Kleine Schwelmer Wundertüte crasht die Werner Party 

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Typisch für das Spiel am Samstag: Schröter (links) und Wessel machen für Rupprecht den Weg zum Korb zu.

Eine Wundertüte hatten die LippeBaskets aus Schwelm erwartet, weil nicht immer das Beste und Stärkste darin zu erwarten ist, was der Zweitliga-Unterbau in der 2. Regionalliga an den Start bringt.

Am Ende birgt der Inhalt eine böse Überraschung: Sechs Partycrasher in rot. Die Frauen der LippeBaskets haben am Nachmittag vorgelegt, die Herren II in ihrem Oberliga-Spiel auch – und nun sind 350 Besucher in der Ballspielhalle in Feierlaune, zumal die zweite „Ladies Night“ einen bunten Rahmen verspricht. 

Da soll doch ein Miniaufgebot des Tabellendritten die Stimmung nicht trüben. Doch am Ende siegen die RE Baskets Schwelm, geschwächt durch die Abstellung von mehreren Spielern für die Zweitliga-Partie in Münster, mit 61:43 (16:15, 16:7, 14:9, 15:12). „Diese Siege sind die schönsten, da ging alles über den Willen“, freut sich Routinier Sebastian Schröter, der 40 Minuten durchspielen muss.

 „Wir hatten eine unterirdische Trefferquote. Wenn du 61 Punkte kassierst, sollte das in jedem Fall für einen Heimsieg reichen, aber wenn du nur 43 machst... In Derne haben wir nur 20 Minuten gebraucht, um diesen Score zu erreichen“, erinnert Christoph Henke an die 94:91-Gala am Wochenende zuvor beim SVD Dortmund. 

Davon sind die LippeBaskets am Samstag weit entfernt. Schon in den ersten Minuten lassen sie es zu, dass sich die Schwelmer zu Stimmungskillern entwickeln dürfen. Bis zum ersten Heimkorb, den die Werner Fans immer stehend erwarten, dauert es eine Ewigkeit. 

Die Geduldsprobe endet erst nach vier Minuten und einem Dreier von Simon Bennett. Da liegen die Gäste schon mit 8:0 in Führung und Henke hat seine erste Auszeit bereits genommen. Bennett lässt noch einem Dreier zum 6:10 folgen und Niko Tilkiaridis knackt wenig später die Zonenverteidigung mit einem Distanzwurf zum 13:12, doch das wird die einzige Führung für die Gastgeber im gesamten Spiel bleiben. 

Denn die schnellen LippeBaskets lassen sich von der Schwelmer Zone bis zum Ende ausbremsen. „Es freut mich, wie diszipliniert wir gespielt und das Spiel so unter Kontrolle gebracht haben“, sagt Sebastian Schröter, dessen Team im zweiten Viertel lediglich zwei Werner Körbe aus dem Spiel heraus zulässt. Cajus Cramer sorgt mit zwei Freiwürfen in letzter Sekunde dafür, dass der Rückstand zur Pause bei zehn Punkten bleibt. Nach dem Seitenwechsel heizt Janne Bromisch mit fünf Punkten in Folge zum 27:35 die Erwartungen auf den Rängen an – und die Hoffnung, die Wende noch zu schaffen.

 Doch die Schwelmer treten weiter auf die Stimmungsbremse und halten die Werner auch in diesen zehn Minuten bei lediglich neun Punkten aus -zig Versuchen, die zumeist auf der Ringkante landen. Wessel sorgt mit Beginn des Schlussviertels sogar für eine 20-Punkte-Führung der Gäste (51:31). 

Und auch wenn Hallensprecher Sebbe Bressler achteinhalb Minuten vor dem Ende meint: „Da ist noch nichs verloren“ – die Blockade bei den Wernern löst sich nicht. Am Ende bekommen die Schwelmer, die erst in der 39. Minute mit einem nachgemeldeten Juniorenspieler erstmals einen frischen Spieler einwechseln, nicht einmal Foulprobleme. 

Christoph Henke: „Wichtig ist, dass vor allem die jungen Spieler daraus lernen – zum Beispiel Janne Bromisch, bei dem bisher alles wie geschmiert gelaufen ist und der heute mal ein sehr kompliziertes Spiel hatte. Jetzt haben wir zwei Wochen Zeit, dieses Spiel hinter uns zu lassen, um dann in Telgte wieder ein anderes Gesicht zu zeigen.“ 

LippeBaskets: Wiedey 5, Tilkiaridis 3/1, Cramer 4, Brinkmann 2, Bennett 6/2, Mersch 6, Rupprecht 3, Barkowski 2, Bromisch 12/1, Brüggendieck, Rospek 

Spielfilm: 0:8, 6:10, 13:12, 15:16 – 20:21, 20:32, 22:32 – 29:35, 29:43, 31:46 – 31:51, 35:56, 41:60, 43:61

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