. Und wer sagt denn, dass wir künftig nicht mit zwei Angreifern spielen?“ 

Bleibt die Frage nach dem Saisonziel. Schwerbrock ist es „relativ gleich, ob wir am Ende ganz oben stehen oder nicht. Das gilt auch für die meisten Mitspieler. Wir haben größtenteils lange in der ersten Mannschaft in der Bezirksliga gespielt. Bei allem Ehrgeiz: Da muss sich niemand mehr in der B-Liga beweisen. Mit Freunden zocken: Darum geht es in erster Linie.“ Und Beutel? „Auch wir sind bei dem Thema relativ entspannt. Klar wollen wir so lange wie möglich vorn mitmischen. Aber im oberen Drittel geht es ziemlich eng zu, ich sehe fünf, sechs Teams auf Augenhöhe. Deshalb tun wir gut daran, uns nur mit dem jeweils nächsten Gegner zu befassen.“

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