Fußballer trauern um Dr. Franz Krampe

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Dr. Franz Krampe starb ganz unerwartet im Alter von 70 Jahren.

WERNE/HERBERN – Die Fußballer aus Werne und Herbern trauern um eine große Persönlichkeit. Am Mittwoch starb Dr. Franz Krampe im Alter von 70 Jahren. Er war langjähriger Spieler beim SV Herbern, später Geschäftsführer beim SSV Werne und Schiedsrichter beim Werner SC. Dr. Franz Krampe hinterlässt eine große Lücke im heimischen Fußballkreis.

Der gebürtige Herberner starb während eines Urlaubs in Spanien plötzlich und unerwartet an einem Herzinfarkt. Die Trauerfeier zur Beisetzung findet am Freitag, 13. Juni, um 8 Uhr in der Friedhofskapelle Werne statt. Dr. Franz Krampe hinterlässt Ehefrau Ursula, seine beiden Töchter Susanne und Sandra und vier Enkelkinder.

Mit seiner ganzen Seele hatte sich der Tierarzt dem Fußball verschrieben. Seine Karriere als Spieler begann in der Jugend des SV Herbern. Mit den Senioren des Klubs gewann er 1965 die Kreismeisterschaft durch einen 2:1-Erfolg gegen Seppenrade.

1973 zog er mit seiner Familie nach Werne und schloss sich dem SSV Werne an. Erst als Spieler, dann als Schiedsrichter und später als Geschäftsführer. Am 10. Oktober 1976 pfiff er mit 33 Jahren sein erstes Fußballspiel. Mit 36 war er schon in der Landesliga aktiv, der damals dritthöchsten Amateurklasse.

Als Spieler und Vereinsfunktionär habe er sich immer als einer der größten Kritiker der Schiedsrichter gesehen, verriet er in einem Interview. Irgendwann habe er sich gefragt, warum er nicht selbst zur Pfeife greifen würde. Er tat es und fand seine sportliche Leidenschaft. Noch vor zwei Wochen war er als Schiedsrichter für den Werner SC im Einsatz.

Auch wenn er beim Werner SC kein offizielles Amt hatte, wurde er immer mit in die Entscheidungsfindung bei schwierigen Themen einbezogen. Sein Wort hatte Gewicht. „Er war eine große Persönlichkeit, die ich bei Problemen gerne um Hilfe gebeten habe“, sagt Thomas Overmann, Fußballchef des Werner SC. Dr. Franz Krampe unterstützte auch die Jugendarbeit und die jungen Schiedsrichter im Klub, war in der Altligamannschaft dabei. Er hatte für alle ein offenes Ohr, war deshalb immer eine beliebter Gesprächspartner.

Nach dem plötzlichen und unerwarteten Tod Krampes liegt jetzt ein dunkler Schatten über dem letzten Spieltag der heimischen Fußballklubs. Der Werner SC wird in Trauerflor spielen und eine Gedenkminute ihm zu Ehren halten. „Das ist das Mindeste, was wir ihm und seiner Familie schuldig sind“, sagt Overmann. - red

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