Kinderhaus beantwortet im Landesliga-Spitzenspiel die Frage nach dem besten Team der Liga

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Jubelt hier der Meister? Die Kinderhauser feiern im Lindert Janik Bohnen und sein Traumtor zur 2:1-Führung gegen den Werner SC.

Werne – Nach dem Schlusspfiff brachen die Dämme: Die Fußballer des SV Westfalia Kinderhaus feierten am Sonntag im Lindert zusammen mit gut 100 mitgereisten Fans den 3:1-Erfolg im Landesliga-Spitzenspiel beim Werner SC und die Übernahme der Tabellenführung.

Für Gästetrainer Marcel Pielage der Platz, den er bis zum Ende der Saison garantiert nicht mehr hergeben möchte. Die Grün-Schwarzen bestätigten vor 400 Zuschauern in Werne gegen keinesfalls schwache Gastgeber die Einschätzung von WSC-Trainer Lars Müller. Er betont seit Saisonbeginn, Kinderhaus besitze aus seiner Sicht die beste Mannschaft der Liga.

 Und das zeigte das technisch und taktisch starke Gästeteam vor allem in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit. Mit ungeheurer Wucht drängten sie den Sport Club zurück, drehten binnen zwei Minuten durch die Tore von Winter (47.) und Bohnen (49.) das Ergebnis nach der Werner 1:0-Führung durch Colin Lachowicz und brannten ein Feuerwerk an Möglichkeiten ab – so wie den Lattenkracher durch einen Freistoß von Joschka Brüggemann. 

Es wäre nicht das erste Mal gewesen in dieser Saison, dass sich die Westfalia in einen Rausch spielt und einen Gegner abschießt – so geschehen gegen Viktoria Heiden (7:0), VfL Senden (6:1), Westfalia Gemen (5:1), Dorsten-Hardt (5:1) oder TuS Wiescherhöfen (7:0). 44 Tore in 13 Spielen kommen nicht von ungefähr. 

Umso bemerkenswerter ist aus Werner Sicht, dass sich die Gastgeber von der Anfangsviertelstunde der zweiten Halbzeit wieder erholten und die Partie bis zum entscheidenden Kontertor von Behrens (86.) vom Ergebnis her offen hielten – mit altbekannter Schwäche: Vorne fehlt der 100-prozentige Zug zum Tor. Einzig Nemitz sorgte mit einer scharf und flach gespielten Flanke von rechts für Gefahr. Für den Lucky Punch zum Punktgewinn, der für die Verteidigung der Tabellenspitze ausgereicht hätte, fehlte eine Fußspitze. 

Wiedersehen in zwei Wochen im Kreispokal

Die Werner trugen die Niederlage sportlich und mit Fassung: „Ich kann nicht immer sagen, dass wir über dem Limit sind und dann rumheulen, dass wir jetzt nur Zweiter sind. Klar ärgere ich mich – und wir uns – über jede Niederlage, aber insgesamt sieht es bei uns sehr gut aus“, meinte Trainer Lars Müller. 

Fußball-Vorsitzender Thomas Overmann schickte bereits im Vorfeld über die sozialen Medien vorsorglich ein Bild der Vorjahrestabelle herum mit dem Hinweis, die Zielsetzung sei, den nächsten Schritt nach vorne zu machen. Vor Jahresfrist lag der WSC auf Tabellenplatz elf bei 17 Punkten – zehn weniger als in dieser Spielzeit. Auch für das letzte Hinrundenspiel am kommenden Wochenende beim Tabellendritten und Westfalenliga-Absteiger SV Mesum gilt Overmanns Aussage: „Der Druck liegt nicht bei uns.“ 

Für das Kinderhaus-Spiel gibt es übrigens in nicht einmal zwei Wochen die Chance zur Revanche: Am Samstag, 23. November, tritt der WSC bei der Westfalia zum Viertelfinalspiel um den Kreispokal an. Was Hoffnung macht? Alle drei Niederlagen in dieser Saison kassierte der neue Landesliga-Spitzenreiter vor eigenem Publikum. Mögliche Gegner im Halbfinale sind A-Ligist VfL Sassenberg oder Bezirksligist TuS Freckenhorst. 

Die Aufgabe ist durchaus lohnend, denn wahrscheinlich gibt es für den Kreis Münster einen zweiten Platz im Westfalenpokal-Wettbewerb 2020/21. Was möglich ist, zeigt der SV Herbern. Der Pokalsieger der vergangenen Saison empfängt – ebenfalls am 23. November – den Regionalliga-Tabellenführer SV Rödinghausen zum Viertelfinale.

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